Holstein Kiel – Energie Cottbus 0:1 (0:0)

Kurzer Abstecher an die Nordsee, dank Schwester und Schwager, die dort ein Ferienhaus gemietet hatten. Dänemark bot sich leider zum Cachen an, nicht zum Hoppen, dafür stand mit Kiel der vorletzte noch fehlende Ground in den ersten drei Deutschen Ligen auf dem Programm und Samstag Vormittag gings bei viel Verkehr erst durch die nordfrisiesche Landschaft und dann nach Kiel, trotz bereits regem Verkehr auf der A7 waren wir – Herr K. mit Schwester und Schwager – wie geplant gegen 12:30, 90 Minuten vor Anpfiff, am Stadion, parken um die Ecke war auch kein Problem, die Logistik also perfekt. Auf dem Weg zum Stadion noch schnell den täglichen Cache gehoben, dann erstmal Tickets gewichtelt, Stehplatzblock L auf der Gegengerade war auserkoren, was sich auch als gute Wahl erweisen sollte, da die wenigen aufregenden Szenen genau vor unserer Nase stattfinden würden. Nach einer kleinen Dreiviertel-Stadion-Runde inklusive Eis schnappen an der Shell gegenüber des Stadions und Bewundern des Polizeiaufgebots vor dem Gästeblock gings ins Stadion, auf dem Weg zum Eingang Block L sind auch ein paar schöne Graffiti zu bewundern, von hinten deutet sich dann schon an, dass das eigentliche architektonische Highlight des Stadions die urige Haupttribüne ist, der Rest des Stadions besteht entweder aus Stahlrohr (West- und Nordtribüne) oder ist sogar noch eine klassische Stehplatzkurve (Ost, gleichzeitig Gästebereich) – ein durchaus asymmetrisches Staidon also, wie man es heutzutage nicht mehr so häufig sieht, die Gästekurve hat dabei durchaus noch Charme, erinnert sie doch an die ursprüngliche, klassisch ovale Form des Stadions, für die Gästefans weniger schön ist allerdings, dass die Kurve nicht überdacht ist und man sich auf Grund der Form auch recht weit vom Geschehen entfernt befindet.

Vor dem Anpfiff gabs noch ein sehr enttäuschendes Menü, das Bier war zwar, okay, die Wurst allerdings platt auf dem Teller mit einer halben Scheibe Toastbrot – und ich dachte immer, sowas gibts nur im Osten. Naja, die Wurst war immerhin okay. Das Spiel war insgesamt relativ mäßig, was einerseits auf das Geschehen auf dem Rasen zutrifft, andererseits auch auf die Stimmung, der Holstein-Fanblock war sehr verhalten, schade, die Gäste aber dafür ganz ansehnlich laut. Wenns auf dem Rasen nicht spannend ist muss man sich halt anderweitig behelfen, die Schwester nutzte die SMS-Funktion der Videoleinwand um dem Schwager eine Botschaft zu schicken. :) Ansonsten erinnere ich mich in der ersten Halbzeit nur an einen sehenswerten Angriff der Gastgeber, der allerdings am Pfosten endete, besser machte es nach dem Seitenwechsel Cottbus, insgesamt eh feldüberlegen und dann mit dem Tor des Tages, die zweite Halbzeit versüßte uns im wahrsten Wortsinn der Süßigkeitenbecher, den es am Imbissstand für einen Euro zu erwerben gibt, hat man auch nicht alle Tage.

Mäßiges Spiel, aber ein nettes Stadion und insgesamt eine sehr angenehm entspannte Atmosphäre. Die An- und Abreise war zwar mit einfach ungefähr 130 km jetzt auch kein Pappenstiel, aber im Vergleich zur Anfahrt von Aschaffenburg – einfach 600 km – natürlich ein Klacks. Und jetzt fehlt nur noch Chemnitz. Und dann alle Regionalligen. Oder so. ;)

Bilder

Vor dem Stadion

Vor dem Stadion

Graffito I, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Graffito II, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Graffito III, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Graffito IV, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Graffito V, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Old school-Haupttribüne

Old school-Haupttribüne

Hinter dem Gästeblock

Hinter dem Gästeblock

Denkmal vor dem Stadion

Denkmal vor dem Stadion

Hinter dem Stahlrohr

Hinter dem Stahlrohr

Stadionpanorama I, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama II, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama III, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama IV, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama V, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama VI, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Haupttribüne, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Gästeblock noch recht leer

