Projekt 52.2014.35: Jim Butcher – Summer Knight (The Dresden Files, Book 4)

In den ersten drei Büchern der “Dresden Files” kommen die Feen nur am Rande vor, in Summer Knight spielen diese aber die Hauptrolle. Ich bin in dem Bereich nicht sattelfest, die Dinge, auf die sich Butcher bezieht, gibt es aber mythologisch durchaus, sie sind also nicht seine eigene Erfindung, wie zum Beispiel die Leanansidhe, Dresdens Patin aus dem Feenvolk, in deren Schuld er steht und welche diese Schuld an die “Winter Queen”, “Königin des Winters”, Mab, verkauft. Bei den Feen (“the Sidhe”) gibt es zwei Gruppen, Winter und Sommer, welche sich, wie man sich vorstellen kann, in einem konstanten Kampf beziehungsweise Wettbewerb befinden, allerdings immer irgendwie im Gleichgewicht stehen. Die Königinnen sind quasi die Anführerinnen der jeweiligen Lager, insgesamt gibt es auf jeder Seite ein Dreigestirn aus Königin, ehemaliger Königin und zukünftiger Königin. Mab, wie gesagt die Königin des Winters, bringt Dresden durch die erworbene Schuld dazu, den Mörder des “Summer Knight” zu finden – erneut gibt es hier auf jeder Seite einen Knight, quasi eine Art höchster Ritter, der den Feen dient.

Während Dresden mit den Feen, die gerne sehr heimtückisch agieren, beschäftigt ist, trifft er seine totgeglaubte Jugendliebe Elaine wieder, die zum guten Glück natürlich für die Gegenseite (Sommer) arbeitet. Elaine hilft ihm allerdings, die zwei ehemaligen Königinnen zu erreichen und er kommt auf die richtige Fährte, was den Mord des Summer Knight betrifft. Motivation dahinter war es, die Kraft des Summer Knight in das Winter-Lager zu bringen und den Kreislauf aus Sommer und Winter zu durchbrechen. Mit Elaines Hilfe und der Unterstützung der Pixies, einem kleinen Feenvolk, gelingt es Dresden, die Situation zu retten.

Grundsätzlich ist das Buch auf Augenhöhe mit den anderen, ich fand die Geschichte allerdings zum Teil arg verwirrend, wer jetzt genau wer ist, Sommer oder Winter, Königin oder Tochter, etc., trotzdem solide.

1. FC Union Berlin – FSV Frankfurt 2:1 (0:0)

Highlight und Abschluss des Berlin-Trips stellte ein Besuch im neuen Stadion an der Alten Försterei dar, den Vorgänger am gleichen Ort hatte ich im Mai 2005 schon mal besucht, war dann immerhin ein Spiel an dem Wochenende, weil ich für das Pokalfinale leider keine Karte hatte und der Schwarzmarktpreis für mich damals absurd schien – eine Freikarte für 100 € würde ich wohl heute auch nicht kaufen, aber eine 50 €-Karte für 100 €, wenn man eh schon da ist… Aber egal, nach erneut ausgiebigem Frühstück mit kleinen Schwierigkeiten auf Grund des großen Andrangs und der wenigen Plätze im Speisesaal gings schnell einen Cache wichteln, bevor wir erstmal das Gepäck am Hauptbahnhof deponierten und uns dann auf nach Köpenick machten. Ab Karlshorst gabs leider nur Ersatzverkehr, aber immerhin standen genug Busse parat und wir wurden direkt am Stadion rausgelassen. Schwieriger war es dann, rauszufinden wo man die Eintrittskarten abholt, bei den hinterlegten Karten wurden wir Richtung Haupttribüne geschickt, da gabs aber auch nix, am Ende wars ganz einfach in der Geschäftsstelle, kurz nach uns kam dann auch Steffen vorbei und holte sich ebenfalls noch seine Karte ab. A propos, die Haupttribüne ist schon nett gemacht, mit viel Stein wirkt sie durchaus englisch, ist schön geworden.

