FC Bayern München – Borussia Dortmund 0:3 (0:1)

Beseelt vom Amateure-Sieg gegen Schweinfurt (naja, leicht übertrieben, war sicherlich der Stimmung nicht abträglich, eigentlich aber egal) gings zum bedeutungslosen Gipfeltreffen gegen Dortmund. Die Karten wurden ja beantragt, als es so aussah, als würde es eventuell um die Meisterschaft, in der Tat ist die ja schon lange eingetütet, jetzt war die Karte aber da und wenigstens ein Heimspiel in der Bundesliga pro Runde kann man sich ja auch anschauen, fast 400 km Anreise hin oder her.

Sehe hätte man das Spiel allerdings nicht müssen, Dortmund war das Spiel wichtig, wohl eher wegen der Punkte als wegen des Prestiges, den Bayern wars eher egal, die Folge waren ein relativ schludriges Spiel, das typische Dortmunder Pressing fruchtete, ein schneller Einwurf brachte dem BVB ohne Probleme die Führung nach 20 Minuten. Von Bayern kam wenig nach vorne, der Ballbesitz war zwar da, damit war aber wenig anzufangen, meistens gerieten die Bayern auch in lokale Unterzahlsituationen, aus denen sich schwerlich was positives machen lässt.

Noch guter Dinge, Allianz-Arena,  FC Bayern München - Borussia Dortmund

Nach der Pause war das Spiel dann ganz schnell gelaufen, zwei Tore in sieben Minuten, die BVB-Spieler werden sich gewundert haben, wie leicht das war. Ist jetzt allerdings nichts neues, dass der BVB den FCB immer wieder vor Probleme stellt, in der jetzigen Situation ist mir das auch relativ wumpe, in der Presse war der Abgesang auf die Bayern ja schon vor dem Spiel am laufen, mühsam und glücklich gegen United in die nächste Runde gestolpert, in der Bundesliga vorher ein Unentschieden und eine Niederlage, wo soll das noch hinführen? Nach der Niederlage gegen den BVB gings noch mehr in diese Richtung und ich kann es prinzipiell verstehen, wenn man in diesem “Prestige-Duell”, warum auch immer das eins gewesen sein soll, von Bayern mehr erwartet, aber in einem Spiel, in dem es halt um gar nichts mehr geht fällt es verständlicherweise schwer, sich auf den Punkt zu konzentrieren. Nachdem wir in der CL von dieser Partie zum Glück verschont bleiben gibt es, so der FC Kaiserslautern nicht in München gewinnt, diese Partie dann trotzdem zum 4. Mal in dieser Saison, eine Packung wie vor zwei Jahren brauche ich dann allerdings nicht nochmal. Wobei, das wichtigste Spiel der letzten Jahre gegen Dortmund haben wir gewonnen, also was solls. Und sollte die Mannschaft das unfassbare wahr machen und am Ende den Henkelpott verteidigen, dann kann sie von mir aus bis dahin alle anderen Spiele verlieren. :)

FC Bayern München II – 1. FC Schweinfurt 05 2:1 (1:0)

Fast auf den Tag genau 4 Jahre nach meinem letzten Double Header mit Amateuern und erste Mannschaft in München, als die Amateure mittags gegen Burghausen und die erste Mannschaft abends gegen Hannover spielte, gabs mal wieder die Gelegenheit sowohl die kleinen als auch die großen Bayern zu sehen, erstere gegen Schweinfurt, letztere gegen Dortmund. Ab Stuttgart war das damals komfortabler, Anreise ab AB via Stuttgart bedeutete Abfahrt so gegen 07:30, um kurz nach 10:00 war ich dann schon mit Flo in Schorndorf bei Kartengott Claus und weiter gings nach München. Die befürchtete Osterreisewelle war zu der Zeit noch nicht wirklich ein Thema, dass wir über Aalen fuhren war aber eh besser, am Albaufstieg gabs laut Verkehrsfunk schon früh Stau. Problematisch wurde für uns dann die B2R, von der A96 kommend war mal fett Stau, war auf dem Weg zum A-Jugendspiel FCB – Man City genauso gewesen, nur weniger schlimm. Irgendwann waren wir dann trotzdem da, parkten unter der Candidstraße und machten uns auf den Weg zum Stadion. Ein Lob gibts von mir für die Polizei, die auf dem Weg die Candidstraße hoch gerade die Schweinfurter aus dem Bus entließt und uns – Flo im Trikot, Claus auch, aber unterm Pulli – bat, doch bitte kurz zu warten oder die Straßenseite zu wechseln – sehr aufmerksam! Schnell ein Ticket gewichtelt und rein, als ich nach der Platzsuche gleich zum Imbiss ging kam Kollege Flopsi vorbei, der auch zum Double Header in München war, sehr schön.

