Gillingham FC – Sheffield United 1:2

Nach einem Cookie-und-Tee-Frühstück – Comfort Hotel sei Dank – ging es mit dem Zug zurück nach London, dann fußläufig zur Cannon Street und ab nach Gillingham. Hätte ich mal am Tag Return gebucht, wäre es deutlich billiger gewesen als Off-Peak hin, Advance zurück, immerhin hatte ich aber für die Rückfahrt den schnellen Zug, durchaus sinnvoll weil ich ja noch laufen gehen wollte. Im Zug waren noch zwei andere Hopper, anscheinend ein Brite und ein Deutscher mit Preußen Münster-Poloshirt, sieht man auch nicht alle Tage. 😉 In Gillingham angekommen kurz gecached, dann ab in die Stadt und ohne jeglichen Einkauf recht zeitig auf zum Ground, da ich keine Lust auf ausgedehnte Einkaufereien oder Essen hatte.

Von außen ist da Priestfield Stadium nicht spektakulär, hat aber recht beeindruckende Flutlichter und überzeugt wieder durch seine Lage im Wohngebiet. Hier gab es auch eine komplette Stadionrunde, ehe es so früh wie selten ins Stadion ging. Ich hatte mir einen Platz mittig auf dem Gordon Road Stand gesichert, so dass ich zwar nicht den Schriftzug „The Gills“ sehen konnte, dafür einen schönen Blick auf die Haupttribüne hatte, auf die beiden Hintertortribünen, von denen eine sogar unüberdacht und nur Stahlrohr ist, natürlich sowieso. Auch hier sind alle Tribünen deutlich unterschiedlich, ebenso wie in der Kenilworth Road am Tag davor.

Bei fast schon herbstlichem Wetter – ich war froh, Zipper und Jacke griffbereit zu haben – gab es auch hier ein ganz munteres Spiel, die Blades gefühlt eigentlich einen Tick besser, die Gills aber mit der Führung nach 35 Minuten durch einen sehenswert getretenen direkten Freistoß. In der zweiten Halbzeit war der Ausgleich dann nur eine Frage der Zeit, Sheffield glich nach insgesamt gespielten 65 Minuten aus und erhielt, als alle sich schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, noch einen Elfmeter in der Nachspielzeit, der sicher verwandelt natürlich den Sieg bedeutete.

Für mich ging es nach dem Spiel noch schnell zum Off-Licence, ein bisschen was zu trinken kaufen für die Hydrierung vor dem Laufen, ehe es mit dem Express nach St. Pancras ging, via Ebbsfleet International und Stratford International, auch mal interessant. Von St. Pancras aus schnell mit der Tube zur altbekannten Old Street gedonnert, mal wieder den falschen Ausgang genommen aber trotzdem schmerzfrei zum Easyhotel gekommen, Gepäck abgelegt und los auf einen abendlichen 15 km-Lauf am Regent’s Canal bis zum Limehouse Basin. War relativ flott, deshalb auch ziemlich anstrengend, immerhin wurde ich von radelnden Franzosen gelobt: „Il court très vite!“ 🙂 Nach dem Lauf kurz frisch gemacht, beim Sainsbury’s Verpflegung und Souvenirs gekauft und nach einem Soft Dring & Burger-Special beim Wetherspoons ging es auch schon wieder zurück ins Hotel, denn am nächsten Morgen hieß es ja wieder Abfahrt Liverpool Street 04:50…

Nicht Portsmouth, nicht Plymouth: London am Limehouse Basin!

Nicht Portsmouth, nicht Plymouth: London am Limehouse Basin!