Stadion an der Alten Försterei anno 2005
Anno 2005 – das Stadion überschaubar, aber das Wetter war besser :)

Unsere Plätze waren auf der schon proppenvollen Gegengeraden, das heißt wir mussten ein Mal ums Stadion rum, war aber kein Problem, am Ende fanden wir einen Platz relativ weit unten, war von der Sicht aber durchaus okay. Das Stadion ist eigentlich kein Vergleich mehr zu vorher, das einzige was man noch erkennt, ist die lustige Anzeigetafel an einem Häuschen, wo die Tafeln noch von Hand gehängt werden, ansonsten gibts mittlerweile drei durchgängige, überdachte Tribünen auf den Hintertorseiten und der Gegengerade sowie eine allein stehende Haupttribüne, bei der sich hinter den Sitzplätzen Logen befinden. Sehr hübsch das ganze, kein Vergleich zu den oft seelenlosen Stahlbolzen Neubauten die man anderswo sieht und ein Meilenstein im Vergleich zu früher. Auch Ritter Eisenhart hat ein Make-Over bekommen, der sieht jetzt deutlich knuffiger aus als früher.

Vom Wetter her hatten wir eigentlich Glück, es hätte deutlich kälter sein können, richtig angenehm wars aber natürlich trotzdem nicht. Dafür war der Zeitpunkt zum Besuch aus anderen Gründen gut gewählt, zum letzten Hinrundenheimspiel gabs eine schöne Choreographie, danach noch das nur leicht pathetische Eisern Union:

Choreographie, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt
Schöne Choreographie

Ich finde Union ja eh gut, so vom Grundverhalten des Vereins und so weiter, dass man sich dann als “Wessi” abfällige Kommentare beim Spielbesuch anhören muss mag man von der Hymne her irgendwie ableiten, finde ich persönlich aber trotzdem albern, aber seis drum. Wir sahen ein recht abwartendes Spiel, vor allem von der Frankfurter Seite, insgesamt war die erste Hälfte relativ mau, Berlin bemüht, aber mit wenigen guten Chancen, das 0:0 zur Halbzeit brachte meinen Berlin-Torschnitt arg in Gefahr, hatte ich doch bisher in beiden vorherigen Spielen je 4 Tore gesehen. Direkt nach der Pause und direkt vor unserer Nase fiel dann endlich das erste Tor, Skrzybski schön aus der Drehung zur Führung für die Eisernen. Der FSV fand nicht wirklich aus seiner Passivität raus, Ex-Eintrachtler Benny Köhler spielte auf Skrzybski, der dieses Mal die Vorlage gab, das 2:0 nach 70 Minuten durch Thiel schien die Entscheidung zu sein, Union spielte aber weiterhin nach vorne. Den Schlusspunkt setzte allerdings der FSV, allerdings erst in der Nachspielzeit, war etwas kurios, weil das irgendwie keinen groß juckte, weder die Union-Fans noch die wenigen mitgereisten FSV-Fans. Eine Halbzeit also ohne große Hohepunkte, die zweite aber war ganz munter, die zwei Union-Tore direkt vor der Nase, passte also.

Nach dem Spiel gings per pedes nach Köpenick, ich weiß gar nicht mehr genau wie das vor mehr als 9 Jahren aussah, dann in die Stadt zum Abendessen mit Papa K., der ebenfalls in Berlin weilte, bevor es gegen halb acht vom Hauptbahnhof aus wieder via Hanau nach Hause ging. Netter Trip, drei schöne Stadien, danke an Thomas für die Begleitung. :)

Bilder

FCUB-Graffito, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Union-Bus an der Haupttribüne, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Geschäftsstelle, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Haupttribüne, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Ein historischer Teil Stadion, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Stadionpanorama I, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Stadionpanorama II, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Stadionpanorama III, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Mannschaften, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Ritter Eisenhart, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Gästefans, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Heimfans, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Benny Köhler, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Trainingslager, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

The Kids are United, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Gästeblock überschaubar gefüllt, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Endstand, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Die gute Ur-Anzeigetafel, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Bleib stubenrein, Stadion an der Alten Försterei,, 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt

Eintrittskarte 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt, Front

Eintrittskarte 1. FC Union Berlin - FSV Frankfurt, Rück

BFC Dynamo – FC Carl-Zeiss Jena 3:1 (1:0)