Blick von der Haupttribüne, Stadion an der Grünwalder Straße, FC Bayern München II - 1. FC Schweinfurt 05

Im schönsten Sonnenschein saßen wir auf der Tribüne und schauten uns mal an was passierte, das war allerdings nicht sonderlich viel. Friesenbichler mit dem frühen 1:0, ansonsten wenig Strafraumszenen. Nachdem ich die ganze Halbzeitpause fürs Becher abgeben angestanden hatte gings auf einen Plausch zu Flopsi auf die andere Seite der Tribüne, ehe ich pünktlich zum Schweinfurter 1:1 wieder zurück war. Schöner Strahl, das 1:1, allerdings auch die erste Chance der Schweinfurter, wenn ich mich recht erinnere. Für Schweinfurt wars relativ glücklich und es hätte fast auch einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gegeben, am Ende erzielte aber Tobias Schweinsteiger “Bruder von Fußballgott” den nicht unverdienten Siegtreffer in der 90. Minute, ein Sieg eingefahren, so konnte es weiter gehen.

Den Weg zur Allianz-Arena finde ich mittlerweile immerhin auch ohne Navi finden, der nächste Double Header mit den Amateuren kann kommen. :)

Eintrittskarte Front, FC Bayern München II - 1. FC Schweinfurt 05

Eintrittskarte Back, FC Bayern München II - 1. FC Schweinfurt 05

FC Bayern München – Manchester United 3:1 (0:0)

Kartengott Claus war mal wieder der einzige mit Zusagen für das CL-Viertelfinal-Heimspiel, zum Glück fiel auch eine Karte für mich ab, auch wenn mir das Spiel zeitlich eigentlich nicht so in den Kram passte, denn für meinen zweiten Vorlesungstermin am Donnerstag waren die Folien noch nicht fertig. Mittwoch früh bis mittag stand also die Verfeinerung selbiger Folien an, ehe es nach Stuttgart ging, auf der Fahrt vom Aichelberg nach München konnte ich dann noch ein bisschen nachlesen, immerhin war die Fahrzeit so also nicht komplett verschwendet. Die Anfahrt erwies sich entgegen akuter Befürchtungen als problemlos, Flo und ich fanden uns pünktlich auf unserem Platz am Rande der Südkurve ein, Block 117, das hieß gute Sicht am Tornetz vorbei aufs Spielfeld und für uns des weiteren einen Platz ganz rechts am Zaun, der die unsere 35 €-Plätze von den 100 €-Plätzen der Kategorie 1 trennte. Flo und ich ergänzen uns meistens ganz gut was das Stimmung machen angeht, so auch am Mittwoch, die Kategorie 1-Zahler bekamen also was geboten, den anfänglichen Blicken nach kam ich aber fast ein bisschen wie im Zoo vor, allerdings hinter der Scheibe. ;)

Meine Befürchtung, dass Manchester genau so spielen würde wie im Hinspiel, war berechtigt gewesen, United wie damals nur hinten drin, Bayern zwar mit viel Ballbesitz und Spielkontrolle, aber ohne große Abschlussmöglichkeiten, die gefühlt größte Chance hatten wohl sogar die Gäste, als die Bayern-Abwehr mal schnell ausgespielt wurde, Rooneys trödeln beim Abschluss verhinderte aber schlimmeres, ein früher Rückstand wäre wohl sehr problematisch geworden.

Ausgerechnet Evra, der sich in der ersten Hälfte völlig unsportlich benommen hatte, als er nach einem Zweikampf liegen blieb und aua aua andeutete, nachdem der Schiedsrichter kam aber plötzlich gesund war und – immmer noch sitzend – auf den Schiedsrichter einredete, musste 10 Minuten nach Wiederanpfiff das 0:1 erzielen, zugegeben mit einem satten Strahl bei dem Neuer keine Chance hatte. Mein erster Gedanke war eigentlich, dass es das wohl war, Schande über mich, direkt im Gegenzug erzielte Mandzukic das 1:1 und das Spiel war wieder auf Null, allerdings bedeutete ja ein Tor von Manchester dass wir zwei gebraucht hätten. Wiederum Rooney vergab die große Chance auf das 1:2, als er in der 62., nur 3 Minuten nach dem 1:1, eine Flanke nicht richtig traf, das hätte durchaus ein entscheidender Treffer sein können. Statt United gingen dann aber die Bayern in Front, Müller mal wieder mit einem dieser Tore, die eben nur Müller macht. Robbens 3:1 kurz danach brach den Engländern das Genick, auch die kurz vor dem 3:1 eingewechselte kleine Erbse konnte nichts mehr machen.

