8,22 $ pro KM

Irgendwie habe ich schon länger mit dem Gedanken “geliebäugelt”, nochmal einen Marathon zu laufen, obwohl der Gedanke weniger wegen der schönen Erinnerung an mein Debüt und bisher einzigen Marathon in Mainz aufkam als deswegen, dass ich glaube das ich Pace-mäßig nicht mehr so viel zulegen kann und deshalb mal die Strecke erhöhen müsste und damit auch eine Zeit um die 3:30h drin sein müsste, mit zunehmendem Alter wirds ja nicht mehr besser, also besser jetzt eine Bestzeit setzen. ;) Gut, auch gelogen, liegt einfach nur daran, dass ich mit abgeklebten Nippeln so gut aussehe:

Herr K. gant der Marathonläufer / Pornostar

Herr K. ganz der Marathonläufer / Pornostar (Mainz 2011)

Was auch immer der Grund war, die Entscheidung ist (fast) gefallen, gekleckert wurde genug, Mainz my ass, wenn schon, denn schon, gestern habe ich mich deshalb für den New York Marathon beworben. Wie viele andere Läufe auch, Boston zum Beispiel, bei denen man sich nicht einfach so anmelden kann, sind die Quali-Zeiten für mich eher utopisch, beim New York Marathon ist man garantiert dabei wenn man einen Marathon nachweisbar in 2:55h gelaufen ist, ergo Pace von 4:10/km, ist ja kaum schneller als meine bisherige 10km-Bestzeit…

Gut, die 11 $ Bearbeitungsgebühr für die Anmeldung habe ich mal abgedrückt, vergeben werden ungefähr (Zahlen aus 2014) 9.000 Plätze auf 77.000 Anmeldungen, Chance, also um die 12 Prozent, wobei das vielleicht für alle Plätze zusammen gilt, es gibt aber drei Töpfe, einen für New York und Umgebung, einen für Rest-USA und einen für den Rest der Welt, ich vermute mal die effektive Wahrscheinlichkeit wird für den Rest der Welt-Topf eher kleiner sein. Die Verlosung findet wohl irgendwann Ende März statt, sollte ich zu den “glücklichen” gehören, die ihren Leib über 42 Kilometer durch New York quälen dürfen, kostet mich das 347 $, Stand heute also knapp 300 €, so das man auf den schmalen Kilometerpreis von 7,11 € kommt – wenn sich der Dollar zu Euro-Kurs so weiter entwickelt wie in der letzten Zeit wird es eher noch teurer. Natürlich würde bei einer eventuellen New York-Reise der Löwenanteil der Kosten sowieso auf Anreise, Hotel etc. fallen, trotzdem aber ein ganz schöner Batzen.

Unabhängig davon, was im März passiert, müsste ich für den Plan, eventuell vorher noch einen zu laufen (weil zwei pro Saison ist ja viel besser und Kram), schon vor der New York-Verlosung trainieren, im Frühjahr wäre dann Kopenhagen eine Möglichkeit, die mir zeitgleich wohl auch den fehlenden Länderpunkt Dänemark ermöglichen würde – und mit knapp 83 € (620 DKK) ist das auch ein richtiges Schnäppchen. Oder vielleicht doch einfach von AB nach Miltenberg laufen, Anreisekosten 0 €, Anmeldegebühr 0 €, jederzeit möglich. ;)

P.S.: Zufällig habe ich auch erst gestern die lange verschollen geglaubten Bilder vom Mainz-Marathon in einem Archiv-Verzeichnis auf der Festplatte gefunden, das famose Bild oben ist eines derselben, damals angefertigt von Fotoreporterin Nina. :)

