Viktoria Aschaffenburg – Alemannia Haibach 5:0 (5:0)

“Stadtderby”, titelte die Stadionzeitung des Main-Echo am Samstags anlässlich der Besucher aus Haibach, natürlich nicht richtig, ist Haibach doch eine eigenständige Gemeinde. Derby-Zeit war natürlich schon, das Spiel demnach auch gut besucht und der Parkplatz vorm Stadion so voll, dass ich auf den Gästparkplatz auswich, passte mir aber sowieso besser, weil ich von dort aus nach dem Spiel laufen gehen wollte und mich dazu ja umziehen musste und dabei keine exhibitionistischen Handlungen vornehmen wollte. 1.749 Zuschauer bedeuteten allerdings nur den zweitbesten Saisonwert, ich hatte mit mehr als den ich glaube 2.200 Zuschauern vom Derby gegen Erlenbach gerechnet, war vielleicht aber auch dem unsicheren Wetter zu danken.

Haibach legte gut los und hatte eine dicke Chance zum 0:1, wer weiß was passiert wäre, wäre Huth nicht zwei Mal an Steigerwald gescheitert, nachdem die Abwehr der Viktoria sich indisponiert zeigte, man wird es jedenfalls nie erfahren. Zwei Minuten später der erste Angriff der Viktoria, Schnitzer hat vor dem 16er alle Zeit der Welt und sein auf den ersten Blick nicht sonderlich fester Schuss bedeutete das 1:0 für die Viktoria. Köstlich dazu die Webseite der Viktoria: “(…) setzte einen Flachschuss ab, der auf dem nassen Rasen Fahrt aufnahm und unhaltbar für Dominik Stürmer ins rechte Toreck einschlug” – ich stelle mir das so vor wie bei den Zeichentrick-Kickers oder Nintendo Soccer auf dem Gameboy, Ball kurz angetippt, der wird einfach immer schneller und dann Tor. ;) Knappe 10 Minuten später stand es dann 4:0, Cheron, Pieper und Toch hatten, nach teils schönen Spielzügen getroffen, Haibach von der Rolle wie Brasilien im WM-Halbfinale gegen Deutschland. Danach war erstmal ein bisschen Ruhe angesagt, fünf Minuten vor der Pause schlug dann erneut Toch zu, das 5:0 bedeutete gleichzeitig auch den Endstand, die zweite Hälfte war sehr einschläfernd, hätte man sich sparen können, dafür wurde man aber in der ersten Hälfte gut unterhalten.

Zwei Dinge muss ich noch loswerden: Erstens, das Derby zog, sogar der Bürgermeister wurde im Stadion gesichtet. Zweitens, ich hoffe es wird jetzt nicht zur Regel, dass sich der Verpflegungsstand an der Ecke Haupt-/Hintertortribüne auf getrennte Ausgabe von Speisen (links) und Getränken (rechts) umstellt, weil auf zwei Mal anstellen habe ich eigentlich keine Lust. Achso, eins noch: mir wurde ja schon mal ein Schirm untersagt, damals mit dem Argument “Metallspitze geht nicht”, am Samstag hieß es dann “nächstes Mal bitte einen Schirm ohne Spitze”…

Bilder

Haupttribüne gut gefüllt

Haupttribüne gut gefüllt

Immerhin mal sowas wie Gästeblock-Stimmung

Immerhin mal sowas wie Gästeblock-Stimmung

Hintertortribüne auch unerwartet voll

Hintertortribüne auch unerwartet voll

Endstand

Endstand

Auf Aschaffenburg schien am Ende sogar die Sonne. :)

Auf Aschaffenburg schien am Ende sogar die Sonne. :)