Nach ausgiebigem Frühstück gings am Samstag schon wieder nach Prenzlauer Berg, zuerst einmal zu einem Sightseeing-Spaziergang, Thomas hatte ein entsprechendes Buch dabei. War jetzt nichts hochspektakuläres und so ganz unbekannt war mir die Gegend auch nicht, im Knaack-Club war ich mal gewesen, bei Konopke, ebenso schon in der Kulturbrauerei und in einem Schnitzel-Laden am Kollwitzplatz, das müsste das Endlos gewesen sein. Highlight waren aber weniger die Sehenswürdigkeiten, sondern ein Mädel, das einen Kasten Augustiner “transportierte”, und zwar in der Form, dass sie ihn immer mit einem Fuß circa 20 Centimeter über den Boden schob, du bist verrückt mein Kind… am Nordpunkt des Spaziergangs verließen wir dann die Sightseeing-Route und machten uns auf den Weg Richtung Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, an dem war ich auch schon mal gewesen nach oder vor einem Pokalfinalspiel, damals wurde da aber soweit ich weiß nicht gespielt, der BFC trug seine Heimspiele unterhalb der Regionalliga glaube ich im Sportforum Hohenschönhausen aus. Wir drehten von Norden kommen eine Runde ums Stadion, auffällig war dann die große Polizeipräsenz Richtung Gästeblock, etwas unklar war dann, wo es überhaupt Karten für die Heimblocks gibt, stellte sich heraus dass man dazu zum Eingang Cantianstraße zurück musste, obwohl man schon direkt hinter der Haupttribüne war etwas komisch. Ebenso komisch die zwei zwielichtigen Gestalten, die mich fragten, wo man denn am besten “neutral” stehen würde, seltsam irgendwie, die beiden sah ich dann sowohl im Stadion nochmal als auch an der U-Bahn nach dem Spiel. Thomas’ und mein Weg trennten sich dann erstmal, Thomas traf sich mit unserem späteren Kreuzberg-Guide Steffen, während ich mich ins Stadion begab.

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ist natürlich für Regionalligaverhältnisse deutlich überdimensioniert, insgesamt passen fast 20.000 Zuschauer rein, alles Sitzplätze! Damit ist das Stadion nach Sitzplätzen das zweitgrößte Berlins, das drittgrößte insgesamt. 15.000 Plätze sind überdacht, das schließt die zweirangige Haupttribüne mit ein, deren nach oben geschwungenes Dach aber wohl nur bei windstille Regenschutz bietet beziehungsweise wenn der Regen genau von hinten kommt, sowie die Gegengerade, die Kurven sind unüberdacht. Sehr markant sind die Flutlichtmasten, die Lichter selbst sind dreieckig angeordnet, untendrunter sind auch die Masten selbst von dreieckiger Form. Nette Kiste, halt mit Laufbahn, aber man kann ja hoch genug stehen, die 15 € Eintritt, für Regionalligaverhältnisse ebenfalls deutlich überdimensioniert, kann man schon mal investieren. Zu Beginn stand ich erstmal hinter der Nordkurve, von wo aus man schön den Fernsehturm im Hintergrund der Südkurve sieht, später ging ich nochmal auf die Gerade für ein paar Fotos, hinter der Gegengerade befinden sich auch die Toiletten, allerdings alles nur Dixies, und die Verpflegungsstände, man befindet sich dort direkt hinter der Mauer, die auf der Außenseite immer fleißig mit Graffiti belegt wird.