Sehr smoother Trip, das einzig nervige an Hahn sind echt die arg frühen Flugzeiten, auch wenn ich es dieses Mal ganz gut weg gesteckt habe und sogar mal wieder in London laufen war, yay. Mittlerweile bin ich also auf 5 Rest-Grounds runter, dieses Jahr fallen dann noch mindestens drei: Rochdale mache ich ja am Samstag vor dem York-Marathon, relativ glücklich hat es sich ergeben, dass nächste Woche Leicester und West Ham beide Heimspiele im EFL-Cup haben und es dafür auch Tickets zu erwerben gab. Dass es bei West Ham günstig war, bei Leicester aber die Mitgliedschaft für 80 Pfund dazu gebucht werden musste, naja, dafür sind die beiden befürchteten Problemgrounds mit einem Trip und noch vor Rochdale erledigt. Restprogramm nach dem 08. Oktober 2016: Barnet und Wycombe – easy as pie und vielleicht noch in 2016 erledigt. 😀

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Luton Town – Wycombe Wanderers 4:1

Erster England-Trip der Saison, relativ spontan ergab sich ein Wochenende mit Möglichkeit für zwei neue Grounds, das war bei den restlichen sieben Grounds ja nicht sonderlich wahrscheinlich, vor allem da es ein Länderspiel-Wochenende war und damit die beiden Premier League-Kandidaten Leicester und West Ham ausfielen. Einzig der Flug ließ mich abwägen, ob es sich lohnt, da er trotz Hahn kein rechtes Schnäppchen war, aber klar, knapp gebucht und dann auch noch Ferienwochenende, was will man machen, dafür reichten zwei Übernachtungen für zwei Grounds, alles in allem dann nach sorgfältigtem Abwägen also dafür entschieden und auf den für Sonntag im Trainingsplan stehenden Halbmarathon gepfiffen, der Preis wird dann in York bezahlt. 😉

Zur üblich nachtschlafenen Zeit ging es nach Hahn, dann ab nach Stansted und wieder mit dem Easybus/AirportBus Express bis zur Liverpool Street. Bei Kaiserwetter kurz beim Tesco Frühstück gekauft und erst mal fußlufig ab zur Themse, dort auf dem Thames River Path weiter bis Blackfriars, wo der Zug nach Luton fuhr, eine ausgedehnte Frühstückspause gab es am Themse-Ufer gegenüber der Tate Modern. Irgenwann war es dann auch Zeit für den Zug nach Luton, da ich nicht das EasyHotel sondern zum selben Preis das Comfort Hotel gebucht hatte konnte ich nämlich schon vor dem Spiel einchecken. Preislich waren die beiden Hotels wie gesagt gleich, das Comfort Hotel hat mich jetzt weder durch seine unkomfortable Matratze noch die Nähe zum Bahnhof oder den Ausblick auf die Gleise überzeugt, am Ende war es aber trotz der schief gelegenen Matratze eine recht erholsame Nacht.

Nach Gepäck ablegen und frisch machen ging es ab zur Kenilworth Road, mal wieder ein hübsch im Wohngebiet gelegener Ground. Nachdem ich mein Ticket geholt hatte, ging es noch ein Mal halb rum, allerdings wollte ich sowieso am nächsten Morgen in Ermangelgung von Alternativen eine ungestörte Runde um das Stadion drehen, sehenswert jedenfalls der Gästeeingang und der Weg hinter der Tribüne mit den Logen (Executive Stand), direkt an den Häusern und zugeplundert mit allerlei Müll. Drinnen hatte ich ausnahmsweise Schwierigkeiten, meinen Sitzplatz zu finden, weil die Blockbeschilderung für mich irgendwie undurchsichtig war, aber halb so wild. Ich hatte mir einen schönen Platz im Kenilworth Road End gesichert, mit Blick auf Haupttribüne, Executive Stand und Gästefans, letzteres wäre aber nicht nötig gewesen, da kam nicht viel, ganz im Gegenteil dazu waren die Luton-Fans ordentlich laut. Mit gut 8.000 Zuschauern war auch ordentlich was los für ein Viertliga-Spiel, nettes Stadion auch, mal wieder total asymmetrisch, interessant von innen vor allem der Executive Stand und die Kugellager-Uhr des Sponsors SKF.