Gästeblock noch recht leer

Westtribüne

Westtribüne

Nordtribüne

Nordtribüne

Nordtribüne und Gästeblock

Nordtribüne und Gästeblock

Herr K. im vorletzten Ground

Herr K. im vorletzten Ground

Äußerst enttäuschendes Halbzeitmenü

Äußerst enttäuschendes Halbzeitmenü

Vor dem Einlauf

Vor dem Einlauf

Der Kieler Storch

Der Kieler Storch

Gästekurve

Gästekurve

Holstein-Fans

Holstein-Fans

0:1 Cottbus, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

0:1 Cottbus, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Endstand

Endstand

Stadionpanorama I, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama II, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama III, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama IV, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Stadionpanorama V, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Haupttribüne, Holstein-Stadion, Holstein Kiel - Energie Cottbus

Projekt 52.2014.22: Tess Gerritsen – The Mephisto Club

Da ich ein bisschen Out of Order gelesen hatte, war mir der Mephisto Club schon ein Begriff, bevor er in den Büchern der Rizzoli & Isles-Serie überhaupt auftaucht. In selbigem Club, der sich der Analyse des Bösen verschrieben hat, ist auch die schon öfter aufgetretene Psychologin Joyce O’Donnell Mitglied, allerdings nicht mehr sonderlich lange, denn sie fällt einem Mörder zum Opfer, der bereits vorher zwei Bluttaten verübt hat. Mit Hilfe des Mephisto Club finden Rizzoli und Isles eine Frau, die seit Jahren im Mittelmeerraum auf der Flucht vor ihrem Cousin ist, der in New England damals die Familie der heute jungen Frau ermordet hat. Das dicke Ende ahnen die beiden nicht und laufen so in eine Falle hinein… R&I-typisch spannend mit einem guten Nebenplot, der ein bisschen an Keeper of the Dead erinnert.

Projekt 52.2014.21: Tess Gerritsen – Vanish

Jane Rizzoli ist schwanger und erwartet im Krankenhaus quasi ihre Niederkunft, als sie als Geisel genommen wird. Die anfänglich verrückt erscheinende Geiselnehmerin schafft es, einen weiteren Mann zur Hilfe zu rufen und es stellt sich heraus, dass die Geschichte deutlich größer ist, als anfänglich vermutet.

Von der Hintergrundgeschichte her ein bisschen vergleichbar mit The Silent Girl, doch mit einer deutlich anderen Haupthandlung. Solide wie immer, mit Rizzoli & Isles macht man, Bücher oder Fernsehserie hin oder her, nichts verkehrt.

Projekt 52.2014.20: Tess Gerritsen – The Silent Girl

In The Silent Girl gehts für Rizzoli & Isles ins Bostoner Chinesenviertel. Dort wird eine abgetrennte Hand gefunden, schließlich auch eine Leiche dazu, allerdings auf einem Dach. Steht dieser Tod in Zusammenhang mit einem Mord in einem Restaurant, bei dem 5 Menschen starben und sich der Täter dann selbst richtete? Und wie kommen die eindeutig nicht menschlichen Haare an die Leiche? Rizzoli & Isles ermitteln in Chinatown und decken eine Reihe von Verbrechen um verschwundene Mädchen auf und finden dabei auch heraus, dass eines der vermuteten Verbrechen gar nicht stattfand.

Eine nette Abwechslung, dass es mal nach Chinatown ging, der Martial Arts- und Asien-Einfluss hat mir gut gefallen, der Plot war auch relativ komplex, so ein bisschen Gerritsen-typisch, dass man erst gar nicht so genau weiß um was es eigentlich geht, am Ende steht aber ein massives Verbrechen, das aufgeklärt wurde.

Borussia Dortmund – FC Bayern München 2:0 (1:0)

Eine gefühlte Ewigkeit ist die letzte Saison mittlerweile her, mag vielleicht an der WM liegen, die die Sommerpause überbrückt hat, in der Tat sind ja seit dem Pokalfinale nicht mal drei Monate vergangen. Wie schon die letzten zwei Jahre war ich auch dieses Jahr wieder beim Saisonauftakt Supercup dabei, ist also schon Tradition, wobei ich es nach wie vor komisch finde, den Supercup in einem Heimstadion eines der Finalisten auszutragen, warum es jetzt zwei Mal in Serie Dortmund sein muss weiß ich auch nicht, aber zumindest die deutlich kürzere Anfahrt als nach München sorgte überhaupt erst dafür, dass ich mich um Karten bemühte.