Man muss nur den richtigen Termin finden…

… dann klappts auch mit Herrn K. bei einem Lauf-Event. Der HVB-City-Lauf ist ja eigentlich ein Pflichttermin, der Start befindet sich in gerade mal 2 Kilometer Entfernung, außer im Jahr 2010, als ich mit Daniel und Nina lief, habe ich es aber nicht mehr geschafft, teilzunehmen, vorletztes Jahr war ich glaube ich am Wochenende in Berlin, Pokalfinale halt, letztes Jahr ging es zwar erst am Samstag nach Berlin, dafür war die Anmeldung gerade geschlossen, als ich mich am 1. Mai anmelden wollte. Diese Woche habe ich dann mal ein paar potenzielle Lauftermine in den Kalender eingetragen (und mir dabei auch überlegt, mal wieder einen Marathon zu laufen *hust*, mal sehen ob ich mich dafür ausreichend motivieren kann) und auch nach dem Termin vom diesjährigen City-Lauf geschaut. Hmm, 8. Mai, das liegt doch aus Fußball-Sicht nicht schlecht, gleich mal überprüft, Augsburg zu Gast bei den Bayern, also kein Wochenendtrip nach Berlin an diesem Wochenende, sehr gut, auch sonst bisher keine Termine, also nichts wie los zur Anmeldung. Das große Grübeln ging dann los, als es zur Auswahl des Laufs kam, beim City-Lauf gibt es nämlich vier Startgruppen:

  • D-Lauf: erwartete Endzeit über 45 Minuten
  • C-Lauf: 38 bis 45 Minuten
  • B-Lauf: 32 bis 38 Minuten
  • A-(Elite-)Lauf: unter 32 Minuten

Gut, A und D fielen ja eh raus, aber zwischen B und C war ich mir nicht sicher. Klar sind die 38 Minuten bei normaler Form kein Problem (Pace 4:49/km auf 7,9 km), trotz nicht ebener Streckenführung, aber Tagesform, hmm. Und vielleicht lieber vorne im C-Lauf mitlaufen als hinten im B-Lauf? Am Ende hab ich mich dann aber doch für B entschieden, mit meiner Pace vom Schlappeseppel Marktplatzlauf 2014 würde ich bei 34:00 ins Ziel kommen, da muss es aber schon richtig gut laufen, irgendwas um die 4:30/km sollte aber drin sein. Die Ergebnisliste vom Marktplatzlauf habe ich mal vorgelegt (“Starten Sie erstmals beim HVB Citylauf legen Sie uns bitte unaufgefordert einen entsprechenden Leistungsnachweis (…) vor.”), im Prinzip wärs mir aber eigentlich auch egal ob ich dann in B oder C starte, der Hinweis für männliche Teilnehmer des B-, C- und D-Laufes (“Männliche Teilnehmer mit einer Zeit im Ziel unter 30 min werden nicht gewertet.”) betrifft mich ja eh nicht. Hoffen wir also das zeitlich und körperlich nichts dazwischen kommt, ansonsten sind die 12 € weg, wenn es vom Wetter her passt wäre das, von daheim startend, eine schöne 12 km-Runde mit je 2 Kilometern Ein- und Auslaufen. :)

Projekt 52.2015.02: Lars Gustafsson – Der Tod eines Bienenzüchters

2015 beginnt zumindest gut für das Projekt 52, pünktlich zum Ende der zweiten Woche im Jahr habe ich das zweite Buch beendet, Lars Gustafssons Der Tod eines Bienenzüchters. Lars Gustaffson war mir mal wieder nicht bekannt, der 1936 geborene Schwede ist Schriftsteller und Philosoph und verfügt über eine umfangreiche Liste an Veröffentlichungen. Laut Wikipedia setzt sich Gustafsson “besonders mit Sinn und Bedeutung, mit Mehrsprachigkeit und Kreativität” auseinander, was man auch im kurzen Roman Der Tod eines Bienenzüchters feststellen kann, selbiger Roman ist der letzte Teil des fünfteiligen Zyklus Risse in der Mauer, wobei ich es immer etwas unglücklich finde, wenn man aus einem Zyklus ein Buch für eine Reihe wie die SZ-Bibliothek auswählt und es dann nicht das erste des Zyklus ist.

Das Buch beginnt mit einer Einleitung eines anonymen Herausgebers und einer Quellenübersicht über mehrere Notizbücher des ehemaligen Lehrers Lars Westin, aus denen der Herausgeber, der sich im amerikanisch-mexikanischen Grenzland befindet, den Rest des Romans zusammengestellt hat. Westin lebt einsam als Bienenzüchter auf dem Land in Västmanland, in der Provinzhaupstadt Västerås wurde Gustaffson selbst geboren. Westin ist krank, allerdings ignoriert er den Brief, der ihm die genaue Diagnose mitteilt und verbrennt ihn schließlich sogar. In den Aufzeichnungen beschreibt Westin die Landschaft und reflektiert über sein Leben, seine Ehe, seine Familie und später auch über seine Kindheit. Nach einer Zeit der Atempause, in der Westin keinen Schmerz spürt, wird der Schmerz immer stärker und am Ende des Buches wartet Westin auf den Krankenwagen: “Man kann immer noch hoffen, daß kein Unglück passiert. Man kann immer noch hoffen.” Es bleibt offen, ob die Hoffnung erfüllt wurde und der anonym gebliebene Herausgeber am Ende Westin selbst ist, der die Krankheit überlebt und sein Leben geändert hat.

