4. Rotary-Benefizlauf Aschaffenburg

Ich bin ja eigentlich kein ausgewiesener Hitzeläufer und wundere mich eher immer über Menschen, die bei strahlendem Sonnenschein und 30°C mit schwarzen Klamotten laufen gehen, aber beim Rotary-Benefizlauf am Mainparksee am vorvergangenen Freitag musste ich in den heißen Apfel beißen und um 19:00 starten. Damits nicht ganz so unsportlich ist, entschied ich mich, mit dem Rad nach Mainaschaff zu fahren, ist ja eine ganz nette Strecke so über den Eller, im Wald kams mir dann auch gar nicht so heiß vor, da täuschte mich aber der Fahrtwind. Vor Ort erstmal nachgemeldet und in die Laufklamotten gehüpft und die unauffällig irgendwo dazugestellt, ist halt blöd wenn man allein ohne Auto unterwegs ist und es keine Gepäckaufbewahrung gibt. Ebenfalls blöd war dann auch, dass der Start um 10 Minuten verzögert wurde, angeblich weil noch viele Leute auf der Autobahn standen… vielleicht kamen so noch ein paar Nachmeldungen zustande, ist ja für einen guten Zweck, also was solls.

Vom Start weg her liefs eigentlich gut, ich hatte mich relativ weit vorne eingeordnet, von der Pace her wohl auch passend, denn groß überholt wurde ich nicht. Relativ schnell war mir dann klar, dass es wohl eher nicht über die ~4:32/km, die die Uhr anzeigte, hinaus gehen würde, dafür wars einfach zu heiß, die Pace ging aber ganz gut zu halten. Die Strecke war auch ganz nett, vor allem auf dem Teil von der Wasserwacht Richtung Eingang gabs ein paar Duschmöglichkeiten, ansonsten nur eine Wasserstelle, an der man ja aber relativ schnell wieder vorbei kam, die Runden waren ja nur 2,5 km lang. Vom Profil her wars gut, nicht absolut flach, aber mit einer kleinen Abwärtsstrecke nach vielleicht 800 Metern und dann zwei kleineren Anstiegen Richtung Rundenende, nichts nennenswertes, aber bei dem Wetter und dem Tempo merkt mans natürlich doch. Geschickt wie ich bin hab ich mich an den Schotterstrecken, vor allem den Aufstiegen, immer aufs Gras begeben, da war die Haftung doch besser als auf dem Schotter, hat mir vielleicht 4 Sekunden Ersparnis gebracht oder auch nicht. ;)

Dass es für die 45:00 nicht reicht hab ich dann schlussendlich auf der dritten Runde einsehen müssen, bis zur Halbzeit sah es eigentlich noch ganz okay aus, aber da war dann schon zu viel Zeit weg. Immerhin konnte ich noch einen kleinen Endspurt anziehen, nachdem ich mich auf der letzten Runde noch mit einem Läufer, den ich schon beim Marktplatzlauf getroffen hatte, unterhalten hatte – man soll ja immer so laufen, dass man noch schwätzen kann. ;) Der Endspurt brachte insgesamt natürlich nur vernachlässigbar viel Zeit ein, sieht halt immer besser, weil ich so schnell war ist das Bild, das Edelfan Steffen von den Alten Herren geschossen hat, auch so unscharf. :p Am Ende blieb die Uhr bei mir jedenfalls bei 45:46 stehen, im Endeffekt also eine 4:35/km, das heißt die Pace, die ich auch beim Stuttgart-Lauf gelaufen bin, da allerdings über mehr als die doppelte Distanz…

Im Ziel gabs dann erstmal nur ungekühlte Getränke, nicht so fein, da kann man noch ein bisschen an der Orga arbeiten, ein bisschen Obst wäre auch okay gewesen, auch für einen Benefizlauf, aber okay, wirklich nötig ist das nicht. Nach einem Plausch mit Steffen gings dann erstmal in die Boardshorts zurück und, eigentlich das netteste am ganzen Lauf, einfach in den See, herrlich, wenn man nach getaner Arbeit ein bisschen planschen kann. Die Dusche war dann natürlich eh nötig, leider eiskalt, aber gut, da war ich dann wenigstens wieder frisch. Nach einem Weizen und einer Rindswurts gings auf dem Heimweg noch auf einen Absacker bei Thomas in Mainaschaff vorbei.

Fazit: Kann man wieder machen. Ungünstige Startzeit bei der Hitze, aber eine ganz nette Strecke. Das Seeambiente ist natürlich nach dem Rennen auch ganz schön und man kann schön noch eine Runde planschen. Läufe, die bequem mit dem Rad anzufahren sind, sind eh okay. ;)

P.S.: Für die Statistik: 67. von 396 Finishern, 58. von 283 Männern, 7. in der Altersklasse M30.

