Oops! … I Did It Again

Anmeldung Plusnet Yorkshire Marathon 2016

And the winner is: Plusnet Yorkshire Marathon 2016, aka York Marathon, dieses Jahr also der Anlauf auf die selbst ausgerufene „Double Crown of Marathon“ – New York Marathon und Old York Marathon finishen. 😀

Natürlich ist der Old York(shire) Marathon deutlich kleiner als der New York City-Marathon, aber ungefähr 7.000 Teilnehmer sind auch keine schlechte Zahl. Außerdem kostet die Teilnahme hier nicht mal 65 Euro. Wenn ich mir das Promo-Video anschaue juckt es mich schon wieder ein bisschen in den Füßen, muss ich zugeben. :)

P.S.: Frühjahres-Marathon wird es wohl keinen geben, da ich immer noch etwas Scherereien mit dem Fuß habe. Da ich bisher nach jedem Marathon eine mittelschwere Blessur hatte (beziehungsweise noch habe) ist es fraglich, ob es für den ungefähr vier Wochen nach York stattfindenden Athen-Marathon reichen würde. Aber erst mal sehen was dort die Anmeldung kostet… 😉

FC Brentford – FC Burnley 1:3 (0:3)

Leider gab es am Freitag keinen neuen Ground zu besuchen, eine Verlängerung des Trips auf das Wochenende hinaus hatte ich wegen völlig abstruser Zug- und Hotelpreise ja gelassen. Da ich am Freitag unter anderem noch den ältesten Cache Englands, GC177 Tim & Jon’s 1st Re-Stashed, besuchen wollte, nahm ich also das Freitagabendspiel im Griffin Park noch mit. Vorher ging es erst mal kurz an die Themse, um einen Cache zu versuchen, den man nur bei Niedrigwasser machen kann. Sehr interessant, am Themsestrand, mit kleiner Klettereinlage, aber alles in Ordnung und dann ging es von Euston aus nach Tring in Hertfordshire. Ordentliche Matschdreckelei auf dem Weg ins nahe Örtchen, dann ab den Berg hinauf, den Cache zu finden war völlig unproblematisch, den dazugehörigen Mystery schenkte ich mir aber. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann zurück nach Tring und mit dem Zug wieder nach Euston, schmerzfreier Ausflug also und ein willkommener Cache-Fund für die Hidden Month-Liste. 😉

Vor dem Spiel gab es dieses Mal auch was ordentliches zu essen, im nahe des Hotel gelegenen Wetherspoon’s war ich schon bei unserem Nachweihnachtstrip 2014 gewesen, gut gestärkt ging es dann via Waterloo zum Griffin Park. Bei meinem Besuch im Dezember 2014 war ich mit der Tube an- und abgereist, was aber, vor allem auf die Anreise bezogen, daran lag, dass ich erst pünktlich zum Spiel in Heathrow gelandet war. Vor Ort ist der Laufweg dann bei der Bahnanreise deutlich kürzer, in Waterloo hätte ich aber fast meinen Zug verpasst: England-typisch stand das Gleis wieder erst sehr knapp fest, dieses Mal sogar einige Minuten nach der eigentlich geplanten Abfahrt. Am Gleis war dann der Zug aber noch geschlossen und niemand drin, sehr komisch. Ah, halt, der hintere Teil fährt gar nicht mit, okay, Beine in die Hand genommen und gerade noch in den Zug geschlüpft, in der Tat gab es dann auch eine Entschludigung für den überfüllten Zug, die hinteren 5 Wagen würden für einen anderen Zug benötigt… naja, gab es halt eine kuschelige Stehfahrt in den Londoner Westen und ich war just in time am Stadion, Außenaufnahmen im Dunkeln werden ja eh nie ordentlich, von der Kälte her war es aber nicht so schlimm wie am Abend vorher und man hätte ruhig ein paar Minuten früher da sein können ohne zum Eiszapfen zu werden.

