FC Bayern München – Hamburger SV 5:0 (1:0)

Während es für mich auch diese Saison bisher nur Absagen hagelt ist Kartengott Claus zum Glück weiterhin gut dabei und versorgt mich armen Habenichts mit Eintrittskarten. Auch wenn ich meistens ablehne(n muss), was zum Beispiel letztes Jahr dazu führte, dass ich erst im Februar das erste Heimspiel besuchte, das Eröffnungsspiel war dann doch zu verlockend, zeitlich auch gerade passend am Freitag, denn Sonntag ging es ja auf den Nicht-Ararat in die Türkei, ein Samstagsspiel, am Ende noch 18:30, wäre da keine Option gewesen. Ab Schorndorf ging es zu dritt, Mike war noch dabei, nach München, wo wir noch auf Flo trafen, der es sich bereits im Oberrang bequem gemacht hatte.

Gegen den HSV hatten die Ergebnisse zuhause in der Vergangenheit ja immer gestimmt, beim Saisonauftakt weiß man aber ja nie so genau was einen erwartet. Der HSV stand erwartungsgemäß tief, bei Ballbesitz der Bayern, was meist der Fall war, im 4-5-1-System, Neuer oft der einzige Mann in der bayerischen Hälfte. Hätte Bayern nicht nach zwei leichtfertig verspielten Pässen jeweils taktisch gefoult und Gelb gezogen, wäre der HSV in den ersten zwanzig Minuten vielleicht ein Mal frei vor Neuer aufgetaucht, zum Glück wurden diese Unkonzentriertheiten danach abgestellt. Bis zur Pause war die Ausbeute an Torchancen aber überschaubar, Benatias 1:0 nach einer Ecke erleichterte mich jedenfalls ungemein, denn damit war die HSV-Mauer-Taktik maximal noch zur Schadensbegrenzung geeignet.

Die zweite Halbzeit war dann dementsprechend schöner anzuschauen und sorgte für die Bayern-Tore 2 bis 5, ein Sternchen hat sich dabei auf jeden Fall Douglas Costa verdient, eine Vorlage und ein Tor, fügt sich sehr gut ein, bei seinem Treffer hatte er Glück, dass ein Zweikampf zwischen Ostrzolek und Rafinha vorher nicht als Foul gegen Bayern gepfiffen wurde, den Schuss setzte er schön ins lange Ecke. So ist das halt, hätte Ostrzolek weiter gespielt, hätte er den Pass von Rafinha vielleicht verhindert, er entschied aber lieber auf am Ende erfolgloses reklamieren. Ich sag ja immer, einfach weiterspielen, wenn der Pfiff kommt, gut, wenn nicht, steht man halt nicht so blöd da, aber auf mich hört ja keiner. 😉 Eine ähnlich dämliche Aktion gab es an der Auslinie, als irgendein Hamburger den sterbenden Schwan gab, um eine Karte zu provozieren, war dann nach kurzer “Behandlung” draußen natürlich alles gar nicht so schlimm.

Super Stimmung, tolles Ergebnis, so kann ein Saisonstart gerne laufen. Auch wenn der HSV sicher kein Gegner auf Augenhöhe ist, die Zahlen beeindrucken mal wieder: 772 gespielte Pässe, Chancenverhältnis 16:0 , Ballbesitz 90%:64%. Costa ist sicher eine sehr gute Verstärkung des Kaders, ebenso Vidal, wobei mir der im Spiel nicht so aufgefallen ist, was aber wohl daran liegt, dass ich mir mit der Bewertung eher defensiverer Spieler immer etwas schwer tue – 120 von 126 Pässen angekommen, überdurchshnittliche Zweikampfquote, Laufleistung 11 Kilometer, Topwerte!

Nach dem Spiel ging es den üblichen Weg zurück nach Schorndorf, dass es teilweise regnete, war unschön, aber kein Vergleich zur Hinfahrt, auf der am hellen Tag die Sicht auf Grund des starken Regens teilweise fast null war. Nach einer Nachtruhe in Schorndorf ging es dann zeitig zurück in die Heimat, sicherlich die bessere Routenwahl im Vergleich zu einer Direktfahrt ab Aschaffenburg.

P.S.: Beim Kicker finde ich den Unterschied zwischen Spieldaten (Torschüsse 23:5) und Spielinfo (Chancenverhältnis 16:0) irgendwie ungeschickt. Ich vermute mal das erste sind die Schüsse und das zweite die Schüsse aufs Tor (Shots on Goal), da ist die Wortwahl aber zumindest ungeschickt, wenn nicht irreführend.