Puh, mal wieder ein Krimi und ein geiler Abend, die Stimmung war gut. Initial wollte ich sagen “sehr schöne auch die Choreo in der Südkurve über alle drei Ränge”, auch wenn wir die von unserem Platz aus nicht so gut sehen konnten, was mir allerdings entgangen war, ist wie schön die Sache mit dem Konfetti in Wirklichkeit aussah, das hatte ich gar nicht gesehen. Super, super Choreo, um es mit Peps Worten zu sagen:

Hier zum Vergleich noch ein Video vom Konfetti-Teil der Choreo, aufgenommen von unserem Platz im Block 117:

FC Bayern Alzenau – SV Darmstadt 98 0:3 (0:1)

Alzenau ist irgendwie seltsam, ich weiß nie genau, wie das Stadion eigentlich heißt oder wo da genau gespielt wird. Den Rothen Strauch gibts wohl nicht mehr, den kenne ich allerdings auch nur vom Namen, anscheinend gilt der Platz, auf dem das Hessenpokal-Halbfinale gegen Darmstadt ausgetragen wurde, als Nebenplatz vom Städtischen Stadion, wobei ich nicht weiß, warum man bei so einem Spiel nicht auf den Hauptplatz geht. Wie auch immer, wo das erste Spiel, dass ich 2006 am Prischoß sah, stattfand, weiß ich gar nicht mehr, als ich bei meinem zweiten Besuch mit den (Stuttgarter) Kickers zu Gast war, wurde jedenfalls auf dem Hauptplatz gespielt. Der Nebenplatz hat immerhin auch eine kleine Stahlrohrtribüne auf der Längsseite und auf der anderen Seite einen kleinen Block mit Stufen, die Hintertorseiten sind, was die Tribünen angeht, gänzlich unbebaut. Schmale 504 Zuschauer hatten den Weg nach Alzenau gefunden, relativ enttäuschend, vor allem von Darmstädter Seite hatte ich mir da mehr erwartet, Stimmung kam von den Gästen keine, die Gastgeber hatten immerhin zwei Trommel aufgeboten.

Die Alzenauer um Spielertrainer Jochen Seitz zeigten eine gute Leistung und hätten auch in Führung gehen können, allerdings sorgte eine dummes Foul von Alzenaus Fritscher am Darmstädter Kapitän Elton da Costa für einen Elfmeter, den der Gefoulte selbst verwandelte. Der Schiedsrichterpfiff zum Elfmeter war etwas komisch, denn als Fritscher den Ball spielen wollte, selbigen verpasste und nur da Costa traf, blieb die Pfeife stumm, erst als da Costa sich den Bauch hielt und zu Boden sank ertönte der Pfiff – entweder sofort oder gar nicht würde ich sagen, berechtigt war er aber leider alle mal, da Costa verwandelte souverän ins linke Eck. Alzenau steckte nach dem Tor aber nicht auf, nach gut einer Stunde ergab sich die große Chance zum Ausgleich, ebenfalls durch einen Strafstoß, Koukalias schoss aber schwach und Salfeld im Kasten der Lilien hatte kein Problem den Schuss zu halten. Damit war den Alzenauern so ein bisschen der Zahn gezogen, Darmstadt spielte sich noch zwei Tore innerhalb von fünf Minuten raus und zog damit ins Finale des Hessenpokals ein. Da der OFC im anderen Halbfinale den SV Wehen schlug, hat Alzenau jetzt leider keine Chance mehr auf einen Start im DFB-Pokal

