Projekt 52.2015.16: Hugues Labiano – Dixie Road

Heiter weiter mit den Graphic Novels aus der Stadtbücherei, bei Dixie Road handelt es sich um ein Buch, dessen Handlung in den 1930er Jahren in den Vereinigten Statten spielt, die Handlung ist durchaus vergleichbar mit John Steinbecks Früchte des Zorns, dementsprechend geht es in dem Buch zum Teil äußerst brutal zur Sache. Die Bilder sind wunderschön, eine sehr lesens- und anschauenswerte Graphic Novel.

Projekt 52.2015.15: Sven Regener – Herr Lehmann: Gezeichnet von Tim Dinter

Herr Lehmann ist ja altbekannt: die Dehyrdierung ist der größte Feind des Trinkers, immer an die Elektrolyte denken und das Frühstück ist der Feind an sich. Den Film hatte ich erst “letztens”, wahrscheinlich auch schon wieder drei Jahre her, gesehen, wird also mal wieder Zeit. Die Graphic Novel hat die besten Sprüche gut eingebaut und ist auch vom Zeichenstil her ganz nett gemacht, wer Herr Lehmann kennt und mag für den ist Herr Lehmann: Gezeichnet von Tim Dinter durchaus zu empfehlen.

Projekt 52.2015.14: Michael Lesch (Hrsg.) – Die Entdeckung des Higgs-Teilchens oder wie das Universum seine Masse bekam

Zufällig in der Stadtbücherei gesehen, war mal wieder Zeit für ein populärwissenschaftliches Buch. Die Entdeckung des Higgs-Teilchens besteht aus recht interessanten Geschichten rund um die Geschichte desselben, das heutige Elementarteilchenmodell, den Large Hadron Collider und natürlich die Entdeckung des Higgs-Teilchens. Was ich – neben vielen anderen Dingen – nicht wusste, war dass das Higgs-Boson mehr oder weniger zufällig zu der Bezeichnung als “Gottesteilchen” kam, weil das Buch von Leon Lederman The God Particle: If the Universe Is the Answer, What Is the Question? heißt – eigentlich war aber The Goddam Particle geplant, was aber am Verlag scheiterte. Ansonsten einige interessante Sachen, vor allem was die Elementarteilchen betrifft, da habe ich in der Schule ganz andere Sachen gelernt, als mittlerweile aktuell sind. 😉

Projekt 52.2015.13: Alan Moore, Eddie Campbell – From Hell

In der Stadtbücherei bin ich mal wieder über ein paar Graphic Novels gestolpert, From Hell fiel mir wegen des gleichnamigen Films mit Johnny Depp ins Auge und in der Tat basiert der Film lose auf dem Buch. Das Buch ist ein durchaus monumentales Werk, umfangreicher Prolog, Epilog und 14 mächtige Kapitel, gefolgt von 50 Seiten Anhang, in denen Moore die Handlung erklärt. Der Anhang war mir dann doch zu mächtig, dazu müsste ich das Buch nochmal lesen und einen Finger im Anhang lassen, um schnell nachzuschauen. 😉

Die Handlung ist schnell erzählt, es geht natürlich um Jack the Ripper und eine Theorie dahinter, wer der Mörder gewesen sein könnte: Sir William Gull, ein Freimaurer, der im Auftrag von Königin Victoria mehrere Prostituierte umbrachte, die die Krone erpressten, da sie von einem unehelichen Kind des Thronfolgers Albert Victor wussten. Sehr interessant und äußert aufwändig, kein Wunder dass das Buch als erster Band der SZ-Bibliothek “Graphic Novels” ausgewählt wurde – das wäre eigentlich auch eine Sammlung für mich, danach muss ich mich mal umschauen.

Abpfiff jetzt

Sorry Paderborn. Aber damit könnte ich sehr gut leben:

1. Bundesliga, Saison 2014/15, 33. Spieltag, Stand 16:06

20. HVB Citylauf Aschaffenburg

5 Jahre nach meiner ersten Teilnahme am HVB Citylauf, damals mit Daniel und Nina, habe ich es endlich mal wieder geschafft, an dem Lauf teilzunehmen. Vorher war es eine Mischung aus Desinteresse, Terminkollision oder verpasster Anmeldefrist, dieses Jahr meldete ich mich bereits im Januar an, also mehr als rechtzeitig. Es wurde auch mal wieder Zeit für einen Lauf, der letzte war bereits vor mehr als einem halben Jahr der 6. Sunbed Volks- und Straßenlauf Rund um das Vitamar (der heißt nur so, der geht gar nicht rund um das Vitamar ;)).

Wie bereits geschrieben war ich mir unklar, für welchen Lauf ich melden sollte, beim Citylauf hat man prinzipiell die Wahl zwischen drei Läufen (B, C und D), wobei für B eine Zielzeit zwischen 32 und 38 Minuten erwartet wird. Nachdem ich letztes Jahr recht gut Tempo gelaufen bin war dann der B-Lauf auserkoren, 38 Minuten für 7,9 km sind ja auch nur eine Pace von knapp 4:50/km. Was ich im Januar allerdings noch nicht wusste war, dass ich mich im weiteren Verlauf des Winters mit recht viel Kränkelei rumschlagen musste und so gar nicht in Schwung kam, weder was das Laufen an sich noch was das Tempolaufen angeht, Lauf hatte ich vorher wie gesagt auch keinen, obwohl es bereits zwei Läufe des Cordenka Laufcups gab: beim Marktplatzlauf war ich am Wochenende in Liverpool, der Limeslauf war am Tag nach dem Leverkusen-Spiel und Claus noch zu Gast. Immerhin war ich etwas auf Strecke gekommen in der Zwischenzeit, um wenigstens ein bisschen Tempo zu machen hatte ich noch zwei Einheiten mit 5 km auf 4:30/km im Schönbusch plus 2,5 km Ein- und Auslaufen eingeschoben, das lief nicht entspannt, aber zumindest vom Endergebnis her zufriedenstellend.

Vor dem Lauf hatte ich dann noch ein lustiges Erlebnis beim Abholen der Startunterlagen, als mich Renndirektor Günter Guderley persönlich ansprach, ob das mit dem B-Lauf klappen würde – ich dachte schon er hatte telepathisch meine schlechte Form erkannt, allerdings stehen auf dem Umschlag auch die vorherigen Finisherzeiten und bei mir dementsprechend nur ein von über 50 Minuten. Nachdem Ummelden eh nicht geht habe ich halt gesagt dass irgendjemand auch letzter werden muss im B-Lauf. 😉

Am Tag vorher gab es dann, auf Hinweis eines Studenten aus meiner Internettechnologien-Vorlesung, nur ein Kurzprogramm mit 10 richtig kurzen Vollgassprints, das lief dann auch ganz gut und am Freitag stand im Wesentlichen warten auf dem Programm, der B-Lauf geht ja erst um 20:10 los, ungewohnt, die meisten Veranstaltungen sind ja doch morgens. Wie geplant ging es dann von daheim aus bereits in Laufmontur los, warm laufen auf dem Weg zum Event, mal was neues und durchaus nett. Vor Ort dann noch mehrmals aufs Klo und dann war es auch schon bald Zeit für den Start. Ich hätte mich weiter vorne einsortiert, habe dann aber meinen Platz für den finalen Toilettengang aufgegeben und stand etwas weiter hinten.

Obwohl der B-Lauf deutlich dünner besetzt ist als die anderen war es erst mal ganz schön eng, Tempo machen also nicht wirklich drin, so gegen Ende der ersten Runde wurde es dann aber schon besser. So richtig auf die Uhr geschaut habe ich zawr nicht, allerdings bin ich vielleicht auch einfach zu sehr Kopfmensch und nehme dann, wenn ich doch sehe dass die aktuelle Pace recht schnell ist, lieber ein bisschen Tempo raus bevor ich am Ende keine Kraft mehr habe. Es lief jedenfalls ganz gut, bergab bemühte ich mich, immer ordentlich Gas zu geben und auf den Steigungen nur etwas Tempo rauszunehmen, sehr nett ist, dass die Strecke eigentlich konstant gut von Zuschauern gesäumt ist, das ist ja bei vielen Wald- und Wiesenläufe naturgemäß nicht der Fall. Den einzigen Aufreger hatte ich, als ich kurzzeitig unsicher war ob ich mich bei den Runden verzählt hatte, es war dann aber alles richtig. Gas geben war dann ab dem Rossmarkt, also nach der letzten Steigung angesagt, ein Mal noch durch die Kehre vor der ehemaligen LZB, eine weitere Kurve um Richtung Schloss abzubiegen und dann ab Richtung Ziel, inklusive kurzer Vollgasphase am Ende.

Im Ziel war ich dann ganz gut gemolken, am Ende blieb die Uhr bei 33:34 stehen, Schnapszahl knapp verpasst, hätte ich das nur rechtzeitig gemerkt. 😀 Meine Angst, vom Tempo her völlig abzukotzen, war also unbegründet, die Pace war eine 4:15/km und damit 3 Sekunden schneller als beim (2,1 km längeren) Marktplatzlauf letztes Jahr, also nicht nur eine neue Bestzeit beim Citylauf sondern auch eine neue Best-Pace, und das quasi ohne wirkliches Tempotraining, erstaunlich wie das bei Wettkämpfen immer besser geht als im Training. Ein bisschen mehr Gas hätte ich vielleicht während des Rennens geben können, die letzte Runde war denke ich sowieso okay, nächstes Mal vielleicht doch mal ganz vorne starten und sehen was das bringt.

Im Zielbereich schnappte ich mir kurz ein Wasser und ein (neu von Eder) alkoholfreies Pils und sah dann endlich auch Mama K., die ich an der Strecke nicht gesehen hatte. Noch das baumwollene Finishershirt abgeholt und von einem Sponsor noch einen 1l-Beutel fürs Handgepäck abgegriffen, dann schauten wir noch beim Elite-A-Lauf zu, da geht es ganz schön ab, die Siegerzeit war am Ende ein 21:47, Pace 2:45/km!? Danach ging es zum Auslaufen nach Hause und dann halbwegs zeitig in die Heia, denn am Samstag stand ein früh beginnender Ausflug auf das Stuttgarter Frühlingsfest an.

Weil ich ein Geizhals bin und nicht bereit, 10 € für ein einziges JPG-Bild zu bezahlen gibt es hier nur die Thumbnails von Sportonline-Foto.de:

P.S.: Für die Statistik: 271. von 2281 Finishern, 240. von 1535 Männern, 28. von 148 Männern in der Altersklasse M35.

Bayer Leverkusen – FC Bayern München 2:0 (0:0)

Jahrelange habe ich mich regelmäßig beim FC Bayern für Auswärtskarten in Leverkusen beworben, ich hatte es mit dem Ground ja nicht eilig, nach ebenso jahrelangen, regelmäßigen Absagen hatte ich mich dann im Dezember 2011 allerdings für Nägel mit Köpfen entschieden und das Stadion bei einem Spiel gegen Nürnberg, das auch noch der Club gewann, abgehakt. Erst im März war ich dann zufällig das zweite Mal da, als ich sowieso in Köln war und Leverkusen das Abendspiel gegen Stuttgart hatte. Aller Gute Dinge sind halt drei und auch wenn mich der FC Bayern mal wieder nicht mit Karten bediente, so kam ich doch durch Vermittlung von Hubert an zwei Gäste-Steher, muy bien und vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle! Dass die Meisterschaft bereits letztes Wochenende von der Couch aus eingetütet wurde, war vorher nicht abzusehen, sorgte aber zumindest für wenig Anspannung vor dem Spiel, auch kein Fehler.