Mit dem FC Carl Zeiss Jena war ein Team zu Gast, dass ich eigentlich so als Standard-Drittligist eingeordnet hatte, nach 2 Jahren zweite Liga und 4 Jahren dritte Liga gings nach der Saison 2011/12 in die Regionalliga, wo bisher immerhin Platz 2 und 3 raussprangen, reicht aber halt aktuell nicht mal für Aufstiegs-Playoffs, da muss man ja schon Meister werden. Der BFC ist vergangene Saison erst aufgestiegen, allerdings hatten die Hausherren das Spiel gut im Griff, Jena war deutlich unterlegen und mit dem 1:0, das bereits nach 6 Minuten fiel, gut bedient. Direkt nach Wiederanpfiff fiel nach einem schnellen Angriff von Dynamo das 2:0, spätestens mit dem 3:0 nach einer Stunde war das Spiel entschieden. Jena erzielte dann eine Viertelstunde vor Abpfiff den Ehrentreffer, mehr war aber für die Gäste nicht drin. Die Gästefans übrigens mit einer Art Stimmungsboykott, zumindest habe ich von dort keine Aktivität gehört oder gesehen. Die Dynamo-Fans durchaus laut, das Dach über der Gegengerade hilft natürlich, recht ungewöhnlich der Gesang “auf gehts weinrot-weiße Jungs”, zumindest für ich als Bayern-Fan. ;) Das Feiern der 10 Meisterschaften von 1979 bis 1988 habe ich zum Teil eingefangen:

Reichlich durchgefroren gings nach dem Spiel wieder über den Mauerpark nach Süden, hinter der Haupttribüne war der Weg von wegen Trennung Gäste- und Heimfans versperrt, passte aber eh, weil ich gerade südlich der Eberswalder Straße noch meinen Cache des Tages holte. Danach gings zum Treffen mit Thomas und Steffen und auf eine kleine Tour durch Kreuzberg und Friedrichshain.

Bilder

Flutlicht, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Polizeipräsenz, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Zugang Gegengerade und Haupttribüne, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Haupttribüne von hinten, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama I, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama II, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama III, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama IV, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama V, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Gästefans, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Haupttribüne, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Gegengerade, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Dynamo-Banner, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Mannschaften, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Banner auf der Gegengerade, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Dynamo-Fans, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Gegengerade und Fernsehturm, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama von der Gegengerade I, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama von der Gegengerade II, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama von der Gegengerade III, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama von der Gegengerade IV, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Stadionpanorama von der Gegengerade V, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Haupttribüne, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Hinter der Gegengerade, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Flutlichtatmosphäre, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Endstand, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena

Eintrittskarte BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena, Front

Eintrittskarte BFC Dynamo - FC Carl Zeiss Jena, Rück

SV Babelsberg 03 – Wacker Nordhausen 2:2 (1:1)

Den Auftakt zum Drei-Spiele-Wochenende in Berlin bildete das Heimspiel des SV Babelsberg am Freitag Abend gegen Wacker Nordhausen, immerhin Tabellenführer nach 15 Spieltagen, Babelsberg schon 10 Punkte dahinter eher kein Verein, den man nächstes Jahr vielleicht doch in der 3. Liga sehen kann. Nach der Fahrt nach Berlin und Essen in Prenzlauer Berg bei Thomas Lieblingsgriechen, der uns allerdings Ouzo-technisch am Hungertuch nagen ließ, gings zum Einchecken ins Hotel und nach einem kleinem Spaziergang über das Tempelhofer Feld vom Columbiadamm aus für mich mit dem Bus Richtung Westen, während Thomas sich ins Hotel zurück zog, die warme Wanne war doch zu verlockend, dass ich ein bisschen neidisch war gebe ich gerne zu, das Wetter war doch eher schmuddelig. Die Verbindung nach (Potsdam-)Babelsberg war gut, zwei Mal umsteigen und “schon” war ich, ist halt doch schon ganz schön jwd, dieses Babelsberg. An der S-Bahn steht immerhin gleich die Karl-Liebknecht-Straße ausgeschildert, No-Brainer also, die muss man ja nur nach Norden hoch zum Stadion, also im Kaisers am S-Bahnhof noch schnell was zu trinken gewichtelt und ab die Post. Im Dunkeln gabs natürlich wenig Aussicht auf gute Fotos von außen, trotzdem drehte ich noch die obligatorische Runde ums Stadion und fand mich dann am Eingang wieder, auffällig ist, dass die eine Hintertorseite einen Überstand über den Zaun auf die Straße hat, das Stadion liegt quasi leicht verdreht im rechteckigen Grundstück. Interessanterweise gibts, vom Gästeblock abgesehen, nur einen Eingang, wobei dann auch nur am Aufgang an der Haupttribüne kontrolliert wird, aber da ich für mich eh einen Platz auf der Gegengerade ausgewählt hatte betraf mich das nicht. Vor dem Spiel nochmal schnell aufs Klo unter dem Blockeingang zur Hintertortribüne, am welchem niemand kontrollierte, deshalb wählte ich nach dem Bierkauf einen Platz an der Ecke Hintertor/Haupttribüne, auf dem ich völlig ungestört stehen konnte.