Achso, ein interessantes Erlebnis hatte ich noch: an der Eckfahne der Stahlrohrtribüne stand ein Kerl, den ich schon im vorbei laufen – ich war auf dem Weg zum Kiosk, weil es am anderen Ende am Vereinsheim keine Brötchen mehr gab – Englisch sprechen hörte. Initial hatte ich mir nicht viel dabei gedacht, in der zweiten Halbzeit stand ich dann nur ein paar Meter von ihm entfernt und konnte ihn die ganze Zeit Kommentare geben hören, relativ schnell war auch das Grundmuster klar: “(Home|Away) (Safe|Attack|Danger)”, je nachdem wo der Ball gerade war und wer in Ballbesitz war, dazu natürlich Torschüsse, Einwürfe, Auswechslungen etc. Dass das irgendwas mit Sportwetten zu tun haben muss, war eigentlich eh klar, wenn man sich mal ein bisschen im Internet umschaut, findet man dort auch ein Dokument mit Richtlinien für “Match Reporter” (R​T​S​ ​-​ ​F​o​o​t​b​a​l​l​ ​M​R​ ​G​u​i​l​d​e​l​i​n​e​s​ ​v​2​.​5​0). In einem polnischen Forum habe ich dazu auch etwas gefunden:

So, I have had my first game reporting done. It was fun. I’m going to get paid in a matter of days, they say. So they called me one hour before the game and then shortly before the game.
I had to yell to the phone all the time SAFE, SAFE, SAFE (ball in midfileld) or HOME (AWAY) DANGER, HOME DANGER, HOME DANGER ( ball is close to the penalty area). I had to also report every yellow card, red card, free kick and corner kick and answer some questions about the game in general. Well it was worth it! I kind of had to focus and coudn’t talk to friends during the game but overall reporting didn’t take much of enjoying the game. It could even add to it if you warm up to it. I had 2 goals!!! AWAY DANGER AWAY DANGER AWAY DANGER > AWAY GOAAAAL < AWAY GOAAAAL < HOME ZERO AWAY 1 !!!! :)
10 min before game was over they hang up on me and then called me again to confirm the score shortly after the game. I think it is because live betting is over 10 min. before end of game. I had also 10 min break in between halfs. Well, I'm doing next game this saturday. .... As for new Pogon, well they didn't exist in first half and were playing against Groclin 2 team.
(Quelle: www.polishsoccer.com)

Bilder

Stadionpanorama I

Stadionpanorama I

Stadionpanorama II

Stadionpanorama II

Stadionpanorama III

Stadionpanorama III

Mannschaften

Mannschaften

How to shoot a penalty (Elton da Costa, 0:1 Darmstadt)

How to shoot a penalty (Elton da Costa, 0:1 Darmstadt)

Blick von hintertors

Blick von hintertors

Dirk Schuster ohne kurze Hose?!

Dirk Schuster ohne kurze Hose?!

So jung und schon so verdorben

So jung und schon so verdorben

How not to take a penalty

How not to take a penalty

Alzenauer Trommler

Alzenauer Trommler

Endstand

Endstand

19. Schlappeseppel Marktplatzlauf

Alleine vom Namen her ist der Schlappeseppel Marktplatzlauf in Großostheim eigentlich ein Muss, auch wenn ich ja nicht so der Eventläufer bin, mein letztes Laufereignis war der Stuttgart-Lauf vor 2 Jahren. Nachdem ich aber dieses Jahr schon die magische 4:30/km unterboten hatte, war es an der Zeit, das auch mal offiziell zu tun. Dass es dafür einen Stempel fürs Bonusheft der Krankenkasse gibt war der Motivation natürlich nicht abträglich, mal sehen ob ich dieses Jahr auf die Maximalgutschrift kommen kann. ;)

Die Vorbereitung auf den Lauftag war eigentlich nicht optimal, am Samstag eine Woche vorher waren wir mit den Alten Herren in Kleinostheim kicken (unglückliche 0:1-Niederlage in einem Spiel das keinen Sieger verdient hatte), am Dienstag war ich im Training und wie so oft merkte ich das die Tage danach noch recht deutlich, das ist beim Laufen weniger ausgeprägt. Ich weiß nicht obs die Adduktoren sind, meistens irgendwas im inneren Oberschenkelbereich ist jedenfalls nicht so fein. Die Woche über war sonst drei Mal schwimmen angesagt, das ist eigentlich immer recht regenerativ, insofern fühlte ich mich am Samstag morgen relativ fit, auch wenn die Beine etwas schwer waren und die Nacht selbstverschuldet wieder mal zu kurz.