Um etwas Abwechslung zum letzten Besuch zu erzeugen hatte ich mir eine Karte für den Braemar Road Stand gesetzt, quasi einmal quer über den Platz auf der anderen Seite vom Stadion, direkt über dem Spielertunnel, der sich in der Südwestecke des Stadion befindet. Mein Platz war eigentlich in der ersten Reihe, ziemlich genau auf Höhe der Auslinie, nachdem hintendran aber recht viel frei war zog ich ein paar Reihen nach oben, auf den ersten Platz am Gang, der sich direkt neben einem Stahlträger befindet, sehr charmant und zumindest keine Probleme mit Nebensitzern. 😉

Brentford bringe ich ja irgendwie kein Glück, von den drei vorherigen Spielen mit Brentford-Beteiligung gab es ein Unentschieden, eine Auswärts- und eine Heimniederlage, diese mit 2:4 auch recht deftig. Gegen Aufstiegsaspiranten Burnley hatten die Bees, selbst im Mittelfeld der Liga, nichts zu melden, nach munterem Beginn kombinierte sich Burnley in die Mitte und Scott Arfield zirkelte vom Elfmeterkreis aus einen traumhaften Ball in den rechten Winkel zur frühen Führung. Etwas mehr als eine Viertelstunde später gab es einen Freistoß für Burnley aus ähnlicher Position und Joey Barton machte einfach nach, was Arfield vorher gemacht hatte, rechter oberer Winkel, dazu noch mit Innenpfostenberührung, 0:2 nach einer halben Stunde. Die Vorentscheidung fiel dann sogar noch vor der Pause, als Brentford den Ball nicht klären konnte, aus erneut ähnlicher Position, dieses Mal aber als ein Volley, der flach neben dem rechten Pfosten ins Tor ging. Brentford war nach der Pause aber bemüht, vielleicht doch noch ein Unentschieden zu erreichen, mehr als der Anschlusstreffer in der 57. Minute durch Alan Judge nach einem Alleingang durch die Burnley-Abwehr war aber nicht drin, mehr ließ Burnley dann nicht mehr zu. Burnley, jetzt vierter und nur 2 Punkte hinter dem Zweiten, spielt also durchaus noch um den direkten Aufstieg mit, Brentford müsste sich auch für die Playoff-Plätze ganz schön strecken bei aktuell Platz elf und 8 Punkten Rückstand.

Nach dem Spiel ging es hier nur fast spiegelbildlich zur Anreise zurück, ich beeilte mich, schnell zum Bahnhof zu kommen, um den ersten Zug zu erwischen, anstatt bis nach Waterloo fuhr ich allerdings nur bis nach Vauxhall, von dort mit der Victoria nach Süden auf die Northern Line und dann durch bis Old Street – muss man auch erst mal drauf kommen, laut Journey Planner war es jedenfalls die schnellste Verbindung, nicht dass es groß eine Rolle spielte, denn ich musste am Samstag sowieso gegen 03:00 aufstehen, weil ich Torfkopf bei der Buchung der Busfahrt von und nach Stansted Hin- und Rückfahrt gebucht hatte, dabei wollte ich doch nur von Stansted aus nach Victoria und dann von Liverpool Street nach Stansted zurück. Naja, konnte man auch nichts machen, die Fahrkarte gilt wohl ab Buchung ein halbes Jahr und vielleicht wäre es auch eh egal gewesen, aber ich machte mich dann via Bus und Nachtbus auf den Weg von Old Street nach Victoria, eigentlich schmerzfrei und verwunderlich, wie viel in London schon so früh am Tag schon und noch los ist. In Victoria bekam ich dann sogar den früheren Bus, der auch etwas seltsam aus der Stadt rausfuhr und bei King’s Cross dann einfach stehen blieb. Der Fahrer verließ fluchtartig den Bus und rannte in den Bahnhof und dann war er erst mal zehn Minuten verschwunden. Hmm, große Verwirrung bei allen Fahrgästen, nach einer Viertelstunde waren dann Fahrer und Ersatzbus da, anscheinend hatte der Bus ein Problem und konnte nicht weiter fahren. Also Gepäck umladen und einsteigen, wo dann der Mensch herkam, der an dieser Stelle zusteigen wollte, würde mich auch mal interessieren, ich wüsste nicht dass das ein regulärer Halt war. Schmerzfrei ging es dann auf der gewohnten Route nach Norden und wir waren pünktlich in Stansted, auch vor Ort nichts unvorhergesehenes außer einer kleinen Verspätung vor dem Abflug, dann war ich zurück im verschneiten Hunsrück und durfte erst mal Eis kratzen, ehe es noch auf eine kleine Cacherunde ging, dieses Mal mit Deutschlands ältestem noch aktiven Cache, dem GC26C Medieval View an der Burg Elz, und dann ab nach Hause.