Das Karl-Liebknecht-Stadion, kurz KarLi, bietet ausreichend Platz nicht nur für Regionalliga-Fußball, über 10.000 Zuschauer finden dort Platz. Eigentlich ist das Stadion gar nicht sonderlich alt, die Eröffnung war 1976, aber in den Jahren 2010 und 2011 wurde trotzdem eine umfangreiche Sanierung durchgeführt. Die Haupttribüne ist überdacht, allerdings nicht komplett in Richtung Allee nach Glienicke. Alle Plätze auf der Haupttribüne sind Sitzplätze, ebenso gibt es noch ein paar Sitzplätze weiter in der Kurve und dem daran anschließenden Gästeblock. Auf der westlichen Hintertorseite folgt dann der Gäste-Stehplatzblock, der nahtlos in die Gegengerade übergeht, auf der anderen Seite ist keine Verbindung zur recht neuen überdachten Hintertorttribüne vorhanden. Auf der Hintertortribüne befindet sich auf einer kleinen Gallerie unter dem Dach auch die Anzeigetafel, Union Berlin-Style mit manuell klappbarer Toranzeige. :) Hübsch sind die vielen Graffiti, die sich am Stadion finden lassen, zum Beispiel am Aufgang zur und hinter der kompletten Gegentribüne. Alles in allem ein ganz nettes Stadion, halb modernisiert und halb klassisch. Die klappbaren Flutlichtmasten, wohl durchaus ein Highlight des Stadions, sind mir im Dunkeln übrigens nicht besonders aufgefallen.

Nach netter Musik zur Einstimmung, bisschen Punk Rock und unter anderem Kid Rock mit Bawitdaba, gabs noch eine schönes Banner der 03-Fans zu sehen, “Nach 15 Spielen 22 Punkte, weiter so Nulldrei” (was der Kommentator im TV-Kanal auf der Homepage mit folgenden Worten ansprach: “dat wären ja anderthalb Punkte pro Spiel, wie soll das gehen? Ultras und Mathematik, da sag ich nichts mehr zu”!?), dann gings auch endlich mit Fußball los. Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten, Pulido wurde auf rechts steil geschickt, war eigentlich schon abgefangen, zog zurück, drehte noch einen Halbkreis und feuerte einfach mal vom rechten Strafraumeck los, zack ins lange Ecke und damit die Führung für die Gäste durch ein Traumtor. Von der Gästeseite her wars das eigentlich in der ersten Halbzeit, sieht man mal von einer guten Chance nach einem Eckstoß ab, es spielte eigentlich nur Babelsberg, aber ohne wirklich große Torgefahr zu versprühen. Mit dem Halbzeitpfiff dann der verdiente Ausgleich für Babelsberg nach einem Freistoß, der schön über die Mauerecke gezirkelt wurde. In der zweiten Halbzeit zog ich dann auf die deutlich besser gefüllte Gegengerade um, das Spiel lief im Endeffekt weiter wie vorher, Babelsberg überlegen, Wacker abwartend. Die Führung gelang dann aber erneut den Gästen, bei einem langen Ball sah die Babelsberger Abwehr, einschließlich Torwart, nicht gut aus und Semmer konnte den Ball am Torwart vorbei ins Tor spitzeln. Nordhausen daraufhin mit noch weniger Offensivdrang, Babelsberg jetzt wieder deutlich am Drücker. Den Schlusspunkt setzten dann eine Viertelstunde vor Schluss auch die Hausherren, nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam der Ball hoch zurück an den Sechzehner, Sindik zog Volley ab und traf den Ball perfekt, das verdiente 2:2 mit einem sehenswerten Schuss. Nordhausen wachte nach dem 2:2 nochmal auf, am Ende bliebs aber beim 2:2, für Nordhausen von den Chancen her eigentlich ein glücklicher Punkt.