Kilometertechnisch ist die Anfahrt faktisch kürzer, zeitlich wäre ich in der gleichen Zeit wohl auch nach München gekommen, dass an einem stinknormalen Mittwoch in der Ferienzeit so viel Verkehr auf der mir bisher immer als beschaulich aufgefallenen A45 sein kann, unglaublich. Schon beim los fahren wurden 10 km Stau bei Haiger angekündigt, die ich zwar umfahren konnte, gegen die >10km Stau vor dem Westhofener Kreuz war dann aber nichts zu machen und anstatt um 16:00, wie geplant, war ich um 17:30 am Parkplatz an der Uni. Dass dann auch kein Shuttle-Bus kam war natürlich wenig gut, als ich mich dann entschied, zu Laufen, war es bereits viertel vor sechs, also viertel vor Anpfiff, Google Maps meinte “Ankunft am Stadion 18:27″. Dank Beine in die Hand nehmen war ich dann allerdings um 18:03 im Block, natürlich mit äußerst mäßigem Stehplatz, wenn man so spät kommt, dafür auch ordentlich verbappt, aber was will man machen, zum Glück wars nicht kalt.

Wäre ich normal gelaufen, hätte ich, außer dem 1:0 der Dortmunder, nichts verpasst, außer vielleicht noch einige Paraden von Neuer. Dortmund deutlich überlegen, vor allem im Abschluss, bei Bayern ging nach vorne eher so gar nix, sieht man von einer Chance gleich zu Beginn der Partie ab, die ich gerade noch so miterlebte. Auch in der zweiten Halbzeit kam von den Bayern wenig – insgesamt glaube ich zwei Chancen, relativ frühzeitig eine von Lewandowski, spät ein Freistoß von Alaba – , Aubameyang sorgte nach einer guten Stunde mit dem 2:0 für die Entscheidung. Mäßiges Spiel insgesamt, Dortmund vor allem in der ersten Halbzeit mit vielen Abschlüssen, Bayern mit erschreckend wenig Zug zum Tor, die Aufstellung war aber auch deutlich vom Optimum entfernt. Bitterer als die Niederlage an sich ist sicherlich die Verletzung von Javi Martínez, der mit Kreuzbandriss wohl mehrere Monate ausfällt.

Wie schon im Jahr zu vor gings direkt nach dem Abpfiff zum Shuttle-Bus, vom Stadion zum Parkplatz klappt das ja auch immer ganz gut, sieben Minuten nach Abfahrt war ich am Auto und konnte mich auf den Weg machen. Nach einem kurzen Geocaching-Abstecher am Westhofener Kreuz gings weiter Richtung Heimat, die A45 erwies sich auch auf der Heimfahrt als dumme Kuh, mal geschwind 20 Minuten wegen eines umgestürzten LKW verloren, dann noch unzählige Baustellen, Spurverengungen und Tempolimits, für mich hat die A45 den Status als angenehm zu fahrende Autobahn erstmal verloren…

Bilder

Dank später Ankunft: Position relativ weit unten im Gästeblock

Dank später Ankunft: Position relativ weit unten im Gästeblock

Feierei nach dem 1:0, vor dem Gästeblock

Feierei nach dem 1:0, vor dem Gästeblock

Das 2:0 wurde immerhin auf der Gegenseite gefeiert

Das 2:0 wurde immerhin auf der Gegenseite gefeiert

Mal wieder nix zu holen in Dortmund

Mal wieder nix zu holen in Dortmund

Projekt 52.2014.19: Tess Gerritsen – Body Double

Der Titel spielt schon darauf, dass es einen Doppelgänger oder eine Doppelgängerin gibt. Diese ist das Ebenbild von Maura Isles und, wie sich herausstellt, ihre Schwester, allerdings wurde sie tot in ihrem Auto vor Isles Haus gefunden. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit stellt Isles fest, dass Anna, ihre Schwester, auf der Suche nach ihrer biologischen Mutter war. Nach und nach decken Rizzoli und Isles eine Serie furchtbarer Verbrechen auf, die auch die anfänglich recht unzusammenhängend wirkende Nebengeschichte einschließen.