Aktueller Stand also 81 von 92 Grounds, diese Saison kommen zumindest noch vier weitere Spielbesuche dazu: ein Samstag/Sonntag-Trip nach Birmingham, Spielbesuch bei Walsall und abends Allison Weiss w/Jenny Owen Youngs, yellowbirddd-Konzert im O2 Institute; Geburtstagstrip zum AFC Wimbledon; Letzter Spieltag-Trip zu (wahrscheinlich) Plymouth und Gillingham. Eventuell gibt es auch noch einen Oster-Trip, dann wären noch Rochdale und hier Plymouth fällig, am letzten Spieltag dann anstelle von Plymouth entweder Luton, Portsmouth oder, falls sie nicht absteigen, Yeovil. Es gibt also noch einiges zu tun, vielleicht schaffe ich es 2016 die 92 voll zu machen, wird aber schon ein Kraftakt.

Bilder

Stadionpanorama I, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Stadionpanorama II, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Stadionpanorama III, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Welcome to Griffin Park, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Mannschaften, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Schweigeminute, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Burnley feiert das 0:2

Burnley feiert das 0:2

Die hatten eigentlich wenig zu lachen

Die hatten eigentlich wenig zu lachen

Stadionpanorama I, Griffin Park, FC Brentford - FC Burnley

Endstand

Endstand

Die beiden Trainer

Die beiden Trainer

E-Ticket

E-Ticket

FC Millwall – Oxford United 0:2 (0:1)

Kurz nach Mittag ging es von Southampton Central wieder mit dem Zug zurück nach Waterloo, Megabus sei Dank erneut für nur Pfund. Von Waterloo aus fuhr ich mit der Tube zur Old Street, wo sich die Unterkunft für die nächsten zwei Tage befand, Gewinner bei der Auswahl war mal wieder das Easyhotel gewesen, selbst unter der Woche waren Travelodge und ibis schon unattraktiv teuer gewesen. Im EasyHotel Old Street war ich noch nicht gewesen, der Single Room Now Window hat zwar auch hier eben kein Fenster, war aber deutlich größer als zum Beispiel in Paddington, wo neben Bett und Duschkabine gerade mal Platz für die Türöffnung und zwei Rucksäcke ist. Auf dem Weg zum Hotel hatte ich mich bei der auf dem Weg liegenden co-operative versorgt, insofern war Essen vor dem Spiel nicht nötig und ich machte mich recht zeitnah auf den Weg nach Millwall, das Hotel lag dazu auch ganz geschickt, drei Haltestellen südwärts bis London Bridge, dann mit der National Rail eine Station bis South Bermondsey. Sowohl an der Old Street Station als auch an London Bridge ging es ganz schön rund, Feierabendverkehr halt, den angepeilten Zug erwischte ich an London Bridge aber gerade noch und nach einiger Verspätung ging es völlig überfüllt die eine Station bis South Bermondsey. Das ist auch immer die Sache mit dem Cold Gear, wenn man für die Kälte ausgerüstest ist und dann in vollen U-Bahnen und Zügen steht wird es halt doch unangenehm warm, zum Glück waren die Fahrzeiten aber ja entsprechend kurz.

In South Bermondsey blieb nicht viel übrig, als dem Mob hinterherzulaufen, wobei Mob vielleicht nicht das richtige Wort ist, die Kulisse war doch recht überschaubar, Abendspiel unter der Woche bei äußerst frostigen Temperaturen, aber immerhin Football League Trophy bzw. Johnstone’s Paint Trophy Area Final, also nur zwei Spiele vom Finale in Wembley entfernt. Spiel der Football League Trophy hatte ich bisher keines gesehen und musste ich auch vorher erst mal wieder auf den aktuellen Stand über die Pokalwettbewerbe in England bringen, das kann ich mir nie merken: Johnstone’s Paint Trophy spielen nur Mannschaften aus der League One und League Two. Daneben gibt es noch den Football League Cup, aktuell auch Capital One Cup, früher unter anderem auch mal Milk Cup, Littlewoods Cup, Coca-Cola Cup oder Carling Cup, in dem alle 92 Mannschaften von der Premier League bis einschließlich League Two spielen. Und natürlich gibt es noch den FA-Cup, an dem Mannschaften aus Premier League, Football League und dem National League System teilnehmen. Vorteil des Cup-Spiels war für mich natürlich die Terminierung am Tag nach dem Southampton-Spiel, ansonsten auch der günstige Eintrittspreis von gerade mal 10 Pfund, der immerhin knapp 7.300 Zuschauer anlockte.