Die Hatters dominierten das Spiel von Anfang und gingen nach zehn Minuten in Führung, schon nach einer halben Stunde hätte die Vorentscheidung fallen können, aber die Hausherren vergaben einen Elfmeter durch einen äußerst schwachen Schuss. Wycombe kam allerdings auch danach nicht besser ins Spiel, zur Halbzeit blieb es beim 1:0, die Gäste damit gut bedient. Luton erhöhte dann 10 Minuten nach Wiederanpfiff auf 2:0, nur ein paar Minuten später ging aber das große Zittern los, als Wycombe den Anschluss erzielte. Die Souveränität und Spielkontrolle war plötzlich weg, die Hatters hätten sich über den Ausgleich nicht beschweren können, hielten die Führung aber bis zur Schlussphase und ein Elfmeter 2 Minuten vor Schluss, dieses Mal verwandelt, sorgte dann für die späte Entscheidung, kurz danach erhöhten die Gastgeber sogar noch auf 4:1. Ein durchaus munterer Kick also, bis zu dessen Ende das zwischenzeitlich aufgezogene Unwetter mit viel Regen und Wind dann zum Glück auch vorbei.

Ich machte mich dann erst mal kurz auf den Weg ins Hotel, um dann nochmal die Mall unsicher zu machen, die allerdings leider schon um 19:00 schloss, als ich um dreiviertel sieben ankam waren sowieso schon fast alle Läden bereits geschlossen, Pech gehabt und ab in den Wetherspoons, wo es mal wieder einen Chili Dog gab, die nötige Bettschwere war nach der Ochsentour über Hahn ja sowieso schnell erreicht und so ging es nach einem Abstecher in die Arcade und einem Eis beim McD zeitig in die Falle.

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Yorkshire Marathon-Training, Woche 8 von 12

Leider erneut keine guten Nachrichten von der Trainingsfront: schon am Donnerstag Abend, als ich mit Thomas unseren Gewinn im Hofgarten, zwei Freikarten für Rolf Miller, einlöste, merkte ich, dass irgendwas im Anmarsch ist, kratzen im Hals und Ansätze einer Rotznase. Komisch, noch beim Schwimmen am gleichen Tag hatte ich nicht gemerkt. Also ins Bett und weil ich ja manchmal doch lernfähig bin mehr oder weniger gleich beschlossen, den freitäglichen 12 km MRT-Lauf ausfallen zu lassen um kein Risiko für den sonntäglichen 35 km-Lauf einzugehen.

Dass ich am Freitag nicht laufen war, war dann sicherlich die richtige Entscheidung, Rotznase und Husten, aber nicht übermäßig schlimm, allerdings war die Nacht von Freitag auf Samstag ziemlich elend, ich habe kaum geschlafen und am Samstag wurde es erst mal noch schlimmer, aber selbst wenn nicht wäre der lange Lauf am Sonntag nicht möglich gewesen.

Woche 8 ist also quasi ausgefallen, außer einem 10 km GA1-Lauf und einem 7 x 1.000 m-Intervalltraining am Mittwoch sowie dem Schwimmen am Donnerstag gab es keinen Sport, wie lange ich jetzt ausfalle, kann ich noch nicht beurteilen, aber ob es für einen 35 km-Lauf in einer Woche reicht, ich weiß nicht… Woche 9 und 10 sind ja eigentlich die einzigen ernsthaften Wochen, dann geht quasi da Tapering los, zur Not muss ich mich wohl mit einem 35 km-Lauf begnügen.

Es ist halt ziemlich unglücklich, dass ich nach Trainingswoche 4 nochmal mit dem gleichen Quatsch flach liege. Letztes Mal war es ja eher so eine Erkältung vom Schlafen unter dem Ventilator, die ich dann verschleppt hatte, wo das dieses Mal herkommt würde mich wirklich mal interessieren, denn auch von der Intensität her war es am Samstag ziemlich schlimm…

Zum Bericht von Woche 7

→ Zum Bericht von Woche 9

SZ.de, auch nicht besser als das Main-Echo

Gerade eben den Artikel über Angelique Kerbers Sieg bei den US Open gelesen, ist ja haarsträubend:

Kerbers Siege sind sogar im internationalen Vergleich außergewöhnlich, wenn man mal die US-Amerikanerin Serena Williams außen vor lässt, die die Einzige ist, die sogar noch Steffi Graf bei der Anzahl an Majortiteln übertroffen hat, 23 Grand-Slam-Sieg holte Williams, einen mehr als Graf.