Gustaffsons Stil in Der Tod eines Bienenzüchters ist sehr lakonisch, dadurch sind aber auch Westins philosophische Überlegungen recht greifbar. Alles in allem ein interessantes Buch, ich schließe nicht aus, mal weiter in die Risse in der Mauer einzutauchen, Kleinstadtbibliothek sei Dank gibt es aber in der Stadtbücherei keine Bücher von Gustafsson.

Projekt 52.2015.01: Jim Butcher – Cold Days (The Dresden Files, Book 14)

Heiter weiter mit den Dresden Files auch im neuen Jahr, Cold Days schließt an Ghost Story, die Geschichte beginnt also damit, dass Harry aus dem Koma erwacht. In Arctis Tor macht er mehrere Wochen Reha und wird auf sein Amt als Winter Knight vorbereitet. Auf seiner ersten offiziellen Veranstaltung, einer Überraschungsparty zu seinem Geburtstag, gibt es natürlich gleich Krach, Harry vermöbelt die vorlauten Lümmel und bekommt seinen ersten Auftrag von Mab: Maeve, ihre Tochter umbringen. “Hell’s bells” war glaube ich der, wenn vielleicht auch nicht direkt geschrieben, Gedanke Harrys. Wie bringt man denn einen unsterblichen um ist natürlich die nächste Frage, die kann ihm Bob beantworten, der eigentlich jetzt Waldo Butters gehört: an Halloween auf der Erde geht das durchaus, gut also, dass übermorgen Halloween ist. Weniger gut, dass Demonreach, die Insel, ein Problem hat, das Harry lösen soll, die Insel ist quasi ein Supergefängnis für unglaublich böse und mächtige Geister und soll angegriffen werden. Harry soll natürlich aus dem Spiel genommen werden, vermeidet das aber, bis er schließlich verwundet wird und die Wilde Jagd hinter ihm her ist. Mit einem Trick schafft er es allerdings, sich selbst zum Jagdführer für diesen Abend zu bestimmen und auf gehts nach Demonreach, wo die Outsider, Wesen von, naja, wie der Name schon sagt, “Außerhalb”, versuchen, ein Ritual zur Zerstörung des Gefängnisses durchzuführen. Im Prinzip verläuft alles nach Plan, bis ein Outsider versucht, ihn unter Gedankenkontrolle zu bringen. Dank Mollys Hilfe schafft es Harry, die Kontrolle zu lösen und den Namen des Outsiders zu erfahren:

Harry: “I AM HARRY BLACKSTONE COPPERFIELD DRESDEN! Thrice, I command thee! Thrice, I bid thee! By my name I command thee! Tell me who you are!”
Sharkface: I AM GATEBREAKER, HARBINGER! I AM FEARGIVER, HOPESLAYER! I AM HE-WHO-WALKS-BEFORE!

Sharkface, wie Harry den Outsider nennt, ist also ein Wesen ähnlich dem, das Harry zu Beginn seiner Karriere als Zauberer besiegt hat, hinter vielen Problemen der vergangenen Zeit steckt ebenfalls ein Outsider mit dem Namen Nemesis. Nachdem die Outsider abgefrühstückt sind, gilt es, Demonreach zu retten, auf der höchsten Erhebung der Insel findet nämlich gerade noch ein Angriff statt, durchgeführt von Lily, der Summer Lady, und Maeve, der Winter Lady. Harry hat schlussendlich keine Optionen mehr, außer Mab zu beschwören, allerdings erweist sich Maeve als von Nemesis beeinflusst und tötet Lily, ihre Kraft geht auf Sarissa, Maeves Schwester über, die quasi die Reha-Therapeutin von Harry war. Bevor Maeve weiteres Unheil anrichten kann, wird sie von Murphy erschossen und die Kraft der Winter Lady geht – auf Molly über. Hell’s bells, erneut, so hatte sich Harry das nicht vorgestellt, ich bin gespannt was daraus wird. Ansonsten eine gute Geschichte, die Einbindung der Wilden Jagd war sehr gelungen, ebenso fand ich das Auftreten von Cait Sith, mir bisher nur aus Final Fantasy bekannt, witzig, erstaunlich wie die Dinge manchmal zusammenhängen. ;)