Bilder

Neues Rotlicht im Oberrang

Neues Rotlicht im Oberrang

Vorspiel

Vorspiel

Mannschaften

Mannschaften

So offensiv war Hamburg selten

So offensiv war Hamburg selten

Meistens sah es so aus

Meistens sah es so aus

Der sterbende Schwan

Der sterbende Schwan

Ostrzolek reklamiert nach dem 5:0

Ostrzolek reklamiert nach dem 5:0

Endstand

Endstand

Viktoria Aschaffenburg – FC Amberg 1:1 (0:0)

Den schlechtesten Saisonauftakt seit langem habe ich diese Jahr hingelegt, konsequenter Verweigerung von Testspielen und Supercup sei Dank. Auch ohne mich konnte der FC Bayern beim Supercup nicht gewinnen, war vom Spiel her aber deutlich besser als das Jahr zuvor in Dortmund. Den Saisonauftakt bildete für mich dann das zweite Heimspiel der Viktoria, beim ersten war ich leider durch einen Vortrag bei der IHK verhindet. Zu Gast bei Kaiserwetter war Mitaufsteiger Amberg und ich fuhr mit dem Rad an den Schönbusch, die Beine etwas lockern vor dem sonntäglichen 32 km-Lauf… Bei Kaiserwetter fanden immerhin 1.271 Zuschauer den Weg ins Stadion, keine schlechte Zahl. Zu sehen gab es allerdings wenig, vor allem in der ersten Halbzeit war eher Graf Mager Küchenmeister, Amberg stand gut und konterte schnell, die Viktoria hatte wenig Zug zum Tor.

Nach Halbzeitrindswurst und einer weiteren Apfelschorle bot auch Halbzeit zwei nur wenige Torszenen, turbulent wurde es nur gegen Ende, auch wenn sich am Unentschieden schlussendlich nichts ändern sollte: nach einem Freistoß drückte Ambergs Plänitz den Ball am langen Pfosten ins Tor, gerade zwei Minuten später verwandelte Alban Lekaj eine Freistoß direkt herrlich in den Winkel zum Auslgeich. Die Viktoria hatte dann sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, das Unentschieden geht aber in Ordnung, vor allem weil man ja kurz vor Schluss erst in Rückstand geraten war.

Mal sehen wann es das nächste Mal was wird mit dem Schönbusch-Stadion und mir, eventuell am 11. September, wenn ich dann schon wieder aus Frankreich zurück bin, ansonsten habe ich mir mal den 26. September und damit den Besuch der kleinen Bayern vorgemerkt.

8. Oscheffer TSG-Lauf

Vergangenes Jahr stand eine Woche vor dem Oscheffer TSG-Lauf der Rotary-Benefizlauf um den Mainparksee an und ich erinnere mich an eine recht derbe Hitzeschlacht. Dieses Jahr kam ich drumherum, weil der Lauf nicht Teil es Laufcups ist, mitlaufen hätte ich aber natürlich trotzdem können, an einem über 35 °C warmen Freitag aber Abends wieder um den Mainparksee laufen, nein danke.

Der letztjährige TSG-Lauf war eingebettet in ein anstrengendes Rahmenprogramm – Freitag Probevortrag für die Verteidigung in Ulm, Samstag theoretische SKS-Prüfung bei Würzburg – dieses Jahr war das viel entspannter, trotz allem war ich wieder recht kurzentschlossen und meldete mich erst am Freitag, als ich mit Thomas endlich mal den Ben & Jerry’s Core kennen lernte, zum Lauf an. Am Sonntag packte ich dann Mama K. ein und holte Thomas ab und wir parkten wieder am Netto in Mainaschaff. Bei der Startnummernausgabe war ich leicht enttäuscht, ich hatte extra lange gewartet um mich als 111. anzumelden, ich bekam aber die Startnummer 46, buh! Nachdem ich letztens in Schaafheim den Start eine halbe Stunde früher vermutet hatte als er tatsächlich war ging es dieses Mal anders rum, ohne Thomas, der mich auf den baldigen Start hinwies, hätte ich selbigen schön verpasst, so ging es flotten Schritts gerade noch rechtzeitig an die Startlinie und weil ich von vorne kam auch in die erste Startreihe, leider so weit an der Seite, dass ich nicht auf dem Foto in der Zeitung war, aber immerhin bin ich auf dem Titelbild der Laufseite und damit vielleicht auch nächstes Jahr auch auf der Startnummer. 😉