Es sollte eigentlich bekannt sein, dass Williams nach dem Aus (im Halbfinale?) bei den US Open nach wie vor bei 22 steht, da wurde glaube ich mehr als genug darüber berichtet, das sollte zur Not auch der Praktikant wissen. Auch witzig, aber in anderer Hinsicht:

Vor allem, nachdem sie nach ihrem Triumpf in Melbourne und dem ganzen Trubel danach zwei Erstrundenniederlagen und später das frühe Aus bei den French Open zu verarbeiten hatte.

Yorkshire Marathon-Training, Woche 7 von 12

Die Halbzeit ist rum, mit Woche 7 war jetzt die erste Woche der zweiten Hälfte Teil des Trainingsplans für den Yorkshire-Marathon. Highlight der Woche sollte eigentlich ein Halbmarathon in Sub-1:40 sein, da ich mir aber endlich mal wieder ein freies Wochenende gegönnt hatte und auf Zwei-Grounds-Besuch in England war wurde das nichts. Nach dem 35 km-Lauf vom Sonntag war ich mal wieder extrem gemolken, das Schwimmen am Montag kam mir gerade recht und war gemütlich, immerhin war mal schönes Wetter als ich im Freibad war, aber trotzdem nicht viel los im Becken, hatte ich dieses Jahr nicht, die meiste Zeit habe ich gefroren wie ein Schneider, dieses Mal ging es ausnahmsweise.

Aus den 10 km GA2 am Dienstag machte ich dann 12 km, geht mit Ein- und Auslaufe dann bequem auf einer 15 km-Runde, 13 km ist so eine blöde Kilometerzahl, zu der ich nicht wirklich gute Strecken in petto habe. Die GA2-Pace ging dann immerhin schmerzfrei, viel schneller wollte ich an diesem Tag aber auch noch nicht laufen. Da ich den HM am Wochenende wie gesagt ausfallen lassen musste, machte ich dann aus den 12 km MRT am Donnerstag 15 km MRT+, auf einer von mir nicht so häufig gelaufenen Runde in den Schönbusch und zurück nach Hause, die ich ja beim Intervalltraining in Woche 6 schon gelaufen war, lief ich die 2 x 7,5 km immerhin in 4:43/km und negative split, viel mehr war aber nicht drin, aber davon ausgehend hätte ich mich am WE wahrscheinlich auch irgendwie zu einem HM unter 1:40 h quälen können.

Freitag und Samstag waren eigentlich frei, von wegen Wettkampf am Sonntag, den Freitag morgen nutzte ich aber zu einem Regenerationslauf in den Strietwald, die Strecke zum Nordfriedhof hoch, dann weiter hoch, links und immer geradeaus bis zum Eller und zurück laufe ich ja nur, wenn keinerlei Tempo gefordert ist, die 5:35/km-Pace ging dann aber völlig schmerzfrei und obwohl ich besonders darauf geachtet hatte, nicht zu viel Tempo zu gehen. Nach England nahm ich meine Laufschuhe mit, wobei es nur zwei Optionen gab: entweder Samstag Abend in Luton oder Sonntag Abend in London vom Hotel in der Old Street aus. Luton schied dann von wegen aufstehen um 3:50, Hahn etc. aus, am Sonntag war ich dann von Gillingham aus gegen 18:00 im Hotel und machte mich gleich auf den Weg zum und am Regent’s Canal entlang. Da mir das Armband des Forerunners gerissen war und der Ersatz nicht rechtzeitig gekommen war, lief ich mit Smartphone, immerhin mal für einen Blick gut, ansonsten nur zum Aufzeichnenm, für mich als notorisch permanenten Uhrgucker vielleicht auch gar nicht schlecht. Ich lief den Kanal quasi bis zum Ende, nämlich bis zum Limehouse Basin, as so ungefähr 7,5 km waren. Highlight des Tages waren ein paar Franzosen, die gemütlich auf Fahrrädern am Kanal entlang fuhren. Als ich vorbei lief, machten sie noch Pause am Kanal und fuhren dann gleich weiter, in ihrem gemütlichen Tempo kamen sie aber nicht wirklich an mir vorbei, woraufhin die eine Radlerin zum Rest sagte: „Il court très vite“ – habe mich natürlich artig auf Französisch bedankt, fanden sie dann auch witzig. 😀