Damit war das Stadion etwas über ein Drittel gefüllt, The Den bietet etwa 20.000 Zuschauern Platz, die sich auf vier quasi identische Tribünen mit unbebauten Ecken dazwischen verteilen, nicht spektakuläres. Ich hatte meinen Platz auf der Gegentribüne, dem Docker Stand, in Höhe der Mittellinie, demnach gute Sicht auf die beiden Hintertorblöcke. Einziges hervorstechendes Merkmal ist wohl die Beschriftung in den Sitzen des Cold Blow Lane End, Gelb in Blau steht dort der mittlerweile aktuelle Name des Stadions, The Den, für den vorherigen Namen The New Den hätte man sich wohl mit etwas kleinerer Schrift begnügen müssen. Es waren auch einige Oxford-Fans angereist, das geht ja mit der Oxford Tube ganz unproblematisch, dauert halt nur eine ganze Weile, haben wir vor ein paar Jahren mal nach Oxford und zurück gemacht.

Das Spiel war ganz unterhaltsam und lenkte so immerhin ein bisschen von den äußerst frostigen Temperaturen ab, es war doch deutlich kälter als am Vorabend, ich bereute nicht, mir einen Evening Standard mitgenommen zu haben, den ich dann als Sitzunterlage nutzen konnte. Oxford, die klassenniedrigere Mannschaft, war von Anfang an überlegen, das 0:1 nach einer Viertelstunde fiel dann aber recht glücklich, als ein Schuss von Roofe von Höhe der Auslinie zwischen Torwart und Pfosten durch rutschte, kann man schon Torwartfehler nennen. Millwall brachte danach wenig zustande, Oxford gefährlicher und noch vor der Pause mit dem 0:2, als Roofe einen Abpraller nach einem schönen Freistoß an die Latte in die Maschen setzte. Kurz nach Wiederanpfiff hätte Oxford definitiv den Sack zumachen können, am Ende stand dann aber mit einem 0:2-Auswärtssieg eine gute Grundlage für eine Reise nach Wembley an, zumindest in der Form von diesem Spiel wird es Millwall sehr schwer haben, in Oxford was zu holen. Die Oxford-Fans waren jedenfalls, gutes Ergebnis natürlich auch, atmosphärisch ganz gut dabei, auch von Millwall gab es aber das eine oder andere zu hören, natürlich auch das „No one likes us, we don’t care“.

Der Rückweg gestaltete sich dann spiegelbildlich zum Hinweg, alles sehr gesittet und dieses Mal mit viel Platz im Zug, schneidender Wind auf dem Bahnsteig machte das Warten sehr unangenehm. Als sich selbst umstehende Engländer über die Kälte beschwerten, war ich dann jedenfalls beruhigt, man weiß ja nie so genau ob man sonst nicht der einzige verfrorene auf dem Bahnsteig ist. 😉 Beim freundlichen Dönerladen um die Ecke gab es noch einen Absacker, da ich seit Mittag nichts mehr gegessen hatte, was ich immer nicht verstehe ist, warum die Bilder aussehen wie bei uns, man dann aber einen Döner in einer Styroporschachtel bekommt: auf der einen Seite unten ein dünner Lappen Brot, darauf Fleisch mit Soße, auf der anderen der Salat. Naja, andere Darreichungsform halt, war aber lecker und sättigend. :)

P.S.: Stand der Doing the 92: 81/92.

Bilder

Abgang am Bahnhof South Bermondsey, FC Millwall - Oxford United

Am Stadion, The Den, FC Millwall - Oxford United

Welcome to Millwall Football Club, The Den, FC Millwall - Oxford United

Sehr idyllisch gelegen

Sehr idyllisch gelegen

Cold Blow Lane Stand

Cold Blow Lane Stand

Barry Kitchener Stand

Barry Kitchener Stand

North Stand

North Stand

Das Banner musste dann dann verlegt werden, der Ordner war so nicht zufrieden ;)

Das Banner musste dann dann verlegt werden, der Ordner war so nicht zufrieden ;)