6. Sunbed Volks- und Straßenlauf “Rund um das Vitamar”

Letzter Wertungslauf des Cordenka Laufcups 2014 und obwohl klar war, dass ich für die Siegerehrung in der Alterklasse nicht mehr die nötigen Punkte erlaufen konnte, war die Teilnahme gebucht. Diese Woche hatte ich einen ~10km, einen ~7km und am Tag vor dem Lauf noch einen ~5km-Lauf gemacht, beim 5km-Lauf 3 km im “angestrebten Wettkampftempo”, ungefähr eine 4:20/km im optimalen Fall, mit allem unter 4:30/km wäre ich aber auch zufrieden gewesen. Heute morgen schälte ich mich dann recht unausgeschlafen und mit sauren Beinen aus dem Bett, ob der Lauf am Tag vorher empfehlenswert war, sei also mal dahingestellt. Hilft aber alles nichts, angemeldet war ich ja und so gings gegen viertel vor neun nach Kleinostheim. Auf dem Weg habe ich noch gemerkt, dass ich mein Startnummernband nicht eingepackt hatte, aber die Zeit war schon etwas zu knapp, um noch zurück zu fahren, also musste es auch ohne gehen, mit Startnummernband ist es halt irgendwie angenehmer.

In Kleinostheim parkte ich dann in der Querstraße vor dem Vitamar und machte mich erstmal auf, die Startnummer zu holen, quasi keine Ausschilderung an der Maingauhalle, aber trotzdem schmerzfrei zu machen. Bis ich dann umgezogen und bereit war, war es schon kurz vor Start, es war gerade Zeit, nochmal aufs Klo zu gehen und mich dann an den Start zu begeben. Den Beginn der Strecke kannte ich dann schon, Geocaching for the win, es ging vom Vitamar aus an der Waldstadt vorbei, dann aber nicht wie ich erwartet hatte, erst zum Schluchthof und dann gegen den Uhrzeigersinn zurück sondern erst nach links in den Wald hinein auf eine kurze Runde, dann weiter Richtung Wasserwerk Dettingen (?), von dort zum Schluchthof und durch die Waldstadt zurück. Zu Beginn ließ ich es erst mal laufen, fühlte sich nicht sonderlich leicht an, aber war okay, am Anfang stand die Pace noch bei unter 4:20/km, im weiteren Verlauf des Rennens pendelte ich mich auf 4:24/km ein. Das erwies sich dann als nicht ganz einfach zu halten, gerade um Kilometer 6 und 7 musste ich schon ganz schön kämpfen. Kilometer 9 war dann kurz vor der Brücke an der Hörsteiner Straße zurück nach Kleinostheim, die Brücke runter gabs nochmal einen Schub, dann zog ich kurz vor Schluss noch mal einen Endspurt an, die Lektion, beim Zielaufbau mal schlau zu schauen, hab ich zwar schon gelernt, allein es hapert an der Umsetzung.

Nächstes Mal vielleicht wirklich mal schlau schauen...

Nächstes Mal vielleicht wirklich mal schlau schauen…

Mit der 4:24/km am Ende kann bin ich sehr zufrieden, nach wie vor frage ich mich, wie ich beim 19. Schlappeseppel-Marktplatzlauf in Großostheim diese Saison eine 4:18/km aufs Tapet gezaubert habe, davon abgesehen war das jedenfalls meine “Personal Second Best”, wobei ich gar nicht weiß, ob der Marktplatzlauf bestszeitfähig war, ist mir fürs persönliche Archiv aber auch wumpe. Eigentlich verrückt, dass ich ohne explizites Tempotraining dann an guten Tagen auch die 4:30/km unterlaufen kann, nachdem ich jetzt nichts mehr größeres vorhabe dieses Jahr außer eventuell noch einem Halbmarathon schaue ich mich vielleicht mal nach einem Tempotrainingsplan um. Ob sich dann groß noch was tun wird muss man schauen, vom Gefühl her habe ich mir nichts vorzuwerfen, ich denke auch heute war nicht mehr drin, am Ende war ich richtig platt, meine Tempoeinteilung scheint auch nicht so schlecht zu sein, weil ich wohl relativ konstant laufe und gegen Ende der Strecke meistens noch ein paar Läufer schlucke.