Der Samstag selbst war dann eigentlich relativ ausgebucht, morgens war Müllsammeleinsatz um den Silbersee mit dem Segelverein, Aktion “saubere Flur”, das gibts wohl ein Mal im Jahr, organisiert vom Landkreis. Danach gabs zur Belohnung ein kleines Vesper am Bauhof, ehe das Heimspiel der Viktoria gegen Seligenporten auf dem Plan stand. Ursprünglich hatte ich mich um eine Stunde verrechnet und dachte erst es wird arg knapp mit dem Lauf, aber Spiel bis (nominell) 15:45 und Laufstart um 17:15 waren dann doch so entspannt, dass ich mich bequem im Bachgaustadion umziehen und noch ein paar Runden auf der Tartanbahn drehen konnte, ehe ich mich auf den Weg zum Start machte. Der 6 km-Hobbylauf war da noch im Gange und während ich zum Start lief keuchten die letzten Läufer den Anstieg zum Marktplatz noch. Nochmal schnell Pippi machen, die allerletzten Hobbyläufer noch ins Ziel geklatscht und dann gings an die Startlinie. Ich hatte mir die Ergebnisse vom Vorjahr angeschaut und wollte im wesentlichen die 45 Minuten unterlaufen, optimal auch unter der letzten Bestzeit von 44:36 (Pace 4:27/km). Vordere Plätze sind für mich bei solchen Veranstaltungen ja leider utopisch, in der M30 Altersklassen schien aber zumindest ein Platz unter den Top Ten mögich, im vorherigen Jahr reichte dazu eine 44:06, also im Rahmen.

Ich stellte mich relativ weit vorne auf, allerdings nicht ganz an der Spitze und rechnete eigentlich damit, dass es relativ lange dauern würde, bis sich das Feld sortiert hat, allerdings war das nach der ersten Kurve eigentlich schon der Fall, 204 Starter sind dann halt doch eine überschaubare Zahl, selbst in den engen Gassen von Großostheim. Vom Marktplatz aus ging es, am Ende insgesamt 5 Mal, erst mal runter, dann gleich links ab und über einen kleinen Anstieg zurück zum Martkplatz, via Kanzleistraße und Haarstraße nach Norden, dann auf die Grabenstraße nach links und im Bogen via Spitzem Turm, Turmstraße und Breite Straße zurück zum Marktplatz.

Vom Tempo her wollte ich es nicht zu schnell angehen lassen, vor allem da ich die Strecke ja nicht kannte, nach der ersten Runde kam ich bei 8:43 Minuten wieder im Ziel vorbei, kurz nachgerechnet, 5 * 17 Sekunden, 95 Sekunden vor 45 Minuten, das würde ja passen, Tempo halten war also die Devise. In den engen Gassen ist der GPS-Empfang teilweise etwas schwierig, über die Start-Ziel-Uhr war aber immerhin die grobe Zeit alle 2 Kilometer drin, die Uhr pendelte sich irgendwann bei 4:25/km ein, auch okay. Langsam aber stetig überholte ich einige Läufer und bekam keine größeren Probleme, auch wenn die Beine etwas merkte, so ganz taufrisch war ich nicht. Auf der letzten Runde konnte ich mich sogar noch kurz mit einem anderen Läufer unterhalten, dem ich 10 Sekunden Karma-Bonus fürs Abklatschen mit den jungen Zuschauern an der Strecke anbot. ;) Ebenfalls witzig dass Steffen, einer von den Alten Herren, kurz nach dem Marktplatz wohnte und ordentlich im Fenster lümmelte während ich mehrfach vorbei lief. Vom Spitzen Turm abwärts gab ich schon ein bisschen Gas, den Endspurt zog ich dann an der Kreuzung Breite Straße / Turmstraße an, das waren so die letzten 250 Meter und die ging es auch leicht bergauf. Obwohl ich kein ausgewiesener Schlussspurtläufer bin konnte ich es da nochmal ganz gut laufen lassen, am Ende stand für die letzten zwei Kilometer eine Pace von ungefähr 4:05/km und auf der großen Uhr am Ende eine 42:56, happy happy, joy joy!