Nicht Portsmouth, nicht Plymouth: London am Limehouse Basin!

Nicht Portsmouth, nicht Plymouth: London am Limehouse Basin!

Nach kurzer Pause und Kontrolle der Strecke ging es vom Limehouse Basin zurück, die zweiten 7,5 km waren dann ganz schön anstrengend, aber ich bemühte mich, halbwegs gut Gas zu geben, am Ende stand eine Pace von 4:45/km auf dem Smartphone, wobei ich an der Halbzeitmarke etwas ungünstig gestoppt hatte und am Limehouse Basin nach dem Start erst mal um die Brücke rum musste, der Kilometer ist dann mit 5:11/km auch der langsamste und zieht den Schnitt wohl um 1 bis 2 Sekunden hoch, insgesamt glaube ich das Handy hat bei den vielen Brücken und am Anfang und Ende zwischen den Häusern überhaupt mehr Probleme gehabt als die Uhr sonst. Ist aber auch egal, mit der quasi geplanten Pace vom nicht gelaufenen Halbmarathon auch nochmal am Sonntag war ich dann doch sehr zufrieden, waren bis dato ja auch zwei anstrengende Tage am Wochenende gewesen und wie gesagt immer schön, wenn es auch klappt, auf einem Trip laufen zu gehen.

In Woche 8 bin ich, nach einem Abstecher über Essen direkt von Hahn aus, erst mal die ganze Woche zuhause, vor dem 35 km-Lauf (25 km GA1, 10 km MRT) gruselt es mich jetzt schon… :/ Und irgendwie merke ich meinen linken Knöchel wieder vermehrt, nachdem das lange gut war, mal sehen wie sich das entwickelt.

Zum Bericht von Woche 6

Zum Bericht von Woche 8

Yorkshire Marathon-Training, Woche 6 von 12

Nachdem Woche 5 mit dem guten verlaufenden 30 km geendet war, war die Stimmung in Woche 6 natürlich insgesamt gehoben. Eigentlich hatte ich schon Lust, am Montag wieder laufen zu gehen, ich beließ es dann aber beim Crosstraining und ging Schwimmen, Muse für mehr als 1.500 m hatte ich nicht, war aber auch okay. Den 8 km-GA2-Lauf am Dienstag nutzte ich dazu, den Bus nach Stockstadt zum TÜV zu bringen und von da aus durch den Schönbusch nach Hause zu laufen. Schöne Runde eigentlich, auf der ich am WC am Biergarten im Schönbusch noch etwas Wasser schnappen konnte, ehe es den unfeinen Anstieg die Schillerstraße hoch nach Hause ging. Die eigentlich 8,5 km GA2 waren dann wieder etwas zu schnell in im Schnitt 5:09/km, nichts gelernt also aus der vergangenen Woche, denn wieder stand ja ein MRT-Lauf am Mittwoch an.

Wie schon vergangene Woche waren die Beine dann am Mittwoch morgen nicht taufrisch und ich konnte keine sonderlich schnelle Zeit auf den Asphalt beziehungsweise Feldweg brennen, mit um die 4:53/km waren die 12 km MRT-Tempo aber erreicht beziehungsweise leicht unterboten, hat dann auch gepasst, selbst mit der nicht topfebenen Strecke Damm → Mörswiese → Floßhafen → Südring → Goldbacher Unterführung → Damm.

