1. FSV Mainz 05 II – Stuttgarter Kickers 1:2 (0:0)

History repeating, wie schon vergangene Saison ging es auch dieses Mal wieder zum Kickers-Auswärtsspiel an den Bruchweg, dieses Mal allerdings mit umgekehrten Vorzeichen, zumindest was die Kickers betraf, denn letztes Jahr spielte man noch um den Aufstieg mit, dieses Jahr heißt es möglichst noch aus dem Keller rauszukommen, so kann es gehen… Letztes Jahr war das Spiel glaube ich am Sonntag und dementsprechend der Parkplatz gegenüber frei, dieses Mal parkte ich dann um die Ecke, weil ab dem Stadion alle Parkplätze am Martin-Luther-King-Weg für die Polizei reserviert waren, obwohl das Aufgebot deutlich kleiner war als im Jahr zu vor, auch wenn mit insgesamt 998 Zuschauern fast die identische Zahl an Zuschauern vor Ort war wie letztes Jahr (991).

Support von der übersichtlich besetzten Haupttribüne

Support von der übersichtlich besetzten Haupttribüne

Kurz vor Anpfiff schnell eine Karte für den Gästestehplatzblock geholt und noch eine äußerst empfehlenswerte Feuerwurst, dann rein in den recht gut gefüllten Gästeblock. Eile wäre nicht nötig gewesen, in der ersten Hälfte ging nicht viel, die Mainzer standen kompakt und versuchten mit schnellem Umschalten zum Torerfolg zu kommen, dementsprechend die Kickers mit deutlichem optischem Übergewicht und auch mehr Chancen, allerdings nichts zwingendes dabei – auch das 0:0 zur Pause kann unter der Kategorie „history repeating“ abgelegt werden. 😉 Die zweite Halbzeit hatte dann mehr zu bieten, die Kickers gingen nach schönem Zuspiel auf Berko in Führung und nahmen damit Kurs auf einen äußerst wichtigen Dreier, allerdings änderte Mainz danach sein Konzept, nur aus der Defensive heraus zu spielen und konnte etwas mehr als 10 Minuten vor Schluss ausgleichen. Damit nicht genug, eine gute Möglichkeit, das Spiel zu drehen, verpassten die Mainzer auf relativ kuriose Art, nachdem der Ball erst an den Pfosten sprang, von da zurück zu einem Mainzer und der mit dem Ball aber nichts anfangen konnte, das hätte das 2:1 sein können und dann wäre es ganz schwer geworden. So überstanden die Kickers die kurze Mainzer Drangphase nach dem Ausgleich ohne weiteres Gegentor, für das Happy End sorgte dann Markus Mendler in der 82. Minute, als er einen direkten Freistoß zum Siegtreffer verwandelte.

Die Kickers-Fans feiern den Auswärtssieg vor dem Gästeblock - ja, das Netz ist gar nicht nervig

Die Kickers-Fans feiern den Auswärtssieg vor dem Gästeblock – ja, das Netz ist gar nicht nervig

Enorm wichtige Außwärtsdreier, der gepaart mit dem Heimsieg am nächsten Wochenende gegen den Halleschen FC die Kickers bei zwei ausstehenden Spielen auf Platz 15 und sechs Punkte vor die Abstiegsränge führte, bei entsprechend blöden Ergebnissen könnten die Kickers die Saison aber immer noch als 19. beenden! Ein Punkt im nächsten Spiel bei Werder Bremen II würde dann aber zum sicheren Klassenerhalt reichen.

Direkt abgestiegen ist nach dem 36. Spieltag der VfB II, erstaunlich nach wie vor die Situation oben, wo für die Würzburger Kickers noch die Chance besteht, auf den direkten Aufstiegsplatz 2 zu springen, mit vier Punkten Rückstand und ebenso vier Punkten Vorsprung auf den 4. Osnabrück scheint es aber der Relegationsplatz zu werden, trotzdem Hut ab.

Für mich war es das erst mal mit Live-Fußball, eventuell bin ich aber zur Relegation wieder im Land, aktuell sieht es für die Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga wie folgt aus:

  • RL Nord: VfL Wolfsburg II oder VfB Oldenburg
  • RL Nordost: FSV Zwickau oder Berliner AK 07
  • RL West: Sportfreunde Lotte
  • RL Südwest: Waldhof Mannheim, SV Elversberg (noch im Rennen um den zweiten Platz: Eintracht Trier und Kickers Offenbach)
  • RL Bayern: Jahn Regensburg, 1. FC Nürnberg II oder Wacker Burghausen

Die Paarungen sind 1. Nord – 1. Bayern, 1. West – 1. Südwest, 1. Nordost – 2. Südwest. Mal sehen was dann an neuem Grounds dazu kommt.