Die Sommer-Laufsaison ist damit jedenfalls beendet, bei 8 Wertungsläufen hätte es vielleicht für einen Platz unter den ersten 3 in der Alterklasse gereicht, mit 5 Wertungsläufen war da leider nichts zu machen. Nächstes Jahr in der M35 siehts eher schlecht aus denke ich, nur schade, dass ich es verpasst habe, mir in Mainaschaff meine Prämierung für Platz 3 in der Alterklasse abzuholen. :( Jetzt muss ich mal meine Distanzen überprüfen, um zu schauen, ob die 1.000 km dieses Jahr noch zu machen sind, davon abgesehen spiele ich gerade mit dem Gedanken, an der 32. Winter-Crosslaufserie Goldbach teilzunehmen.

P.S.: Für die Statistik: 32. von 139 Finishern, 25. von 103 Männern, 6. in der Altersklasse M30, Pace 4:24/km, Zeit im Ziel 00:44:02.

Projekt 52.2014.28: Leonce Peillard – Geschichte des U- Boot- Krieges 1939 – 1945

Die Geschichte des U- Boot- Krieges 1939 – 1945 habe ich aus irgendeinem Bücherschrank, allerdings weiß ich nicht mehr wo, vielleicht wars in Gütersloh, irgendwo in der Ecke jedenfalls auf einem Wochenende-Hopping-Trip. Das Buch war ein sehr feines Klobuch, weil die einzelnen Abschnitte meistens recht kurz sind, Klobuch ist ja durchaus nicht abwertend gemeint sondern bezieht sich nur auf die Struktur des Buches, die es angenehm zu lesen in kleinen Schritten macht. :)

WK II-Literatur habe ich früher, lange, lange her, relativ viel gelesen, gerade auch was U-Boote angeht, mittlerweile bin ich aber eigentlich vom rein militärischen eher auf den menschlichen Aspekt umgeschwenkt. Trotzdem ein gutes Buch mit nur einigen pathetischen Stellen, interessant ist es vor allem, weil es sich nicht auf die großen Nationen oder Ereignisse beschränkt – über den U-Boot-Einsatz im Schwarzen Meer wusste ich zum Beispiel bis zur Lektüre rein gar nichts. Gut zum schmökern, macht man nichts verkehrt mit, nur schade, dass man für die Anmerkungen immer blättern muss, Fußnoten wären mir da lieber gewesen, aber das war wohl auf Grund des zum Teil großen Umfangs der Anmerkungen nicht gut möglich gewesen.

FC Watford – FC Brentford 2:1 (1:0)

Some words may follow… ;)


Elfmeter zum 1:0 für Watford

Bilder

Vicarage Road unter Flutlicht, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Ecke Vicarage Road, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Rookery Stand

Rookery Stand

Rookery Stand

Rookery Stand

Graham Taylor Stand

Graham Taylor Stand

Vicarage Road Stand

Vicarage Road Stand

Watford FC Community Stand

Watford FC Community Stand

Watford FC Community Stand

Watford FC Community Stand

Gästefans auf dem Vicarage Road Stand

Gästefans auf dem Vicarage Road Stand

Mannschaften

Doppel-Huddle, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Vicarage Road Stand, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Watford FC Community Stand, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Watford FC Community Stand, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Elfmeter gepfiffen

Elfmeter gepfiffen

Elfmeter gepfiffen, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Kurz vor dem Elfmeter für Watford

Kurz vor dem Elfmeter für Watford

Aufregung mit Schiedsrichter, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Endstand, Vicarage Road, FC Watford - FC Brentford

Projekt 52.2014.27: Jacques Tardi – Grabenkrieg

Gleich die zweite Graphic Novel in kurzer Reihenfolge, aber mit deutlich anderem Inhalt als die vorherige: Jaceques Tardi verarbeitet in Grabenkrieg neben Kriegserlebnissen seines Großvaters zahlreiche andere Eindrücke des Ersten Weltkriegs. Beeindruckend ist das Quellenverzeichnis, das durchaus auch als Inspiration verstanden werden kann. Ein gutes Buch, in diesem Jahr natürlich sowieso angebracht.

Ein Ausschnitt aus Jacques Tardis "Grabenkrieg"

Ein Ausschnitt aus Jacques Tardis “Grabenkrieg”

Das beeindruckende Quellenverzeichnis

Das beeindruckende Quellenverzeichnis