Der Donnerstag war dann Ruhetag, etwas Respekt hatte ich dann vor dem Freitag, an dem 10 x 1.000 m-Intervalle in 4:31/km anstanden. Irgendwie habe ich gefühlt meine Tempo-Lauffähigkeit eingebüßt in den letzten Wochen, ob es an den müden Beinen oder was anderem liegt, keine Ahnung. Eigentlich lief es dann erstaunlich gut, vor allem wenn man berücksichtigt, dass ich auch hier keine absolut flache Strecke gewählt habe. Normalerweise laufe ich Intervalle eigentlich nur am Main, dieses Mal hatte ich aber keine Lust und bin dann zwar Richtung Main gelaufen, dann aber über die Mainbrücke nach Leider und über Leider selbst auf die Schönbuschalle. Ab da dann die große Runde, Trink- und Gel-Pause am WC und zurück über das Schulzentrum und die Hanauer Straße. Teilweise liegen die Intervalle dann halt ungünstig, aber es hilft ja nix, am Ende war das langsamste Intervall in 4:35 min, das schnellste in 4:28 min, im Schnitt war ich glaube ich leicht unter der 4:31/km für die 10 Kilometer, passt, kommt in der Form auch nur noch ein Mal vor. 😉

Da es am Freitag noch nach München ging und ich dann erst gegen 02:00 wieder in der Heia war fiel das – zusätzlich – eingeplante Laufen in Schorndorf aus, gerne hätte ich an dem Tag einen gechillten 10 km-Lauf gemacht, bis ich dann aber wach und fit war, war es mir schon zu heiß, im Hinblick auf den Sonntag mit dem langen Lauf wohl auch kein Fehler, aber ein „kurzer“, langsamer Lauf hätte wohl nicht geschadet. Ohne Lauf ging es dann via Oberliga Baden-Württemberg und Hollenbach zurück nach Hause, immerhin war ich schon so um 17:30 daheim, so dass ich noch Nudelparty machen und mich dann nach der Sportschau schon langsam Richtung Bett zu bewegen.

Sonntag klingelte der Wecker um 05:00, wegen der erwarteten Hitze hatte ich mir den Wecker sehr früh gestellt, um auch bei dem anstehenden 35 km-Lauf zeitig fertig zu sein. Um 05:00 war es mir dann aber doch noch zu dunkel, so dass ich noch bis 5:30 ratzte, dann gab es aber keine Ausrede mehr. Vorbereitet war schon alles, nur noch die Flaschen mit Wasser aufgefüllt und los, erst mal gleiches Programm wie vergangene Woche: zwei große Runden bis Hösbach Autobahnbrücke, dann für die letzten 5 km, die im MRT zu laufen waren, eine Runde „um den Block“, also den schwarzen Weg hinter nach Goldbach und über die Weichertstraße wieder zurück.

Die ersten 15 km liefen gut, etwas schneller als letzte Woche in 5:45/km, auf die ich mich dann einbremste, um nicht zu viel Pulver zu verschießen. Dieses Mal wählte ich gleich den Weg nicht durch die Österreicher Kolonie sondern durch die Fasanerie bis zur Grünbrücke und dann zur Goldbacher Unterführung, so hatte die Runde im Endeffekt genau 15 km, obwohl ich ja nicht mehr an der Haustür vorbei gelaufen bin. An der Pfaffenmühle wieder die erste, leere Flasche zwischengelagert, am Main-Echo nachgefasst und weiter auf die zweite Runde. Die lief an sich eigentlich okay, Tempo eingebremst auf 5:36/km, also war prinzipiell noch mehr drin, mental war ich aber irgendwie schon relativ früh im „Ich hab keine Lust mehr und will aufhören“-Modus. Den bereits bei Kilometer 18 auftretenden Hungerast bekämpfte ich erfolgreich mit dem zweiten Gel – das erste gab es wie üblich bei Kilometer 10 -, dann legte ich bei Kilometer 23 meine Pinkelpause ein, etwas früher als gewünscht, aber auch so sollte eine Ein-Stop-Strategie machbar sein, vor dem eigentlich Marathon würde ich auch nicht mehr kurz vor dem Start so viel trinken wie direkt nach dem Aufstehen.