Projekt 52.2016.11: Charlie Huston – Sleepless. A Novel

Mit Sleepless stand das vorletzte Buch von Charlie Huston, das ich noch nicht gelesen habe, auf der Liste, wie bei The Shotgun Rule und The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death handelt es sich auch bei Sleepless um einen allein stehenden Roman.

Das Buch spielt im Kalifornien einer dystopischen Alternativwelt, in der die Weltbevölkerung von einem Prion heimgesucht wird, das Schlaflosigkeit verursacht und schließlich zu einem schmerzhaften Tod innerhalb recht kurzer Zeit führt. Es herrscht Ausnahmezustand in den USA und bewaffnete Banden kämpfen mit der Armee, wobei in Los Angeles noch ein Anschein von Zivilsation und Ordnung aufrecht erhalten wird. Parker Haas, ein idealistischer Undercover-Polizist des LAPD, geht nach wie vor seiner Arbeit nach und versucht, dem Schmuggel von „Dreamer“ auf die Spur zu kommen, der einzigen Droge, die den mit dem Prion infizierten wenn auch keine Heilung so zumindest Schlaf, ermöglicht. Haas‘ Geschichte ist mit der von Jasper verwoben, einem Auftragskiller, der auf der Suche nach etwas ist, was Haas unwissend an sich genommen hat.

Zu Beginn des Buches fand ich den Wechsel zwischen der Perspektive von Haas und Jasper etwas verwirrend, mit zunehmender Dauer der Handlung wird das aber klarer. Während Hass darum kämpft, dem Dreamer-Schmuggel auf die Spur zu kommen muss er sich nebenbei noch um seine Familie kümmern, seine Frau, die mit dem Prion infiziert ist und sein Baby, bei dem er auch vermutet, dass sie vielleicht infiziert sein könnte. Jaspers Handlungsstrang hingegen ist deutlich anders und erinnerte mich ein bisschen an Bücher von William Gibson, zum Beispiel durch die Person von Lady Chizu, Jaspers Auftraggeberin, die Dinge sammelt, die mit verstorbenen zu tun hatten, zum Beispiel Schreibmaschinen auf denen Abschiedsbriefe verfasst wurden.

Projekt 52.2016.10: Suki Kim – Without You, There Is No Us: My Time with the Sons of North Korea’s Elite

In irgendeinem englischsprachigen On-Board-Magazin, das mir dann eine ganze Weile als Toilettenlektüre diente, gab es eine Übersicht über Neuerscheinungen und unter anderem wurde dabei auch Without You besprochen. Für interessant befunden und gleich besorgt und auch recht zeitnah gelesen, ein sehr interessantes Buch, in dem die Schriftstellerin Suki Kim beschreibt, wie sie getarnt als Missionarin zwei Semester an der Universität für Wissenschaft und Technik Pjöngjang, kurz PUST, die Söhne der koreanischen Elite unterrichtete.

PUST ist die erste Privatuni Nordkoreas und wird hauptsächlich von evangelikalen Christen getragen, insofern erklärt sich zumindest begrifflich auch die Undercover-Rolle als Missionarin und nicht als Lehrerin, obwohl den Lehrenden natürlich verboten ist, den Studenten etwas über Religion zu erzählen. Überhaupt ist die ganze Lehrtätigkeit eine Gratwanderung und es muss immer darauf geachtet werden, was den Studenten vermittelt wird, selbstverständlich ist auch jede Lobpreisung der Welt außerhalb Koreas beziehungsweise das Schlechtmachen von Nordkorea verboten. Schon beim Lesen der Kurzzusammenfassung wunderte ich mich über die PUST selbst und die Motivation die dahintersteht, wo doch das Missionieren klar verboten ist. Die gleiche Frage stellte sich auch Kim, die Antworten, die sie von den „echten“ Missionaren erhielt, gehen in die Richtung dass man, trotz aktuellem Verbot, die Religion zu verbreiten, zumindest einen Fuß in der Tür hat falls sich in Nordkorea etwas zum positiven ändern sollte.