Nach dem Spiel machte eilte ich zurück zum S-Bahnhof, wobei noch genug für einen Abtecher zum Kaisers war, grad wenn man es eilig hat kauft natürlich vor einem jemand 20 Packungen Ferrero Küsschen, kein Scherz… ;) Ging sich aber aus mit der S-Bahn, wobei der Takt eh noch okay gewesen wäre, im Späti ums Eck vom Hotel kaufte ich noch einen Absacker und dann war nur noch ein bisschen Chillen im Hotel angesagt.

Bilder

An der S-Bahn, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Graffito auf dem Weg zum Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Haupteingang, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Anzeigetafeln, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Haupttribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Gästeblock, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Gegengerade, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Ultras-Spruchband, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Mannschaften, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Gästefans, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Filmstadt-Inferno, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Ultras-Spruchband, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Nulldrei-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Antifa-Ultras-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Babelsberg und United of Manchester-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Together-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Kurve-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Babelsberg Ultras-Graffito, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

2014_12_05_SV_Babelsberg_03_-_Wacker_Nordhausen_54_640

Partizan Minsk-Graffito I, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Partizan Minsk-Graffito II, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Gästeblock, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Haupttribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Gegengerade, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Für Kurve, Kiez und den Verein, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Hintertortribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Haupttribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Haupttribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Hintertortribüne, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Endstand, Karl-Liebknecht-Stadion, SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen

Eintrittskarte SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen, Front

Eintrittskarte SV Babelsberg 03 - Wacker Nordhausen, Rück

At long last

Gestern bin ich beim Googeln von Hinweisen für Final Fantasy XIII-3, das ich nach einem halben Jahr brachliegen jetzt mal wieder weiter spiele, auf ein Schlagzeile für ein PS4-Release von Final Fantasy VII gestoßen. Hui, FF VII? PS4? Remake? HD? Geile Sache! Gut, leider nur PS4, aber die wollte ich mir ja eh irgendwann holen. Mal kurz in das Video reingeschaut und mich arg gewundert, warum das a) nicht im Vollbildmodus läuft und b) grafisch eigentlich genauso aussieht wie FF VII für die PSX:


FF VII auf PS4, das wird, äh, schön?

Stellt sich heraus, dass das Spiel einfach auf PS4 portiert wird, und zwar nicht von der PSX-Version sondern von der PC-Version, die wohl ein nicht sonderlich toller Port der PSX-Version war, way to go, Square Enix, aber es wird schon genug Spieler geben, die den Quark kaufen. Folgender Kommentar auf Eurogamer.net fasst die Problematik der Grafik eigentlich ganz gut zusammen:

Love how they won’t show it fullscreen, lest they advertise how terrible the stretched-out re-rendered lowpoly models look against the original 320×240 backgrounds.

The only way to play this game that doesn’t mangle the graphics to shit, is what it was designed for: on a PSX on a tube TV. Scanlines, TV RGB grid and phosphor glow and all.

Die PSX hatte übrigens eine Auflösung von immerhin bis zu 512×384 (PAL), die PS4 kann zwar 4k, Spiele werden aber im Allgemeinen in 1080p dargestellt, das heißt eine Auflösung von 1920×1080. Das sieht dann wahrscheinlich ungefähr so geil aus, wie das Speedrun-Video hier auf Fullscreen:


Ich kann mir vorstellen wie PS4 gähnt bei der Herausforderung, dieses Spiel zu rendern…