Dr. K. auf dem Titelbild von TSG-Mainaschaff.de und nächstes Jahr vielleicht auch auf der Startnummer

Dr. K. auf dem Titelbild von TSG-Mainaschaff.de und nächstes Jahr vielleicht auch auf der Startnummer

Da ich schon mal so weit vorne stand bemühte ich mich auch, dort zu bleiben und heftete mich an eine kleine Gruppe, die sehr ordentlich Tempo machte. Über die 5 Mal 2 Kilometer fiel die Gruppe dann auseinander, ich weiß gar nicht mehr wer am Ende noch vor und wer hinter mir war, vermutlich hatte ich aber etwas zu schnell gestartet und auf Runde 3 und 4 musste ich dafür etwas Tribut zollen, immerhin legte ich am Ende nochmal zu. Am Ende stand die Uhr bei 42:54 Minuten, schmale 2 Sekunden vor meiner bisherigen Bestzeit vom 19. Schlappeseppel Marktplatzlauf 2014, bei allerdings identischer Pace von 4:18/km, dafür dass ich nicht mit so einer guten Zeit gerechnet habe allerdings sowieso okay, ist nicht so dass ich die 10 Kilometer verlässlich unter 45:00 laufen kann. Bei dediziertem Tempotraining, diese Saison aber erst nach dem New York-Marathon, ist vielleicht noch ein bisschen was auf die “Kurzstrecke” drin.

Vielen Dank auf jeden Fall an die nette Begleitung, also an Mama K. und vor allem auch an Thomas, der ein paar schöne Fotos von mir geschossen hat – so ein exklusiver Fotograf ist schon was, mal sehen wann ich ihn das nächste Mal buchen kann. :)

P.S.: Für die Statistik: 23. von 131 Finishern, 23. von 97 Männern, 23. von 131 Läufern, 8. von 19 in der Altersklasse M35 – letztes Jahr war ich mit einer 44:43 17. Gesamt (80 Männer, 109 insgesamt) und sogar 3. in der Altersklasse…

P.P.S: Meine Durchgangszeiten:

  • 4:08/km
  • 4:11/km
  • 4:25/km
  • 4:28/km
  • 4:18/km

Bilder

Startnummer 46, buh

Startnummer 46, buh

Laufbereit, die Friese sitzt nicht.

Laufbereit, die Friese sitzt nicht.

Huhu, hier bin ich!

Huhu, hier bin ich!

Kurz vor dem Start

Kurz vor dem Start

Und los gehts

Und los gehts

Wasserstelle an der Maintalhalle

Wasserstelle an der Maintalhalle

Ende der 1. Runde

Ende der 1. Runde

Gut gesichert, 8. Oscheffer TSG-Lauf 2015

Ende der 2. Runde

Ende der 2. Runde

Ende 3. Runde

Ende 3. Runde

Ende 4. Runde - auf zur letzten Runde

Ende 4. Runde – auf zur letzten Runde

Ins Ziel gebissen

Ins Ziel gebissen

Zielverpflegung, 8. Oscheffer TSG-Lauf 2015

Räuberpistolen erzählen nach dem Lauf - "soo anstrengend war das"

Räuberpistolen erzählen nach dem Lauf – “soo anstrengend war das”

Frisch geduscht ein Traum in Orange

Frisch geduscht ein Traum in Orange

Ergebnisliste, 8. Oscheffer TSG-Lauf 2015

Ein Jahr Dr. K.

Heute vor einem Jahr gab es den (vorerst) letzten Commit in der Versionskontrolle für die Doktorarbeit, am gleichen Tag war damals auch die mündliche Prüfung; während ich heute Abend ein unsägliches Intervalltraining gemacht habe und mir nach einer Apfelschorle gerade ein paar Stücke Melone und einen Quark mit Früchten gegönnt habe gab es letztes Jahr zu dieser Zeit Champagner und eine leckere Grillerei bei den Hérengers. Ansonsten habe ich es zwar geschafft die Arbeit abzugeben, für ein paar Exemplare für die Familie hat aber bisher die Zeit gefehlt *hust*. 😉

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Zum Glück bin ich ja großer Calvin & Hobbes-Fan und habe ich mich natürlich an deren Weisheit orientiert, das sollte mich auch vor etwaigen Plagiatsvorwürfen schützen. 😉