Nach dem Lesen des Buches wundere ich mich noch mehr über dieses seltsame Nordkorea mit seinem mittlerweile dreifachen Personenkult. Die Lehrer durften das Universitätsgelände zwar nie alleine verlassen und mussten auf den wenigen Ausflügen die Fahrtkosten für sich und auch ihre staatlichen Aufpasser selbst tragen, immerhin gab es so aber einige wenige Einblicke in ein völlig abstruses Land mit bettelarmer Bevölkerung außerhalb der Führungskaste. Die Studenten erinnern eher an Schüler und sind natürlich völlig von der Außenwelt abgeschnitten, sie dürfen nicht mal mit ihrer ebenfalls in Pjöngjang lebenden Familie telefonieren. Die Fragen der Studenten und auch ihr Verhalten grenzen schon ans Komische, wäre die ganze Situation nicht so tragisch. Nordkorea ist mir weiterhin ein Rätsel, auch nach dem Tod von Kim Jong-Il hat sich ja anscheinend wenig dort geändert. Der titelgebende Satz „Without You, There Is No Us“ bezieht sich übrigens nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, auf die Dozentin, die die Studenten lieb gewonnen haben, sondern natürlich auf einen der Führer des Landes…

Projekt 52.2016.09: Bill Bryson – Notes from a Big Country

Bill Brysons „Eine kurze Geschichte von fast allem“ hat mich seinerzeit sehr begeistert, davon abgesehen habe ich aber von Bryson bisher kein weiteres Buch gelesen. Über die Notes from a Big Country bin ich zufällig in der Englisch-Abteilung der Stadtbücherei gestolpert und es war eines der wenigen der an diesem Tag ausgeliehenen Bücher, das ich auch gelesen habe, das alte Leid, ich nehme doch immer mehr mit als ich dann verarbeiten kann.

Notes from a Big Country ist die Zusammenstellung einer Kolumne, die Bryson schrieb, als er 1995 von England, wo er seit 1997 gelebt hatte, wieder zurück in die USA zog, allerdings nach New Hampshire und nicht Iowa, wo er geboren wurde. Die einzelnen Artikel sind recht kurz, meistens so drei bis vier Seiten, und von Brysons Humor gepräg. Sehr pointiert wundert er sich über viele Dinge in den USA, vom Müllzerkleinerer im Abfluss über die Steuererklärung bis zur endlosen Weite Neu-Englands. Was die technischen Dinge betrifft ist das Buch, erschienen 1999, natürlich nicht mehr zeitgemäß, was aber seinen Charme nur weiter erhöht – äußerst humorig und uneingeschränkt empfehlenswert.

21. Schlappeseppel Marktplatzlauf 2016

Zum zweiten Lauf des Cordenka-Laufcups 2016 ging es mal wieder nach Großostheim zum Marktplatzlauf, wo ich 2014 schon gelaufen bin und meine damalige Zeit von 42:56 min ist immer noch meine zweitschnellste 10 km-Zeit. Nach dem mäßig zufriedenstellenden ersten Lauf am Großheubacher Engelberg hatte ich immerhin etwas Zeit, die Tempohärte wieder ein bisschen herzustellen, insgesamt ist die Form mittlerweile eh wieder recht erträglich, wobei mein Tempo auf die „Mitteldistanz“, also Halbmarathon, wahrscheinlich noch weit von meiner Bestform entfernt ist, zumindest die wöchentlich zurückgelegte Strecke ist aber sowieso gut für die Off-Season, denn vor dem irgendwann im Juli beginnenden 12-Wochen-Plan für den York-Marathon werde ich nicht noch einen Trainingsplan einschieben sondern die zweieinhalb Monate bis dahin „genießen“. 😉

Die Frist für die Voranmeldung hatte ich verpasst und fast hätte ich den Lauf auch ganz abgehakt, am Samstag morgen schüttete es wie aus Eimern, aber kneifen hilft ja nichts, ist bei einem 10 km-Lauf ja auch alles nicht so schlimm, man ist ja nicht so lange unterwegs. Als ich mich dann pünktlich zu Beginn der Nachmeldung um 13:30 auf den Weg nach Großostheim machte, lachte aber die Sonne, Aprilwetter halt. Startnummer geholt, hübsches neongelbes Laufshirt gekauft und zum Glück gesehen, dass der Start um 17:15 ist, nicht um 17:30, wie ich mir irgendwie wieder zurecht gelegt hatte, dann ging es wieder ab nach Hause und um kurz nach vier zusammen mit Supporter #1, Mama K., erneut nach Großostheim, dank des guten Wetters schon im Laufdress kurz/kurz.