Johnstone's Paint Trophy, The Den, FC Millwall - Oxford United

Einlaufspalier, The Den, FC Millwall - Oxford United

Mannschaften, The Den, FC Millwall - Oxford United

Die Maskottchen noch guter Dinge vor dem Anpfiff

Die Maskottchen noch guter Dinge vor dem Anpfiff

Oxford-Huddle, The Den, FC Millwall - Oxford United

Man sieht, es wurde dann doch noch halbwegs voll

Man sieht, es wurde dann doch noch halbwegs voll

Spielszene II, The Den, FC Millwall - Oxford United

Cold Blow Lane Stand, The Den, FC Millwall - Oxford United

Barry Kitchener Stand, The Den, FC Millwall - Oxford United

Eine ganz ordentliche Zahl Gästefans

Eine ganz ordentliche Zahl Gästefans

Endstand

Eintrittskarte Front, FC Millwall - Oxford United

Eintrittskarte Rück, FC Millwall - Oxford United

FC Southampton – FC Watford 2:0 (1:0)

Erster England-Trip im Jahr 2016 und der Saison 2015/16, wie so häufig habe ich es im Sommer nicht nach England geschafft, da war das Programm aber auch schon relativ dicht. Ab Hahn ging es dieses Mal für schlanke 20 € hin und zurück, da kann man auch mal wieder in den Hunsrück zuckeln, vor allem bei den lächerlich niedrigen Kraftstoffpreisen im Moment. Einzig ärgerlich daran ist natürlich die Zeit, zu der man aufstehen muss, da Ryan Air ja nur ein Mal früh morgens und ein Mal spät abends ab Hahn nach Stansted fliegt. Irgendwie hatte ich, wahrscheinlich noch von einer Erkältung geplagt, eine sehr unruhige Nacht mit fast null Schlaf, immerhin fiel das Aufstehen nicht so schwer, weil ich mich gegen 02:00 entschloss, mich nicht länger im Bett herumzuwälzen. Kurz geduscht und eine Kleinigkeit gefuttert, dann ging es gegen 03:30 auf den Weg nach Hahn, der Uhrzeit entsprechend völlig ereignislos. Am Lieblingshotel geparkt und auf zum Terminal geschlappt, dann noch wach gehalten bis in den Flieger und erst mal eine Runde gemützt, so hat das nicht schlafen vorher auch seine Vorteile. 😉 In Stansted ging es fix durch die ePassport-Gates nach draußen, dann allerdings erst mal mit einem Bus-Shuttle zu einem ca. 15 Minuten entfernten Parkplatz, auf dem sich die Terravision-Busse befanden, sehr komisch und wohl irgendwelchen Baumaßnahmen am Terminal geschuldet. Im Bus dann gleich mal wieder abgemützt und nach einer Stunde frisch erholt aufgewacht, es stellte sich heraus, dass wir kurz vor dem Tower waren – seltsame Route, ich bin ja schon oft Terravision oder EasyBus von und nach Stansted gefahren, auch schon von diversen Einstiegspunkten, aber die Route war mir neu, normal ging es immer eher von Norden in die Stadt und nicht von Osten. Gut, es war dann viel Zeit, etwas zu sehen, vom Tower aus hat die Fahrt dann fast noch eine Stunde gedauert – Reststrecke wohlgemerkt ungefähr 6 Kilometer! Am Ende dauerte die Fahrt von Stansted bis Victoria also circa zwei Stunden…

Von Victoria aus ging es cachenderweise nach Waterloo, ich hatte mir etwas mehr Caches zurecht gelegt, als ich am Ende gebraucht hatte, aber ich hatte ja auch nicht mit so einer langen Fahrt gerechnet. 😉 Von Waterloo aus ging es mit dem Zug nach Southampton, allerdings gebucht via Megabus, 7 Pfund anstatt um die 40 Pfund, der Sparkommissar war zufrieden. 😉 Dazu gibt es bei Southwest Trains auch noch Free Wifi, auch wenn die Verbindung nicht immer top war und der Frosch, mein Netbook, mir mal wieder tierisch auf den Zeiger ging, weil der Pinöpel für die Mausbewegung fest hing und sich nicht deaktivieren ließ, da muss ich mich entweder mal drum kümmern oder für unterwegs aufrüsten, für einen Mann in meinem Alter ist der Bildschirm eh etwas klein. 😉 Vor ging es dann vom Bahnhof aus den kurzen Weg zum B&B im Polygon, ist wohl die Guest House-Gegen von Southampton. Kleines Zimmer, aber alles sauber, was will man mehr.