Auf die Tempoverschärfung hatte ich mit 30 Kilometern in den Beinen eigentlich echt keine Lust, aber es half ja nichts, ab dem Autohaus Kunzmann nach der Goldbacher Unterführung ging es also los. Beim ersten Blick auf die Uhr waren dann gerade mal 500 m gelaufen statt dem erhofften Kilometer, naja, also einfach weiter. Unten am Berg daheim konnte ich noch die mittlerweile leere zweite Flasche gegen eine pure Wasserflasche tauschen, die ich morgens dort deponiert hatte, das erlaubte mir zumindest, auch mal den Kopf zu kühlen, diesen Iso-Kram will man ja eher nicht über den Meckel schütten. 😉 Ab da waren dann noch 3,5 km zu laufen und die gingen dann eigentlich auch ganz gut, klar war es bockanstrengend und ich frage mich, wie ich den nächsten Lauf mit 25 km langsam und 10 km MRT überstehen soll, geschweige denn einen ganzen Marathon in der Pace, aber okay. Ende war dann natürlich erst nach der Brücke über die A3, so dass ich da nochmal ordentlich abkotzen konnte, am Ende stand mit einer 4:55/km-Pace immerhin auch das angepeilte MRT auf der Uhr. Das Auslaufen war dann eine hübsche Qual, ich wollte aber nicht die 2 Kilometer nach Hause gehen, also lief ich erst mal, selten hatte ich aber so wenig Lust auf Auslaufen und hätte mich am liebsten einfach auf den Gehweg gelegt. Am Ende waren es dann wie gesagt 2 km, insgesamt also 37 km gelaufen am Sonntag, zumindest die Entfernung passt schon mal, wenn nichts unvorhergesehenes passiert sollte ich also zumindest irgendwie ins Ziel kommen in York…

Den Sonntag ließ ich dann mit Abstecher mit dem Rad an den Mainparksee und einem Besuch auf dem Stadtfest ausklingen, wobei mich Boppin‘ B jetzt nicht vom Hocker gerissen hat, ich hatte sie aber ja auch erst an der Maria-Ward-Schule gesehen. Das Rad fahren war jedenfalls kein Fehler, um die Beinchen ein bisschen frisch zu machen, ich war dann doch ganz schön durch die Mangel gedreht, nicht nur am Sonntag, der Lauf hängt mir glaube ich auch am Mittwoch der kommenden Woche noch nach. Mal sehen was die nächste Woche bringt, in der ich den Wochenend-Halbmarathon wegen des ersten England-Trips der Saison nicht laufen kann, ich nehme aber mal Laufsachen mit und werde hoffentlich am Samstag oder Sonntag zumindest irgend einen Lauf machen können. Der nächste furchtbare lange Lauf ist dann wie gesagt 25 km GA1 / 10 km MRT – vielleicht ist das aber sogar besser, weil man nicht so lange rumkrebst, bis der schnelle Teil los geht.

Zum Bericht von Woche 5

Zum Bericht von Woche 7

FSV Hollenbach – FC-Astoria Walldorf II 2:1 (0:0)

Auf dem Heimweg von Schorndorf, Übernachtungsort nach dem Bayern-Heimspiel zum Bundesliga-Saisonauftakt, ging es in den Hohenlohekreis, um noch einen neuen Ground aus der Oberliga Baden-Württemberg mitzunehmen. Die Anfahrt nach Hollenbach, Ortsteil von Mulfingen, wer kennt es nicht, erwies sich dann als leicht problematisch, in der Sommerferienzeit ist es wohl Usus, dass Bundes- und Staatsstraßen wegen Bauarbeiten gesperrt sind und eine weitläufige Umfahrung nötig ist, oft ist das allerdings erst kurz vor der Sperrung ausgeschildert, was dann mit dem Navi nicht optimal ist. Am Ende schaffte ich es trotz mehrerer solcher Sperrungen, die jeweils eine Umfahrung machten, doch noch rechtzeitig kurz vor Anpfiff auf den Parkplatz der JAKO-Arena.