Wie schon letztes Mal war um den Marktplatz relativ viel los, das ist halt auch der Vorteil bei einem Rundkurs, vor allem für die Zuschauer, wobei ich immer schwanke, ob ich das toll finden soll oder nicht, hat für den Läufer Vor- und Nachteile. Die Strecke war minimal anders als vor zwei Jahren, damals ging es durch die Haarstraße, dieses Mal durch die Nöthigsgasse nach Norden und dann auf die Grabenstraße, Nerv-Punkte – Anstieg zum Marktplatz und zum Spitzen Turm hoch – waren aber noch vorhanden. Okay, das sind natürlich keine signifikanten Höhenunterschiede, aber bei einem gewissen Tempo merkt man das halt doch.

Nachdem noch ein paar Prä-Start-Bilder geschossen waren, sortierte ich mich ein paar Reihen hinter der Startlinie ein und bei perfektem Laufwetter, sonnig aber nicht zu warm, ging es auf die erste Runde. Lief soweit alles ganz gut und war auch recht schnell sortiert, mit einer Pace von 4:16/km ging ich auf die zweite Runde, wobei mir da schon klar war, dass ich die Zeit nicht halten und damit eine Bestzeit setzen könnte. Leider hatte ich vergessen am Start/Ziel die Rundenzeit zu stoppen, wie ich jetzt aber gerade gelernt habe kann das Sports Track auch in der kostenlosen Version, die nachträgliche Analyse geht also ohne Probleme. Auch ohne dedizierte Rundenzeiten war mir wie gesagt klar, dass die Pace nicht zu halten ist, nachdem ich mich aber noch durch Runde 2 und 3 gequält hatte und die Durchschnittspace noch unter 4:30/km war, schien zumindest das Ziel, mal wieder unter 45:00 Minuten zu laufen, realistisch. Am Start/Ziel, wo Mama Kübert stand, musste ich immer ein bisschen gute Miene machen, man will ja auf dem Foto nicht zu scheiße aussehen, ansonsten war es schon eine rechte Quälerei. Ich hatte mich irgendwann hinter einem Läuferpärchen eingefunden, das ein ganz gutes Tempo ging, im Gegensatz dazu wie ich mich fühlte sah deren Laufstil allerdings sehr kontrolliert aus, Eleganz war bei mir aber an dem Tag und bei dem Tempo einfach nicht drin. Runde 4 war die langsamste, mit 4:33/km aber auch im Rahmen, die letzte Runde brachte ich dann, vielleicht ein bisschen meinem kurzen Zielsprint gedankt, mit 4:31/km zu Ende – Zielzeit mit 44:26 Minuten wie gewünscht unter einer Dreiviertelstunde, juhu!

Alles im Lack also, die Stimmung was Tempoläufer bzw. 10 km-Rennen angeht ist wieder deutlich besser als nach dem Wiedereinstieg ins Training. Den nächsten Lauf im Cordenka-Laufcup muss ich leider ausfallen lassen, weil ich am Wochenende vom 07./08. Mai in England bin, falls sich da aber wie es momentan aussieht kein Spiel für den Sonntag findet – Gillingham gegen Millwall ist wohl ausverkauft bzw. nur für Mitglieder – bin ich am überlegen, ob ich mir nicht einen 10er auf der Insel suchen sollen, falls sich das mit dem Samstagsspiel in Yeovil verbinden lässt. Ansonsten ist der nächste Lauf der HVB City-Lauf am 03. Juni, mal sehen ob ich da für Oma K. eine Geburtstagsbestzeit laufen kann… 😉

P.S.: Vielen Dank an Edelfan Mama K. für die Begleitung und natürlich auch für die Bilder. 🙂
P.P.S.: Für die Statistik: 86. von 239 Teilnehmern, 72. von 181 Männern, 12. von 30 in der M35.

Bilder

Guter Dinge vor dem Start

Guter Dinge vor dem Start

Hang loose captured by Mama K.

Hang loose captured by Mama K.

Zum Marktplatz hoch

Zum Marktplatz hoch

Feels like pain, eh, flying

Feels like pain, eh, flying

Zieleinlauf, wieder nicht schlau geschaut, damn it

Zieleinlauf, wieder nicht schlau geschaut, damn it

Not

Würzburger Kickers – Stuttgarter Kickers 2:1 (1:0)