Ob jemand mit so einer langen Verbrechensgeschichte durchgekommen wäre, weiß ich nicht, die Handlung war aber Rizzoli & Isles-typisch spannend, Rizzoli ist in diesem Buch hochschwanger, das spielt aber eigentlich nur eine untergeordnete Rolle, wenn man von dem Zusammenhang mit der Hauptermittlung absieht. Einzig die Motivation, warum Isles Schwester überhaupt ermordet wurde, fande ich an den Haaren herbeigezogen, am Ende nimmt die Aufklärung der Tat aber auch nur einen sehr kleinen Teil der Handlung ein, dafür hats die anfängliche Nebenhandlung in sich.

7. Oscheffer TSG-Lauf

Grad mal eine Woche nach dem 4. Rotary-Benefizlauf gab es erneut die Gelegenheit, in Mainaschaff zu laufen, beim etwas traditionelleren TSG-Lauf. Nachdem ich am Freitag einen Trip nach Ulm und zurück hatte – Probevortrag bei Stefan – und Samstag die theoretische SKS-Prüfung anstand, war ich mir lange nicht klar, ob ich überhaupt laufen wollte, die Entscheidung fiel dann relativ kurzfristig am Sonntag früh. Mama K. begleitete mich, sehr ungewohnt, aber ist ja immer eine schöne Sache, einen Fan an der Strecke zu haben, außerdem musste ich mir nicht wieder sorgen um meine Tasche machen. Vor dem Start trafen wir noch unsere ehemaligen Nachbarn, Mama K. machte es sich bei einer Bekannten auf der Rotkreuzbank bequem und ich merkte gerade noch rechtzeitig, dass der Start nicht am Ziel war sondern zwei Straßen weiter. ;)

Tempomäßig hatte ich auf Grund des doch recht anstrengenden Programms am Freitag und Samstag schlimmes befürchtet, dass es auch relativ früh doch schon ganz schön heiß war ließ mich dann auch weiter nichts gutes erwarten. Am Start hatte ich mich, wie üblich, so in der dritten Reihe eingeordnet, das passte auch wieder ganz gut, weil das Feld recht schnell sortiert war, ein bisschen weiter vorne wäre auch okay gewesen. Ich fand mich zufällig bei einer Dame mit Radbegleitung wieder, irgendwann war mir dann auch klar, dass es sich um die schnellste Frau handelte, da dachte ich mir, ich bleibe einfach dran wenns geht und überhole sie kurz vor dem Zieleinlauf, damit ich mein Lebensziel, ein Mal in einem 10km+-Lauf schneller als die schnellste Frau gewesen zu sein, erfülle. Zwar wars wie gesagt sehr heiß und teilweise die Strecke prall in der Sonne, Wasser gabs aber ausreichend und ich hatte eigentlich keine Probleme dranzubleiben. War auch ganz nett, weil die Dame im Ort wohl sehr bekannt ist und überall jubelnd begrüßt wurde, für mich alleine hätte sich ja eher niemand interessiert. ;) Als die letzte Runde anbrach, dachte ich mir ich versuche mal mein Glück und stehle mich davon, was auch gut funktionierte, am Ende lief ich mit einer Zeit von 44:43 ins Ziel, bei dem nicht sonderlich starken Feld reichte das nicht nur für Platz 17 insgesamt sondern auch erstmals für einen Platz auf dem Treppchen in der Altersklasse, bei den M30 wurde ich dritter. Mal wieder keine neue Bestzeit, aber immerhin unter 45:00 Minuten, das ist ja eigentlich immer noch die magische Grenze. Nach dem Rennen gabs erstmal ein Belohnungshefe und eine Rindswurst, ehe es dann noch vor der Siegerehrung zum Krankenbesuch Richtung Haibach ging, ich glaub es gab auch nur für die Altersklassensieger ein Präsent.

Fazit: Netter Lauf, die fünf Runden durch den Ort sind eine ganz nette Sache, im Zielbereich vor der Maintalhalle ist auch ganz schön was los. Verpflegung ist gut, Duschen – ebenfalls in der Maintalhalle – sind top. Die Startzeit am Vormittag ist gut, heiß wars allerdings trotzdem.

P.S.: Für die Statistik: 17. von 109 Finishern, 17. von 80 Männern, 3. in der Altersklasse M30.

Yes