Viktoria Aschaffenburg – FC Amberg 1:1 (1:1)

Auftakt zur Bayernliga Nord letzten Samstag, ich halte der Viktoria natürlich auch eine Klasse tiefer die Stange, sogar Edelfan Thomas konnte zum Mitkommen überredet werden, das Lockmittel “Bier und Wurst auf meine Kosten” zog offensichtlich. ;) Altersgemäß und dem unsicheren Wetter nicht trauend zogen wir uns gleich auf die Hintertortribüne zurück, der einsetzende Regen bestätigte unsere gute Platzwahl. Um diese Zeit war es zwar bereits mehr als zwanzig Minuten nach drei, allerdings noch keine Minute gespielt, es gab wohl Probleme mit der Passkontrolle, welche es in der höherklassigen Regionalliga anscheinend gar nicht gibt, insofern war die Viktoria nicht darauf vorbereitet, dass der Schiedsrichter die Spielerpässe sehen wollte. Als das Spiel dann endlich mal begann war es nicht so deutlich anders als letztes Jahr, wobei die Viktoria durch einen wohl ganz ansehnlichen Spielzug – leider auf der Gegenseite – in Führung ging. Den größten Aufreger gabs dann aber auf unserer Seite, als es für die Gäste einen indirekten Freistoß am Fünfmeter-Eck gab, siehe Video. Den verursachenden Ball pfeift normalerweise kein Schiedsrichter als Rückpass, aber okay, sieht man ja auch nicht alle Tage sowas, ich habe da immer Lukas Podolski im Kopf, der in seiner ersten Kölner Zeit, ich glaube in der zweiten Liga, so einen Freistoß mal ordentlich unter die Latte und ins Tor gepfeffert hat (“der hat ja auch einen starken Linken”). Wie aber meistens kam hier nichts bei rum, der Viktoria-Keeper war flott draußen und unten und konnte den Ball abblocken. Amberg dann noch in der ersten Halbzeit mit viel Platz und deswegen einem unbedrängten Schuss von außerhalb des 16ers, der sich auch noch ein bisschen Richtung (von hintertors gesehen) linker Pfosten rausdrehte und zum 1:1 einschlug.

Viel mehr ist mir jetzt auch nicht im Gedächtnis geblieben, war jetzt spielerisch kein Spiel zum Zunge schnalzen. Positiv die immerhin 545 Zuschauer, wenn sich das hält ist der Zuschauerschnitt auch nicht deutlich anders als in der Regionalliga, wobei das Spiel gegen die kleinen Bayern den Schnitt natürlich immer ganz gut nach oben gezogen hat. Am Mittwoch gabs im zweiten Spiel dann eine Niederlage in Großbardorf (where the f…? ;)), vor dem heutigen Spiel gegen den TSV Aubstadt, ebenfalls ein Gegner aus dem Grabfeld, steht die Viktoria also mal wieder so da, wie wir es vom letzten Jahr her kennen:

Die Viktoria befindet sich auch in der Bayernliga Nord in aus den letzten Jahren wohlbekanntem Terrain

Die Viktoria befindet sich auch in der Bayernliga Nord in aus den letzten Jahren wohlbekanntem Terrain

Obs zum heutigen Heimsipel zeitlich reicht, weiß ich allerdings nicht, leichtfertig habe ich mich mit Mama K. für eine Führung im Gentilhaus angemeldet, die um 14:00 beginnt, zum Anpfiff um 15:00 am Schönbusch zu sein wird also knackig. Das Hessenpokalfinale in Offenbach zwischen Darmstadt 98 und dem OFC, dass ich eigentlich besuchen wollte, wäre wohl fast noch eher machbar, allerdings habe ich keine Lust hier mit dem Auto in die Stadt zu fahren um dann gleich nach Offenbach zu donnern, also lieber mit dem Rad in die Stadt und wenn es noch passt noch ins Stadion am Schönbusch.

Bilder

Kurz vorm indirekten Freistoß

Kurz vorm indirekten Freistoß

Brazuca in action

Brazuca in action

Endstand

Endstand

Forticlient routing problem on Fedora 20

Working with the Forticlient VPN Client on Fedora 20 and having the problem that routing does not work? This may be due to a problem in sysconfig.linux.sh:

Replace the following line:

addr=`ifconfig $ifn |grep "inet"|awk ' {print $2 }'| awk -F : '{ print $2}'`

With:

addr=`ifconfig $ifn |grep "inet"|awk ' {print $2 }'`

Et voilà, the routes should be created successfully now. Via Fedoraforum.org.