Auswärtsspiel der Kickers aus Stuttgart bei den Kickers aus Würzburg, Zeit also für meinen vierten Besuch am Dallenberg. Da ich momentan autolos bin ging es auf Bayern-Ticket-Tour, um nicht so arg knapp zu sein wählte ich den 11:17-RE ab AB und machte mich um kurz vor elf auf den Fußmarsch zum Bahnhof. Es war noch Zeit für einen schnellen Einkauf bei Yorma’s, bevor ich am Gleis feststellen durfte, dass von dem noch wenige Stunden vorher im Internet ausgegebenen Zug jede Spur fehlte, tatsächlich wurde er einfach gestrichen, dafür gab es um 11:54 einen Ersatzzug, der gar nicht im Fahrplan stand, immerhin auch ein RE, der dann der üblichen Fahrzeit nach eigentlich um 12:59 in Würzburg hätte sein sollen. Auf Grund diverser Bauarbeiten bis Heigenbrücken ging es allerdings sehr gemächlich los, am Ende war ich gegen 13:20 in Würzburg, gerade noch rechtzeitig, um die Straba um 13:30 zu erwischen und so pünktlich am Gästeblock zu sein, dass ich trotz des tollen Systems, für Getränke und Essen getrennt anstehen zu müssen, kurz vor Anpfiff voll verpflegt im Block aufschlagen konnte.

Spielerisch gesehen war die Partie kein Leckerbissen, davon abgesehen spiegelten sich die Tabellenverhältnisse auch auf dem Platz wieder, auch wenn die Gastgeber die Präzision zum Glück vermissen ließen. Ex-Kickers-Spieler Soriano hatte zwei gute Möglichkeiten, daneben unter anderem auch noch der spätere Matchwinner Shapourzadeh, aber direkt aus dem Spiel raus ging gegen die solide stehenden Blauen eigentlich nicht viel, es waren entweder Flanken von außen, Standards oder Distanzschüsse. Das Spiel wäre auch mit 0:0 in die Pause gegangen, hätte es nicht Elfmeter für die Würzburger gegeben, den Shapourzadeh zum 1:0 verwandelte. Große Aufregung danach, nachdem einer der auf dem Zaun sitzenden (Stuttgarter) Kickersfans anscheinend in den Innenraum gefallen war und ziemlich unsanft von den Ordnern entfernt wurde. Das war nicht die feine Art, ist ja von der Security aber nicht anders zu erwarten, die Reaktion der dahinter stehenden Kickers-Fans war aber auch unangebracht, Pöbeleien, Becherwürfe, zerdepperte Fahnenstagen plus ein weiterer Fan, der über den Zaun kletterte, wie so oft löste sich das dann natürlich in Wohlgefallen auf.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber überlegen, die Blauen leider ohne große Aktionen im Offensivspiel, ein sauber rausgespielter Konter brachte dann das 2:0 für die Gastgeber. Nach dem 2:1 schöpften die Gäste nochmal Hoffnung, Würzburg spielte aber die Zeit runter und sackte die drei Punkte ein. Die Aussage vom Kicker „Würzburg brachte den Vorsprung über die Zeit und freute sich über den rechnerischen Klassenerhalt“ ist natürlich ziemlicher Käse, wenn man bedenkt dass Würzburg auf Platz vier steht und zwischen den Rothosen und dem ersten Abstiegsplatz bei noch fünf ausstehenden Spielen 14 Mannschaften stehen, nach Osnabrücks Niederlage in Erfurt beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt! Für die Kickers hat sich zumindest nichts verschlechtert, da Cottbus keinen und Wehen nur einen Punkt holte stehen die Kickers nach wie vor zwei Punkte über dem Strich. Bis auf das letzte Heimspiel gegen Chemnitz geht es nur noch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, die Kickers haben es also noch in der eigenen Hand.

Zur Rückfahrt wählte ich den vom Stadionsprecher empfohlenen Shuttle-Bus, der allerdings ewig wartete, bis er mal fast voll war. Wäre der Zug nach Aschaffenburg nicht fünf Minuten verspätet gewesen, hätte ich eine Stunde warten müssen, so hatte ich Glück und war dann um kurz nach sechs auch wieder daheim, für einen Kurztrip nach Würzburg aber eigentlich auch alles ganz schön zeitaufwändig.

P.S.: 5.422 Zuschauer, Daumen hoch dafür, auch wenn die Heimfans nicht immer lautstark zu hören waren, gut zu vernehmen war allerdings „Macht sie alle, schießt sie aus dem Dalle.“ 🙂

Bilder

SVK-Choreo, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Fahnen auf der Haupttribüne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Reste der Choreo, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Hinter dem Gästeblock, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

W-Logo Haupttribüne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Old school-Anzeigetafel, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama I, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama II, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama III, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama IV, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Ordnungsmacht, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Fahnen, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

FWK-Fahne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

SVK-Huddle, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Gute Zeit wünscht Rudi May, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

90 Minuten. Ein Leben lang, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Würzburg-Fahne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Auswechslung Shapourzadeh, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Kickers, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Endstand, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers