Projekt 52.2015.07: Tess Gerritsen – Roter Engel

Mit Roter Engel stand ein Werk aus der Prä-Rizzoli & Isles-Zeit von Tess Gerritsen auf der Liste, Mama K. hatte das Buch gerade gelesen, es kam mir für zwischendurch ganz recht, Per Olov Enquists Das Buch von Blanche und Marie ist doch etwas sperrig. ;) Auffällig ist mal wieder die tolle Übersetzung des Titels, im Original Life Support, passend zum Inhalt, in Deutsch wird daraus, was auch immer der Bezug zum Inhalt sein soll, eben Roter Engel.

Dr. Toby Harper ist Ärztin in der Notaufnahme und pflegt nebenbei noch ihre demente Mutter. Als ein Patient aus der Notaufnahme verschwindet, ist ihr Job in Gefahr, trotzdem ist sie weiter unbequem und fordert bei einem gerade verstorbenen Patienten, Bewohner des gleichen Altenheims, eine Autopsie. Das bringt sie auf Konfrontation mit dem Altersheim für reiche Menschen, Brant Hill, es erweist sich aber, dass der Patient Creutzfeldt-Jakob hatte. Während sich die Anzeichen verdichten, dass in Brant Hill etwas nicht mit rechten Dingen zu geht, fällt Tobys Leben auseinander, als ihre Mutter ins Koma fällt, und ein befreundeter Arzt ermordet wird. Auch mit der Hilfe des Gerichtsmediziners Dan Dvorak schafft es Toby am Ende, die mysteriösen und am Ende recht schaurigen Vorfälle aufzuklären.

Bis auf die Nebengeschichte mit der Prostituierten Molly hat mir das Buch gut gefallen, am Ende geht aber alles ein bisschen zu schnell, man merkt Gerritsen an, dass sie ihren Stil bei den Rizzoli & Isles-Büchern durchaus verbessert hat. Trotz allem solide für zwischendurch und spannend genug.

FC Bayern München – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)

Nach dem samstäglichen Ausflug nach Unterhaching nebst Versackung im Stadion an der Schleißheimer Straße ging der Sonntag gemütlich los, wir hatten es ja auch gar nicht eilig, mir wäre sogar das Nachmittagsspiel lieber gewesen, von wegen dreieinhalb Stunden Heimfahrt nach Abpfiff, vor allem bei dem Schietwetter, es war unanganehm kalt und windig, weshalb sich unser kleiner Ausflug in die Innenstadt am frühen Nachmittag auch eher kurz gestaltete, so war Flo immerhin jetzt aber auch als Münchner endlich mal auf dem Marienplatz. ;) Zeitig waren wir dann in Fröttmaning, also gings nochmal zum Gasthaus Bock, das einzige Essen des Tages einfahren, später stießen dann auch Claus und Mike noch dazu und ab gings ins Stadion.

Claus sei Dank gab es nicht nur überhaupt Karten für das Spiel sondern sogar noch Deluxe-Südkurven-Steher! Da wir etwas spät waren mussten wir allerdings ganz nach unten, interessante Perspektive auf jeden Fall, auch wenn die taktische Übersicht natürlich nicht so gegeben ist, viel verpasst habe ich aber wohl nicht. Bayern am Anfang mit Druck, der dann abflaute, mal wieder sorgte der erste Angriff der Gäste für die Führung, bei der wohl Neue unglücklich aussah, den Schuss sah ich zwar noch, die missglückte Parade wurde mir allerdings durch die seitlich neben mir Stehenden verdeckt. Dass dem Konter der Gladbacher anscheinend ein fälschlicherweise ihnen zugesprochener Einwurf vorausging (was ich gelesen habe, aber aus der Stadionperspektive nicht gesehen), darüber redet komischerweise niemand, sind halt einfach die Dusel-Bayern die immer vom Schiedsrichter profitieren…

Ich hatte die Hoffnung, dass in der zweiten Halbzeit ein bisschen was auf das Gladbacher Tor direkt vor uns gehen würde, aber Fehlanzeige, Gladbach weiterhin nicht daran interessiert, sich am Spiel zu beteiligen, Bayern ohne richtigen Druck, spätestens nach dem 0:2 in der 77. Minute war die Messe gelesen, am Ende hätte Gladbach auch noch eins machen können. Interessant allerdings, wie der Kicker bei einem Torschussverhältnis von 16:4 auf ein Chancenverhältnis von 2:5 kommt… ;)