Adding icons to an icon theme (in XFCE and probably others)

Not for the first time, I recently wondered how to add icons for applications which are missing one on my debian testing. I did this for XFCE, but I guess this is in no way depending on the DE used. Consider for example the case of FCEUX, which is an emulator for Nintendo Entertainment System (NES), Famicom (aka Super NES) and Famicom Disk System (FDS). I can install this fine via apt-get, but I do not get an icon in the menu:

No menu icon for FCEUX in XFCE's start menu

Looking at the .desktop file for FCEUX, which can be found in /usr/share/applications/fceux.desktop, shows that an icon is specified (shown in bold):


[Desktop Entry]
Type=Application
Version=1.0
Name=Fceux
GenericName=NES/Famicom emulator
NoDisplay=false
Comment=Emulate NES ROMs
Exec=/usr/games/fceux
Icon=/usr/share/pixmaps/fceux.png
Terminal=false
MimeType=application/x-nes-rom
Categories=Game;Emulator;
Encoding=UTF-8
Actions=Fullscreen;DefaultConfig;

The simplest way to resolve this is to add the icon to the icon set you use, update the icon set’s cache and just specify it with a relative path without file ending. So change the path in the .desktop file to be Icon=fceux, and add the file, maybe converted to the appropriate sizes, to your icon set. I use the hicolor icon theme, which is located in /usr/share/icons/hicolor, so that means I’ll do something like this:


sudo convert -resize 16x16 /usr/share/pixmaps/fceux.png /usr/share/icons/hicolor/16x16/apps/fceux.png

You can do this for other sizes as well, once you are done, run sudo gtk-update-icon-cache /usr/share/icons/hicolor to update the icon cache and you’re done:

Menu icon for FCEUX in XFCE's start menu

There may be deeper issues here, for example why the image is not shown when given as an absolute path to /usr/share/pixmaps/fceux.png, but anyway, this helps and can be used even if no image file comes with the application and you have to get one yourself or if you do not get a package like when installing a recent eclipse etc.

Projekt 52.2014.18: Warlam Schalamow – Linkes Ufer. Erzählungen aus Kolyma 2

Nach Durch den Schnee, dem ersten Band der Erzählungen aus Kolyma, ist Linkes Ufer der zweite Band aus der Reihe. Mit 300 Seiten ist der zweite Band relativ schmal, ansonsten eine stringente Fortsetzung des ersten Bandes, wobei ich nicht weiß, ob die Erzählungen im Original überhaupt mehrbändig waren. Beeindruckende, unausgeschmückt geschilderte Erzählungen, die man nur mit Staunen lesen kann. Die Erzhälunge Die »Die Armenkommitees«, in der Schalamow eine Art Sozialsystem in den Zellen des Butyrka-Gefängnisses schildert, hat mich sehr beeindruckt, denn sie zeigt zumnindest einen kleinen Funken Menschlichkeit, etwas, dass man bei Schalamow leider nur selten sehen kann.

Projekt 52.2014.17: Tess Gerritsen – The Sinner

Waren die ersten zwei Rizzoli & Isles-Bücher noch mehr oder weniger handelsübliche Thriller geht in The Sinner, deutsch mal nicht ganz so blöd mit Todsünde übersetzt, wie in späteren Büchern, um einen deutlich größeren Plot. Ein Mord ist natürlich der Aufhänger, dieses Mal wird eine Novizin ermordet. Die Motive geben zunächst Rätsel auf und ein anderer Mordfall, bei dem ein verstümmeltes Opfer gefunden wurde, scheint keinesfalls mit dem eigentlichen Fall zusammenzuhängen, am Ende kommt aber eine durchaus große Geschichte ans Tageslicht.

The Sinner sieht den ersten Auftritt von Daniel Brophy und ansonsten die üblichen Verdächtigen. Den Plot weg von Standardthrillern zu legen ist sicherlich kein Fehler, gegen Ende des Buches kriegt man dann auch schon spitz wie das ganze wohl zusammenhängt.

Projekt 52.2014.16: Tess Gerritsen – The Apprentice

Weiter gings mit dem chronologisch nächsten Band der Rizzoli & Isles-Serie, wo ich mich wie schon bei The Surgeon über den Titel wundern darf: aus dem “Lehrling” im Original wird der deutsche Titel “Der Meister”, wiesu den bluß?

Rizzoli untersucht jedenfalls einen Mord, der sehr stark an den Modus Operandi von Warren Hoyt, dem “Chirurg” aus dem vorigen Buch, erinnert. Dass das FBI in Form von Agent Gabriel Dean auftaucht, erfreut Rizzoli wenig, ebensowenig wie die Tatsache, dass Hoyt aus der Haft fliehen kann und sich mit dem neuen Täter zusammentut. Es gelingt den beiden zwar, Rizzoli zu kidnappen, allerdings haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Wie es mit Dean weitergeht, wusste ich durch meine Out-of-Order-Lesereihenfolge bereits, in diesem Buch taucht auch das erste Mal Maura Isles auf. Fällt gegenüber dem Vorgänger nicht ab, schnell zu lesen und auch schnell gelesen. :)

Yes