Sag es mit Ren & Stimpy :)

130 Sekunden also vor meiner aktuellen Bestzeit, Pace von 4:18/km, 51. von 204 Finishern und 10. in der M30, also alles was ich mir vorgestellt hatte und noch mehr, das “schlechte Wetter” – bewölkt und eher kühl – hat sicherlich geholfen. Eine 4:00/km-Pace ist noch weit weg, aber scheint nicht mehr ganz so utopisch wie nach dem vorherigen 10 km-Lauf am Main, bei dem ich am Ende fast gestorben wäre. ;) Dass ich letztens so zwischen 2 und 4 Kilo abgenommen habe schadet sicherlich auch nicht, auch wenn rein rechnerisch der Einfluss ja relativ gering ist. Dieses Jahr gehts vielleicht mal wieder zum Hypo City Lauf, wie immer ungünstig am Freitag Abend vor dem Pokalfinale gelegen, aber letztes Jahr sind wir ja auch erst am Samstag früh angereist. Davon abgesehen liebäugele ich nach wie vor mit dem Stuttgart-Lauf und dem Versuch einer neuen Bestzeit mit Schnaps-Pace 4:44/km. Und eventuell wäre auch dieser “Cordenka Laufcup”, bei dem Wert den ich auf solche Veranstaltungen lege ist es aber fraglich, ob ich fünf Teilnahmen schaffe, allerdings gibt es noch 10 von 12 Möglichkeiten und der Marktplatzlauf war schon eine der ersten beiden Läufe.

Viktoria Aschaffenburg – SV Seligenporten 0:1 (0:0)

Zwischen Flursäuberung in Niedernberg am Morgen und dem Schlappeseppel Marktplatzlauf am frühen Abend war gerade Zeit für das Heimspiel der Viktoria gegen den SV Seligenporten. 422 Zuschauer bedeuteten wenig Andrang und viel Platz auf dem Parkplatz und den Tribünen, sicherlich war das ein bisschen auch dem Wetter geschuldet, denn gegen zwölf hatte es wie aus Eimern gegossen, danach blieb es aber zum Glück trocken.

422 Zuschauer insgesamt, die Gegentribüne dementsprechend leer

422 Zuschauer insgesamt, die Gegentribüne dementsprechend leer

Gegen Seligenporten, in der Tabelle deutlich besser platziert als die Viktoria und damit quasi im Niemandsland zwischen Aufstiegsrelegation und Abstiegsplätzen, zeigte die Viktoria zwar eine sehr bemühte Leistung, am Ende wars aber einfach wieder zu wenig. Dass es lange 0:0 stand war dem Sturm auf beiden Seiten geschuldet, Viktoria-Keeper Steigerwald trug auch mal wieder seinen Teil dazu bei, dass zumindest hinten die Null stand. Mit einer etwas besseren Leistung in der Offensive, vor allem in der zweiten Halbzeit, wäre die Viktoria in Führung gegangen, ein spätes Gegentor führte dann aber zu 0 Punkten am Schönbusch. Nach dem 0:1 gabs auch noch einen Elfmeter für die Gäste auf der Gegenseite, ich kann also wenig dazu sagen, sah aber berechtigt aus, den Steigerwald hielt, woraufhin er mit geballten Fäusten auf den Schiedsrichter zustürmte – Resultat war eine glatt Rote Karte, man sieht die Aktion im Video nur am Rande, die Reaktionen der Fans auf der Hintertortribüne hört man dafür umso besser. ;)

[youtbe _ojVFPV2sHU]

Nach einer zwischenzeitlichen Hochphase wirds für die Viktoria jetzt wieder schwer, mehr als die Relegationsplätze (3 Punkte Rückstand) scheint eh nicht mehr drin zun bei 7 Punkten Rückstand auf einen direkten Nichtabstiegsplatz. In den letzten acht Spielen geht es unter anderem nach Illertissen (2.), Augsburg (3.), Heimstetten (16.) und gegen 1860 II (4.), daheim stehen Memmingen (11.), Rosenheim (14.), Würzburg (12.) und Schalding-Heinig (13.) auf dem Programm. Das schreit nach einem Pflichtsieg in Heimstetten, gegen die Teams auf den Plätzen 2 bis 4 erwarte ich keine Punkte. Das ist aber eh alles Makulatur, wenn daheim – bisher 1 Sieg aus 14 Spielen! – nicht mal Punkte eingefahren werden. Es bleibt also zumindest auf dem Papier spannend, rechnet man allerdings die bisherige Punktausbeute auf die 36 Spieltage der ganzen Saison um, dann stehen am Ende 27 Punkte zu Buche, welche für einen Relegationsplatz nicht reichen werden. Das nächste Heimspiel gegen Memmingen findet am Ostersamstag statt, da bin ich mal wieder in England, das nächste Heimspiel darauf gegen Rosenheim am Tag vor dem 1. Mai werde ich aber aller Voraussicht nach besuchen, mal sehen was bis dahin alles passiert sein wird.

Yes