Mit dem bereits am 1. Mai angereisten Claus gings nach kurzer Grilleinlage bei Familie Sch. also ab nach Leverkusen, völlig schmerzfrei am Samstag Mittag und mein bereits ausgekundschafteter Parkplatz erwies sich wieder mal als gute Wahl. Rechtzeitig, um gegenüber dem Stadion noch einen Cache zu heben, waren wir da und dann auch eine dreiviertel Stunde vor Anpfiff im Gästeblock, das wäre ausnahmsweise aber gar nicht nötig gewesen, man konnte recht bequem stehen, das habe ich bei vielen Spielen schon anders erlebt, vielleicht hatten sich einige auf Grund des unwichtigen Spieles entschieden, nicht zu kommen? Ein Schmankerl gabs vorher mal wieder beim Einlass, den Stift, den ich im Brillenetui hatte, von wegen Cache vorher und so, musste ich wegwerfen, charmant wie immer die Eigentumsaufgabe nach § 959 BGB. Ich hatte kurz überlegt, das stänkern anzufangen, aber a) bringt das eh nix und b) lohnt sich das nicht wegen eines ADAC-Kugelschreibers, tatsächlich steht auf der Eintrittskarte auch “Untersagt ist das Mitbringen von als Wurfgeschoss verwendbaren Gegenständen (…)” – da bin ich ja froh dass ich Kleingeld, Fotoapparat und Brillenetui behalten durfte… 😉

Laune noch leicht besser vor dem Anpfiff als nach dem Abpfiff ;)

Laune noch leicht besser vor dem Anpfiff als nach dem Abpfiff ;)

Die letzten zwei Mal saß ich auf der Osttribüne, dieses Mal gegenüber in der Südwest-Ecke, das Stadion bleibt, dank dieser seltsamen Südtribüne, einfach irgendwie komisch. Ansonsten war zumindest die Stimmung im Bayernblock gut, “Deutscher Fußballmeister” und so. :) Das Spiel hätte, trotz der ungewohnten Aufstellung – die Bayern mit Strieder und Gaudino in der Startformation, später kam noch Görtler für Pizarro – nicht verloren gehen müssen, allein Götze hätte locker zwei Tore machen können, ebenso hatte Pizarro durchaus ein Tor auf dem Fuß. Wenig hilfreich war auch Schiedsrichter Dingert, der Leverkusen nach belieben Foul spielen ließ, alleine Bellarabi hatte 3 Fouls sehr kurz hintereinander, Hilbert insgesamt glaube ich 5 Stück, die erste Karte sah mit Dante aber natürlich ein Bayer, am Ende auch trotz 26:15 Fouls 1:4 gelbe Karten. Gut, das war nicht spielentscheidend, aber nervig, Götze hätte halt ein Tor machen müssen, so schoss Calhanoglu einen feinen Freistoß, der begünstigt durch eine schlecht reagierende Mauer und einen etwas zu weit auf der Seite stehenden Neuer zum 1:0 führte. Nachdem Götze seine zweite Chance vergeben hatte, zeigte Geburtstagskind Brandt, wie man einen Konter ausspielt und erzielte den Endstand. Eine Niederlage ohne Konsequenzen nach einem von beiden Seiten nicht sonderlich guten Spiel, immerhin wurde die Mannschaft noch ordentlich vor dem Block gefeiert, das wäre früher nach einer Niederlage trotz frisch eingefahreren Meisterschaft vielleicht auch anders gewesen, war aber schön.

Mehr oder weniger neutral gelaunt ging es dann zurück zum Auto, zum Glück entdeckte ich auf dem Weg noch einen Mini-Markt, in dem ich ein bisschen Fahrtverpflegung einkaufen konnte. Dank Claus’ Gasfuß waren wir flott wieder daheim und ließen den Tag noch bei Weizenbier ausklingen.

Bilder

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