Eigentlich schade, ich fand FF VII super, war das erste Final Fantasy, dass ich jemals gespielt habe, wie alle eigentlich so kompliziert, dass ich nach 20 Stunden Spielzeit gleich nochmal von vorne anfangen konnte, weil ich es, ahnungslos wie ich war, total verbockt hatte und irgendwann nicht mehr weiter kam, ich kann ja Final Fantasy eigentlich eh nur mit Komplettlösung spielen sonst bin ich hoffnungslos verloren. Beim Zivildienst konnte ich das am Wochenende dann immer spielen wenn nicht viel zu tun war und ich ein paar Stunden Zeit über hatte, am Ende bin ich glaube ich mit 80 bis 100 Stunden Spielzeit raus, den Neustart nicht gerechnet, vielleicht habe ich auch den Spielstand noch irgendwo auf einer Memory Card rumfliegen. Am Ende ist es wahrscheinlich fast besser so, ich hatte bisher nicht mal Zeit das FF X/X-2 HD Remake anzuspielen, man hat ja auch noch was anderes zu tun und irgendwie ist es dann auch nicht erfüllend, wenn man nur Spiele hat, in die man 60+ Stunden steckt. Und um nochmal den Kommentator von oben zu zitieren:

And no, a fullblown remake isn’t gonna work either. Some people think a remake is gonna transport them back to the past and make them experience FF7 the way it felt to them back then. They are sadly mistaken. That is not how nostalgia works. Any FF7 remake would be an entirely new experience completely detached from what you played and felt as a kid/teen. What’s the bloody point? It would be an unrelated new game, just similarly themed.

Verrückt in Berlin

Vergangenes Wochenende gings mit Thomas nach Berlin, weniger dem Sightseeing frönen als dem Fußballgott huldigen (ich zumindest), das Programm war doch zu verlockend: Freitag Babelsberg – Nordhausen, Samstag drei weitere Spiele in der RL Nordost zur Auswahl, davon BFC – Carl Zeiss Jena ausgewählt, Sonntag dann das eigentlich Highlight, nach neuneinhalb Jahren mal “wieder” im mittlerweile runderneuerten Stadion An der Alten Försterei bei Union – FSV Frankfurt, zu dem sich auch Thomas bereit erklärte, als Nicht-Fanatiker in Sache Fußball verständlich, dass er nicht bei dem teilweisen Schmuddelwetter unterklassige Kicks anschauen wollte. ;)

Zum Pokalfinale bin ich, bis auf das erste Mal, bisher immer mit dem Auto angereist, zwischendurch war ich mal dienstlich mit dem Flieger in Berlin, dürfte also auch neuneinhalb Jahre her sein, dass ich die Fahrt in die Hauptstadt mit dem Zug antrat, für schmale 70 Euro hin und zurück pro Nase gabs aber nix zu meckern, übernachtet wurde für im Mercure in Tempelhof, preislich auch vollkommen im Rahmen, wie das letzte Mal im Mercure, in Southampton vor zwei Jahren, wenn ich mich recht erinnere, war das Frühstück super, das Hotel im Allgemeinen aber nicht so schön, kein Vergleich mit dem feinen Altbau in Southampton, aber wir waren halt auch in Neukölln.

Sightseeing war wie gesagt relativ schmal, ist aber ja nicht so dass ich das erste Mal in Berlin war, einige interessante Programmpunkte habe ich schon abgedeckt, für größere Unternehmungen fehlte von wegen Fußball eh die Zeit. Sehr schön fand ich unseren Ausflug auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof am Freitag Abend, leider war es da schon dunkel und auch das Wetter wenige einladend, an einem lauen Sommerabend stelle ich mir das ziemlich nett vor, auch zum Sporteln bestimmt eine schöne Sache. Samstag stand dann vor dem Spiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark nur ein kurzer Sightseeing-Spaziergang durch den Prenzlauer Berg an, nach dem Spiel wurden wir immerhin von Thomas’ Bekanntem Steffen gut durch die Kneipenszene geführt, einschließlich Besuch beim Burgermeister, kultig und durchaus lecker. Unerwarteterweise gabs dann noch das Bayern-Spiel gegen Leverkusen live zu sehen, war ja noch nicht genug Fußball sonst am Wochenende *hust*, ebenfalls in einer durchaus kultigen Lokalität, Paules Metal-Eck. Als abendlichen Absacker gabs im Hotel noch ein Highlight der Filmkunst, Dogtooth. Am Sonntag gings dann nach Auschecken erst mal an den Hautpbahnhof zum Gepäck deponieren und dann wieder in die andere Richtung, auf nach Köpenick, leider mit Schienenersatzverkehr ab Karlshorst, ging aber alles glatt, weil uns die freundliche Fahrerin direkt am Stadion rausließ anstatt darauf zu bestehen, bis zur S-Bahn-Station Köpenick zu fahren. Das Sonntagsspiel war durchaus ein Highlight, nette Kiste haben sich die Unioner hingestellt, Stimmung war auch super, die zweite Halbzeit dann auch mit Toren. Bis wir das Nachspielprogramm festgelegt hatten dauerte es dann etwas, die erste Wahl war Konopke (geschlossen), die zweite Wahl der Schusterjunge (voll), als dritte Wahl wurde dann das Café Esperanza auserkoren, die Pizza war unerwartet lecker, als Ausweichrestaurant also eh okay. Danach gings zurück an den Hauptbahnhof, Gepäck holen und auf den ICE warten, der uns dann ohne Verspätung entspannt nach Hanau brachte – sowohl auf der Hin- und Rückfahrt keine Verspätung im ICE, das habe ich auch noch nicht erlebt. Der Nachtschwärmer von Hanau brachte uns dann auch den Rest des Weges nach Aschaffenburg zurück, quasi schon am Montag früh, aber so ist das halt wenn man immer nur die billigsten Fahrkarten bucht. ;)