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. - oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. – oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

Projekt 52.2015.22: Christoph Ransmayr – Die Schrecken des Eises und der Finsternis. SZ-Bibliothek Band 84

Leicht paradox, bei der aktuellen Hitzewelle ein Buch mit dem Titel Die Schrecken des Eises und der Finsternis zu lesen? Irgendwie schon, wobei sich da nur wieder mal zeigt, in welch schmalem Band an Temperatur sich der Mensch überhaupt aufhalten kann. Während wir es hierzulande mit Temperaturen am oberen Ende des erträglichen zu tun haben handelt Christoph Ransmayrs Die Schrecken des Eises und der Finsternis logischerweise vom anderen Ende der Temperaturskala, an dem der Mensch der Kälte trotzt. Die Schrecken ist eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion, deren Kern die österreichisch-ungarische Payer-Weyprecht-Expedition von 1872 bis 1874 bildet, die Expedition führte zur Entdeckung des nördlichsten Teils Eurasiens, des Franz-Joseph-Land. Der fiktive Teil besteht darin, dass der Erzähler die Geschichte von Joseph Mazzinis, einem Italiener aus Wien, nacherzählt, der den Weg der Payer-Weyprecht-Expedition verfolgte und schließlich auf Spitzbergen verschwand.

Die Schrecken hat einen sehr schönen Stil, der sich angenehm lesen lässt, auch die Verknüpfung von Fakten und Fiktion gelingt Ransmayr nahtlos, wenn sich die Geschichte um den Erzähler und um Mazzini abwechselt mit Zitaten aus den historischen Berichten der Expedition. Die Geschichte der Expedition ist, wie viele Geschichten aus der Polarregion, ich denke da gerne an Sten Nadolnys Die Entdeckung der Langsamkeit zurück, eigentlich unglaublich: im Juni 1872 macht sich der Schraubendampfer Admiral Tegetthoff von Bremerhaven via Tromsö und Spitzbergen auf den Weg Richtung Franz-Joseph-Land und wird schon im August vom Eis eingeschlossen. Auch im Sommer des nächsten Jahres (!) kommt das Schiff nicht vom Eis frei und im Frühjahr 1874 wird das Schiff schließlich aufgegeben und die Besatzung macht sich mit Schlitten und Booten auf den Weg nach Süden und wird schließlich von russischen Schiffen gerettet. Uneingeschränkt empfehlenswert, auch oder gerade im Hochsommer. 😉

22. Stuttgart-Lauf

Mal wieder der Haus- und Hof-Halbmarathon, dieses Mal war mir vorher schon klar, dass es keine neue Bestzeit geben würde, die 4:35/km-Pace von letztem Jahr war doch flott und ich dieses Jahr irgendwie nicht so in Form, vor allem nicht was das Tempo angeht, mein Gekränkel vom Frühjahr, gepaart mit späterem Zipperlein wie der Schienbeinentzündung, macht sich bemerkbar, ganz ehrlich habe ich außerdem aber auch zu wenig Langstrecke trainiert bisher. Achso, dass mir am Donnerstag davor auf ein Mal die Hüfte weh tat kam noch erschwerend hinzu. Wie letztes Jahr ging es schon am Samstag nach Stuttgart, dieses Mal allerdings nicht zu Flo, der ja selbst gar nicht mehr in Stuttgart wohnt, sondern zu Claus nach Schorndorf. Auf dem Weg noch zwei historische Caches abgefahren, vor Ort dann U21-EM (?) geschaut (historische Klatsche gegen Portugal), mit dem mittlerweile eingetroffenen Flo Nudelparty gemacht, auf einem Spaziergang durch Schorndorf noch einen sehr historischen Cache gehoben, dann war es schon Zeit für’s Heiabettchen, Mr. B.

Recht zeitig ging es dann auf zum Gaskessel, gegen kurz nach 07:00 waren wir unter den ersten, die dort parkten. Es war echt noch sehr wenig los und viel Zeit verfügbar, also gemächlich rüber nach Cannstatt, nochmal zur Shell, dann Gepäck abgeben und es ging langsam auf den Start zu. Flo reihte sich noch ein bisschen weiter vorne ein, er hatte ja vor kurzem auch die 1:33h geknackt, durchaus Potenzial also deutlich schneller zu sein als ich. Ich hatte mir vorgenommen, mal nicht stur nach Uhr zu laufen, sondern einfach mal zu schauen, was geht, das ging eigentlich auch recht gut. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war heuer allerdings strahlend blauer Himmel, es wurde also relativ früh schon unangenehm warm. Die Schmerzpunkte hatten sich im Vergleich zum Vorjahr etwas geändert, ich fand vor allem den Anstieg zum Augsburger Platz hoch als sehr schweißtreibend, weniger Probleme hatte ich dieses Mal nach der Überquerung der Schleuse am Neckar entlang.