Projekt 52.2014.46: Jim Butcher – Ghost Story (The Dresden Files, Book 13)

Letztes Buch in 2014 ist natürlich ein Buch der Dresden Files, nachdem ich zwar nicht mehr weiß, wie ich auf die Serie kam, diese aber regelrecht verschlungen habe also ein passender Jahresabschluss, immerhin machen die Bücher der Serie mehr als ein Viertel aller 46 Bücher aus, die ich in 2014 gelesen habe. :)

Changes endete mit dem Tod von Harry, kann es also überhaupt weiter gehen? In der Tat, zumindest in der Fantasy-Welt, denn Harry kommt in eine Art “Chicago im Leben nach dem Tod” und erhält die Möglichkeit, seinen Mörder zu finden, keine Frage natürlich was die Wahl ist. Ans Geist sein muss sich Harry allerdings gewöhnen, außerdem ist durchaus einige Zeit seit seinem Ableben vergangen und seine Freunde haben das nicht unbedingt gut verarbeitet, vor allem auch weil das Machtvakuum, dass die Vernichtung des Red Court hinterlassen hat, von allerlei seltsamen Dingen gefüllt wird. Harry macht sich mit Hilfe von Mortimer Lindquist, bekannt vom Anfang der Serie, bemerkbar, allerdings wird dieser von Corpsetaker, einem früheren Gegner Harry entführt, damit dieser Lindquists Körper übernehmen kann. Ein mentaler Showdown zwischen dem Corpsetaker und Molly, Harry ehemaliger Adeptin, in den Harry hineingezogen wird, gibt schließlich auch Klarheit über das Ende von Changes: um als Winter Knight kein Monster zu werden, wie es wohl die Regel ist, bat Harry Kincaid um den Gefallen, bei der Rückkehr nach Chicago umgebracht zu werden und Molly entfernte schließlich die Erinnerung daran auf Harrys Wunsch aus seinem Kopf. Allerdings war die Wahl, Winter Knight zu werden, nicht ganz freiwillig, einer der Gefallenen hatte Harry beeinflusst, was ihm schließlich von Uriel offenbart wird. Dieser bietet ihm auch an, weiter für ihn zu arbeiten, oder “hinüberzutreten” – keine leichte Wahl, aber nachdem Harry einen Blick auf seine Freunde werfen darf und sieht, dass diese jetzt zurecht kommen, entscheidet er sich für das hinübertreten. Er erwacht auf Demonreach, wo sein Körper quasi im Koma lag, gepflegt vom genius loci der Insel und Mab selbst, welche seine Aktion mit Kincaid durchaus zu schätzen weiß. Als Mab Harry darauf vorbereitet, eine ihrer Kreaturen zu werden, flüstert ihm Uriel noch die Worte “Lies, Mab cannot change who you are” zu, denn die Kraft ihn zu ändern, wenn er nicht will, hat sie nicht.

Projekt 52.2014.45: Jim Butcher – Changes (The Dresden Files, Book 12)