Alles in allem ein feiner Trip, dank Tourguide Steffen gabs einen guten Einblick ins Kneipenprogramm, sonst gabs eigentlich nichts neues zu sehen, von den natürlich Stadien abgesehen, die Tage sind aber halt auch arg kurz und im Dunkeln bei Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen rumzulaufen ist nur bedingt attraktiv. Und auch auf die Gefahr hin dass Thomas mich jetzt steinigt, das Lied passt einfach zu gut…

Projekt 52.2014.33: Jim Butcher – Fool Moon (The Dresden Files, Book 2)

Ich habe einen kleinen Rückstau an Projekt 52-Artikeln, also nicht wundern wenn jetzt ein paar in arg kurzer Zeit kommen, mein Zähler steht für dieses Jahr aktuell immerhin schon bei über 40, gebloggt habe ich aber bisher erst über 32 Bücher. Es fehlen im wesentlichen die Dresden Files-Bücher, aktuell bis Nummer 9 (White Night), Nummer 10 habe ich am Freitag auf der nicht ganz kurzen Öffi-Fahrt von Neukölln nach Babelsberg angefangen.

In Fool Moon, merke das Nicht-Finger-in-den-Po-Dresden-Wortspiel schon im Titel, hat es Harry Dresden im Wesentlichen mit Theriomorphose, der Verwandlung vom Mensch ins Tier, zu tun, genauer gesagt mit dem was man allgemeine unter “Werwölfen” versteht. Bob, der allwissende Helfergeist von Harry, erklärt dabei die Unterschiede der vier Arten:

  • Klassische Werwölfe: Menschen die sich mittels Zauberei als Formwandler (Shape-Shifter) in Wölfe verwandeln können, aber im Geist Mensch bleiben
  • Hexenwölfe: Menschen die sich mit einem Talisman und ohne eigene Fähigkeiten verwandeln und immer mehr zur Bestie werden, je häufiger sie sich verwandeln
  • Loup-garous: Menschen die sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandeln, was meistens auf einem Fluch beruht
  • Lycanthrophen: Keine Formwandler wie die anderen drei sondern quasi ein in den Sinnen und Fähigkeiten verbesserter Mensch

Wie schon in der vorherigen Geschichte kriegt Harry mächtig auf die Mütze von den verschiedenartigen Werwölfen, selbst das FBI spielt mit, drei Agenten sind mit Gürteln als Talismane ausgestattet und damit Hexenwölfe, am Ende werden deren Gürtel aber vernichtet. Damals, als ich das Buch gelesen hatte, war mir das nicht bewusst, aber die Frage, wer die Gürtel hergestellt hat, wird viel später nochmal angesprochen und scheint auf einen düsteren Hintergrundplot hinter den einzelnen Büchern anszupielen. Ansonsten solide, die Unterscheidung der Werwölfe fand ich recht interessant.