Arena ist natürlich etwas übertrieben, wenn man da normalerweise die UEFA-5-Sterne-Stadien im Kopf hat, im wesentlichen ist die Hälfte der Haupttribünenseite bebaut, in den zwei Gebäuden befinden sich das Vereinsheim sowie nebenan Fitnessraum und Imbiss, die Tribüne vor dem Vereinsheim ist immerhin überdacht. Der Rest des Stadions ist unbebaut, wobei die Gegengeradenseite deutlich erhöht ist, dort liegt auch der Kunstrasenplatz und es befinden sich einige Bänke auf der Anhöhe. Von dort hat man auch einen schönen Blick auf den Triptychon aus riesigem Strommast, Kirchturm und Tribünenbebauung. Landschaftlich ist das Stadion ganz reizvoll gelegen und mit dem hohen Hang auf der Gegentribünenseite ist es auch recht charmant.

Hollenbach gibt bisher die inverse Viktoria der Runde und hat bisher zwei Heimsiege und zwei Auswärtsniederlagen auf dem Programm, Walldorf II immerhin mit 3-1-0 Tabellenzweiter. Deutliche Unterschiede waren aber nicht zu sehen, es wurde viel gebrüllt, bei absolut hochsommerlichen Temperaturen blieb das Spiel in der ersten Halbzeit aber eher unterkühlt.

Hatte ich mir vor Spielbeginn noch ein alkoholfreies Weizen und ein belegtes Brötchen gegönnt, so durfte ich kurz vor der Halbzeitpause feststellen, dass es neben dem Vereinsheim auch den Imbiss auf der Haupttribüne gibt, an dem man auch eine Bratwurst kaufen kann – yummy, nix wie hin und mit selbiger und einer Flasche Wasser zurück auf die in der prallen Sonne liegende Gegentribüne, von oben ist die Übersicht halt doch einfach besser. Die zweite Halbzeit war dann deutlich munterer als die erste, Hollenbach mit einigen Chancen, es dauerte aber fast bis zur 75. Minute, ehe die verdiente Führung nach einer Ecke fiel. Das 2:0 in der 84. Minute schien dann die Entscheidung zu sein, Walldorf drückte aber nochmal und kam zwei Minuten später zum Anschlusstreffer, als Pascal Schneider den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (siehe Foto ;)). Walldorf warf nochmal alles nach vorne und hatte auch noch die Chance zum Ausgleich, es blieb aber beim dritten Heimsieg für Hollenbach. Maue erste Halbzeit, gute zweite Halbzeit, passt. Nur der Internetempfang war auf dem Land hundsmiserabel, nicht gut, wenn das Spiel nicht so richtig Fahrt aufnehmen will. 😉

Durch die Prärie ging es dann heimwärts, erst mal Richtung Tauberbischofsheim, dann weiter durch die Landschaft auf altbekannter Route bis Wertheim, wo ich dann feststellen durfte, dass – letzte Umfahrung des Tages – die Auffahrt auf die A3 Richtung Frankfurt nicht möglich ist. Also weiter auf die nächste Auffahrt, dann ging es die letzten nicht mal 40 Kilometer auf einer wohltuend wenig betriebsamen A3 nach Hause.

Bilder

Am Stadion

Am Stadion

Hinter Haupttribüne und Vereinsheim

Hinter Haupttribüne und Vereinsheim

Mannschaften

Mannschaften

Huddles und Gegentribüne

Huddles und Gegentribüne

Stadionpanorama I

Stadionpanorama I

Stadionpanorama II

Stadionpanorama II

Stadionpanorama III

Stadionpanorama III

Stadionpanorama IV

Stadionpanorama IV

Imposanter Strommast

Imposanter Strommast

Hollenbacher Torjubel

Hollenbacher Torjubel

Ganz kurz vor dem Anschlusstreffer

Ganz kurz vor dem Anschlusstreffer