Gegen Gladbach ist halt in den letzten Jahren immer schwer, wenn Gladbach dann auch noch in Führung geht natürlich noch mehr, es ist allerdings nicht das erste Mal, dass wir durch den ersten Angriff kalt erwischt werden, da stehen wir vielleicht zu hoch – aber was will man machen, wenn 11 Gladbacher in der eigenen Hälfte stehen, wenn sich die Innenverteidiger den Ball zuschieben gibt das nach spätestens 2 Minuten ein Pfeifkonzert… Von den letzten sechs Bayern-Spielen, die ich live gesehen habe, war übrigens nur ein Spiel ein Sieg (das Pokalfinale 2014), ansonsten stehen 1 Unentschieden und 4 Niederlagen zu Buche, das muss man auch erst mal schaffen. :D

Nervig war dann noch die Heimfahrt, weil bis hinter Ingolstadt ganz schön was los war, aber keiner rechts fahren wollte, bei 4 Spuren wird dann halt mit 110 auf der zweiten Spur von links rumgezuckelt, fürchterbar. Auf dem Weg immerhin noch drei Caches gehoben und gegen halb zwölf daheim, hätte schlimmer kommen können.

Bilder

Südkurven-Perspektive

Südkurven-Perspektive

Nette Aktion in der Halbzeitpause mit Kindern mit Down-Syndrom vor der Südkurve

Nette Aktion in der Halbzeitpause mit Kindern mit Down-Syndrom vor der Südkurve

Lahm, Neuer, Schweinsteiger auf dem Weg in die Kurve

Lahm, Neuer, Schweinsteiger auf dem Weg in die Kurve

Lewandowski, Müller und Bernat in der Kurve

Lewandowski, Müller und Bernat in der Kurve

Endstand, Allianz-Arena, FC Bayern München - Borussia Moenchengladbach

SpVgg Unterhaching – Stuttgarter Kickers 1:2 (1:1)

Dank Claus gabs eine Karte für das sonntägliche Bayern-Spiel gegen Gladbach und da Flo mittlerweile in München wohnt bot es sich an, da noch etwas dranzuhängen. Eigentlich hatte ich auch ein Freitagsspiel geplant, FC Bayern Amateure gegen die zweite Mannschaft von Ingolstadt, Flo klärte mich zum Glück rechtzeitig auf, dass das Spiel bereits am Donnerstag war, mal wieder so eine sinnvolle Ansetzung vom BFV, also ging es am Samstag morgen direkt nach Unterhaching, die 360 Kilometer gingen, auch dank eines Caches auf dem Weg, schmerzfrei vorbei.

In Unterhaching war ich vor knapp sieben Jahren schon mal, geändert hat sich seitdem wenig, außer dass das Stadion jetzt “Alpenbauer Sportpark” heißt. Die Stadionrunde war wenig ergiebig, bis auf die Nord- und die Osttribüne ist von außen wenig zu sehen, dafür gabs noch einen Cache im kleinen Park auf dem Weg zur S-Bahn und ich konnte mir nochmal das nette Graffito in der Unterführung anschauen. Recht humorig war dann die Einlasskontrolle: “Sind Sie Diabetiker?” – lag an der anscheinend nicht ganz eindeutigen Form meiner Fototasche. ;)

Vor einer überschaubaren Kulisse von 2.000 Zuschauern, davon ein gut gefüllter Gästeblock, gings gleich flott zur Sache, die eigentlich eher defensiv orientierten Hachinger nutzten einen Fehler im Spielaufbau bereits nach 4 Minuten zur Führung, SVK-Keeper Müller, der weit aus dem 16er gelaufen war und überlupft wurde, sah dabei unglücklich aus, die Ursache für das Tor war er aber nicht. Quasi postwendend kamen die Kickers durch Innenverteidiger Baumgärtel nur drei Minuten später zum Ausgleich, das flotte Tempo hielt das Spiel dann aber leider nicht und es wurde recht unansehnlich, Haching ging auch recht rustikal zu Werk, am Ende standen aber auf beiden Seiten drei Gelbe Karten. Auch in der zweiten Halbzeit war erst mal nicht viel geboten, am Ende drückten die Kickers und hatten das bessere Ende für sich, als Marc Stein knapp 10 Minuten vor dem Abpfiff den Siegtreffer erzielte. War keine besondere Leistung der Kickers, aber Hauptsache drei Punkte, im Gegensatz zu den Bayern, bei denen ich in letzter Zeit wenn ich mal da bin maximal ein Unentschieden sehe, klappt es bei den Kickers im Allgemeinen wenn ich dabei bin. ;) Für die Kickers jedenfalls ein wichtiger Sieg, der sie im Rennen um den Aufstieg hält, Haching ist als Siebzehnter aktuell nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.