Changes markiert, wie der Titel andeutet, einen Wendepunkt in den Dresden Files, wenn die Planung von Jim Butcher hält und ich das richtig verstanden habe, folgen danach noch zwölf weitere Bücher, Changes wäre also, dem Titel entsprechend, das Mittelbuch. Der “Change” auf den sich das Buch bezieht, ist dass Harry endlich die Rolle des Winter Knight annimmt, die im Queen Winter, Mab, schon lange angeboten hat, allerdings unter äußerst schwierigen Umständen: nachdem Harry erfahren hat, dass Susan, seine ehemalige Geliebte, ein Kind von ihm geboren hatte und dass Margaret, so ihr Name, von den Vampiren des Red Court entführt wurde, um sie in einem Ritual zu opfern, tut er natürlich alles, um sich auf einen Kampf zu ihrer Befreiung vorzubereiten. Dresden soll natürlich daran gehindert werden, das Ritual zu stören und so gibt es mehrere Versuche, in aus dem Weg zu bringen, als das Haus, in dem sich sein Appartement befindet, in Brand gesetzt wird, versucht er, guter Mensch der er ist, seine ältlichen Nachbarn zu retten, wird dabei aber nach einem Sturz an der Wirbelsäule verletzt und kann sich nicht mehr bewegen – die einzige Möglichkeit, die ihm anscheinend bleibt, ist es, Mabs Angebot anzunehmen und, bevor er den Dienst antritt, den Vampiren in den Arsch zu treten. Gesagt, getan, widerwillig nimmt er das Angebot an, wird der neue Winter Knight und erhält Aufschub, bis die Mission erfüllt ist. Mit einem mächtigen Striketeam zusammen geht es nach Chichén Itzá, wo das Ritual in der Kukulcán-Pyramide stattfinden soll. Ein massiver Kampf entbrennt, der zwar zur Rettung von Margaret führt, aber den Tod Susans zur Folge hat, sie opfert sich quasi, um das Ritual zu beenden, was dann zur Vernichtung quasi des gesamten Red Court führt, Knackpunkt dabei ist allerdings das Harry das Messer führt, dass ihr die Kehle durchschneidet. Margaret übergibt er an Father Forthill, der ein sichere Zuhause für sie finden soll und alles scheint sich dann doch ganz gut gelöst zu haben, sogar die Beziehung zu Murphy flammt am Ende neu auf und die beiden sind zu einem Date verabredet, als Harry jedoch auf einem Steg auf sie wartet, wird er erschossen und fällt in den Lake Michigan.

Die Geschichte mit dem Winter Knight war dann halt auch irgendwann mal fällig, der Kampf in Chichén Itzá ist wirklich sehr massiv, dass Harrys Patin Lea auch mal wieder einen erweiterten Auftritt hat, ist auch durchaus begrüßenswert. Plotmäßig weniger verschlungen als viele andere, dafür mit einem ordentlich Cliffhanger am Ende.

Projekt 52.2014.44: Jim Butcher – Turn Coat (The Dresden Files, Book 11)

Paukenschlag zum Auftakt von Turn Coat, ausgrechnet Harrys Warden-Nemesis Morgan erscheint schwer verletzt an seiner Tür und bittet um Hilfe – angeblich soll Morgan ein Mitglied des Senior Council, La Fortier, ermordet haben. Harry versucht natürlich, die Geschichte aufzuklären, daneben gibt es aber ein größere Problem, denn ein Naagloshi, ein Formwandler, erweist sich als zusätzlicher und übermächtiger Gegner. Dresden benutzt Demonreach zum Endkampf, in dem er sowohl die Verantwortlichen hinter dem Mord an La Fortier, den Naagloshi die Zauberer des Senior Council und die Vampire des Hause Raith zur gleichen Zeit auf die Insel bestellt. Es entwickelt sich ein ordentlicher Kampf, der mit etwas Glück auch gut ausgeht, auch wenn der Naagloshi entkommen kann. Da Harry vorgesorgt hatte, hat er, obwohl der Kampf nicht genau das gewünscht Ergebnis gebracht hat, den Verräter enttarnt, der Morgan hereinlegen wollte, als er diesen vor dem Tribunal gegen Morgan in der Festung der Zauberer in Schottland enttarnt, ermordet dieser allerdings eine Menge Zauberer, bevor er flieht. Auf der Verfolgung wird er schließlich von Morgan ermordet, der daraufhin tödlich verwundet zusammenbricht. Im Prinzip also alles gut, wenn man davon absieht dass die Geschichte mit Anastasia, mit der Harry quasi liiert war, damit beendet ist, denn der Verräter hat sie quasi dahingehend manipuliert, mit Harry zusammen zu sein.

Sehr gruselig war der Naagloshi, da ist ja alleine schon der Name ein Horror, ansonsten fand ich die Geschichte erfrischend, die Charakterentwicklung gelingt Butcher eigentlich immer sehr gut, vor allem das Verhältnis von Molly und Morgan hatte auch durchaus seinen Reiz, erinnerte ein bisschen an das Rätsel mit dem Wolf, der Ziege und dem Kohlkopf. ;)