Relativ früh hatte ich mir einen Nebenläufer eingefangen, der mir Geschichten vom Rennsteiglauf und sonstigen Marathons erzählte, gut, man ist ja kein unhöflicher Mensch, plaudert man halt ein klitzekleines bisschen, mit zunehmender Distanz natürlich weniger. Dem Kollegen konnte ich dann auch beibringen, dass mich Zwischenzeiten, von wegen nicht auf die Uhr schauen, nicht interessieren, nachdem er mir aber am Anfang was von einer angepeilten Zielzeit 1:30h-1:35h erzählte, wähnte ich mich eigentlich sehr gut unterwegs und merkte erst kurz vor dem Ziel, dass die Pace doch nur bei 4:43/km war. Naja, auch egal, zulegen können hätte ich wohl eh nicht mehr, am Ende kam ich mit 1:39:45 ins Ziel, etwas über drei Minuten langsamer als vergangenes Jahr und das erste Mal keine neue Bestzeit. :( Meiner Aussage nach “mit allem unter 1:40h bin ich zufrieden” musste ich dann aber halt trotzdem zufrieden sein.

Ich hatte übrigens Split-Zeiten (alle 5 km) von 4:34/km, 4:44/km, 4:47/km und 4:49/km, der Start war also gut, danach musste ich der nicht so guten Form und dem Wetter unmerklich Tribut zollen. Flo, am Ende mit einer 1:35:55, hatte einen ähnlichen Verlauf, von 4:12/km (!) ging es auf 4:33/km, 4:35/km und 4:49/km.

Nach dem Lauf ging es erst mal Getränke holen, dann ab in die Dusche, noch eine Premiere, vor Ort hatte ich noch nie geduscht, war aber durchaus angenehm. Danach das Auto nach Cannstatt selbst umgeparkt und ab in den Biergarten am Theaterschiff, wo Axel noch zu uns stieß, dann gab es nach dem Cache des Tages am Bunker noch einen Absacker in der unweit gelegenen Strandbar. Danach trennten sich unsere Wege, für mich ging es ab nach Kaltental zu Gundis Geburtstags, während die anderen beiden sich auf den Heimweg machten.

Alles in allem ein schönes Wochenende, danke an die Gastgeber Claus und Familie H., nächstes Jahr vielleicht wieder etwas besser in Form und doch vorher mal zum Frisör… 😉 Ansonsten stehen diese Jahr noch ein paar 10er im Cordenka-Laufcup an, ich liebäugele noch mit dem Halbmarathon in Aschaffenburg… und dann war da noch der New York-Marathon…

P.S.: Für die Statistik: Insgesamt (bei den Herren) Platz 968 von 5131 Finishern, in der Alterklasse M35 Platz 141 von 615 Finishern.
P.P.S.: Ein paar Kack-Fotos gibt es auf marathon-photos.com, wie immer bisher werde ich darauf verzichten. Sind eh nur Bilder vom Zieleinlauf, weil mir das Startnummernband dauernd verrutscht ist.

Projekt 52.2015.21: Frederick P. Brooks Jr. – The Mythical Man-Month: Essays on Software Engineering

Den Mythical Man-Month wollte ich schon lange mal lesen, ich hatte ihn mir sogar mal in Stuttgart per Fernleihe ausgeliehen, es aber dann zeitlich nicht geschafft. Nachdem das Buch aber ja kostenfrei über das Internet erhältlich ist, ging es dann irgendwann mal auf den E-Book-Reader und über nicht ganz zwei Monate verteilt habe ich es jetzt fertig gelesen.

Dass das Buch sich im Prinzip auf gelernte Lektionen bei der Entwicklung von OS/360 bezieht, tut der Relevanz keinen Abbruch, Brooks spricht viele Probleme an, die auch heute noch aktuell sind. Eine Aussage aus dem Buch ist sogar als “Brookssches Gesetz” bekannt: “Adding manpower to a late software project makes it later.”