Eigentlich wollte ich noch was über Christian Ziege schreiben, der zum Zeitpunkt des Spiels noch Trainer in Haching war, allerdings ist er am darauffolgenden Mittwoch zurückgetreten, mit ihm auch ein alter Bekannter, der Co-Trainer war, Francisco Copado. Das Traineramt hat jetzt erstmal Sportdirektor Claus Schromm übernommen.

Für mich gings nach der langen Anfahrt nach dem Spiel zum Glück nur den kurzen Weg nach Moosach zu Flo. Nach etwas rumdölmern gings dann am Abend noch auf die Walz, endlich konnte ich mal das Stadion an der Schleißheimer Straße besuchen, das ist schon ein Laden nach meinem Geschmack. Gut geplant gings dann mit der letzten Bahn zurück nach Hause, dank Kickers-Auswärtssieg also ein rundum gelungener Samstag. :)

Bilder

444 consecutive days with finds

Letztes Jahr nahm ich mir vor, jeden Tag einen Geocache zu heben, zumindest solange bis ich a) keinen Bock mehr hätte oder b) es unmöglich wäre an einem Tag einen zu finden (Urlaub und so…) oder c) es einfach zu umständlich wäre weiterzumachen – die “Homezone” ist ja doch nicht so beliebig groß und als Homeofficeler kommt man halt auch nicht so viel rum wie jemand der pendelt – das ist aber auch der einzige Vorteil, den ich mir beim Pendeln denken kann. ;)

Es ging dann allerdings im Jahr 2014 recht schmerzfrei vonstatten, in AB selbst hatte ich nur ein Mal Schwierigkeiten, als ich gegen 23:00 in Waldaschaff den Cache des Tages heben wollte, aber nicht fündig wurde, zum Glück gab es noch eine Ausweichmöglichkeit. Der Frankreich-Urlaub an Pfingsten war dann recht nervig, weil ich jeden Tag früh morgens aus dem Campingplatz musste, anstatt einfach zum Strand zu schlappen, das gebe ich mir auf jeden Fall nicht nochmal. Der letzte kritische Punkt war dann der Segeltrip in Kroatien, aber selbst dort gab es, ungeplanterweise, jeden Tag einen Cache zu finden, dazu noch die drei Länderpunkte Kroatien, Slowenien und Österreich. Ansonsten wie gesagt schmerzfrei, so dass ich beschloss, einfach mal weiter zu machen, 444 Tage am Stück sind doch auch eine schöne Zahl… das war dann dieses Jahr bisher auch kein Problem, aufgehört habe ich dann aber trotzdem noch nicht, bis zum Surfurlaub an Pfingsten, an dem ich mir wie gesagt den Stress nicht nochmal geben möchte, denn es kamen keine neuen Caches in Seignosse und die Fahrerei wird irgendwann einfach blöd, geht es jetzt auch noch weiter, beziehungsweise bis kurz davor.

Recht schmucklos, aber so sieht das halt im Profil bei Geocaching.com aus... ;)

Recht schmucklos, aber so sieht das halt im Profil bei Geocaching.com aus… ;)

Als Endziel peile ich jetzt 500 Tage an, Schluss ist also irgendwann im Mai, einziger Problempunkt evtl. der österliche Englandtrip, aber das lief bisher ja auch immer ganz gut. Jetzt ist nur die Frage, ob ich dann sage ich mache Punkt 500 Schluss für die runde Zahl oder nehme noch mit was bis zum Surfurlaub geht… nicht dass ich mir am Ende eine 501-Challenge oder sowas verbaue, nur weil ich eine runde Zahl wollte. ;)

Be careful what you apply for, you might get in

Jetzt habe ich den Salat… ;)

I'm in!

I’m in!

Zum Glück weiß ich als alter HIMYM-Fan schon, wie man einen Marathon läuft: “Step 1, you start running. There is no step 2.”