Radstadt Southampton, FC Southampton - FC Watford

Nette Schlüsselübergabe am B&B, FC Southampton - FC Watford

Sightseeing in Southampton I, FC Southampton - FC Watford

Sightseeing in Southampton II, FC Southampton - FC Watford

Viele Wege in Southampton, FC Southampton - FC Watford

Nach kurzer Verschnaufpause ging es erst mal auf den Weg zum Stadion, um ein paar Tageslichtfotos zu machen und die Eintrittskarte abzuholen. Von außen nichts spektakuläres, aber ganz nett anzuschauen, sehenswert ist vor allem die Statue vor dem Haupteingang. Danach ging es wieder zurück ins Städtchen, kurz beim Game und beim CEX vorbei schauen, ehe es ein verspätetes Mittagessen im Standing Order gab, da war ich auch schon mal wegen des kostenfreien WLANs auf einer Dienstreise im Pub Office gewesen. 😉 Kurz zurück ins Hotel und dann ging es erneut zum Stadion, leider hatte es mittlerweile angefangen zu regnen, Midtjylland nearly all over again, denn nass bis unter die Jacke war ich zwar auch, als ich ankam, aber zum Glück fand das Spiel wenigstens statt. :)

#upthesaints, FC Southampton - FC Watford

The Rest is History, FC Southampton - FC Watford

In 1894 Charles Miller Took a Football to Brazil and..., FC Southampton - FC Watford

Saints-Graffito, FC Southampton - FC Watford

Stadion Ecke Megastore, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Haupteingang, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Ted Bates-Statue, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Blick aufs Stadion von der Fußgängerbrücke, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Auch von innen ist St. Mary’s jetzt nichts spektakuläres, durchgängig einranging, immerhin recht hoch, auf der Hintertorseiten jeweils mit dem Schriftzug „SAINTS“ in weiß auf rot und Platz für 32.689 Zuschauer, für einen All-Seater mit nur einem Rang also ganz ordentlich. Mein Platz war im oberen Teil des Chapel Stand, also im Süden des Stadions, nachdem in meiner Reihe aber bereits relativ viel los war, verzog ich mich ganz nach oben, wo noch ausreichend Platz war, so hatte ich auch mehr Platz mich etwas auszubreiten um die Trocknung der Jacke zu erleichtern.

Stadionpanorama I, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Stadionpanorama II, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Stadionpanorama III, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Stadionpanorama IV, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Stadionpanorama V, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Stadionpanorama VI, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Watford war eigentlich in besserer Form als Southampton, hatte an diesem Tag aber nichts zu melden. Nach relativ zahmem Beginn von beiden Seiten ging Southampton nach einer Viertelstunde in Führung, eine Flanke aus dem linken Halbfeld fand Shane Long am Elfmeterpunkt, der zur Führung einköpfte – nicht sonderlich herausgespielt, aber effektiv. Southampton war auch weiterhin die bessere Mannschaft und hatte mehrere Chancen zu erhöhen, es dauerte bis zur 74. Minute, eher der frisch eingewechselte Dusan Tadic zwei Verteidiger austanzte und alles klar machte. Watford, eigentlich mit zwei starken Angreifern, kam überhaupt nur zu einem Schuss aufs Tor und das auch erst in der 85. Minute, mit dem 2:0 waren die Hornets also gut bedient. Flottes Spiel von Southampton mit einem starken Sadio Mané, Watford ist allerdings als Aufsteiger immer noch gut dabei mit 29 Punkten und Platz 10, auch wenn der Trend mittlerweile eher nach unten geht.

Die Liste der noch zu besuchenden Premier League-Grounds habe ich mit dem Southampton mal schön um 50% reduziert, jetzt bleibt nur noch Leicester übrig, dort wird es allerdings ohne Mitgliedschaft zumindest diese Saison auf keinen Fall Karten geben, mal sehen ob sich das noch ergibt oder ob ich das für 2016/17 einplane; ansonsten 80 von 92 erledigt.

Bilder

Mannschaften, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Maskottchen, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Doppel-Huddle, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Quique Sánchez Florez und Ronald Koeman, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Frohe Saints-Spieler, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Ein Tweet von mir auf der Leinwand, yay! St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Endstand

Saints-Schriftzug, St. Mary's Stadium, FC Southampton - FC Watford

Eintrittskarte Front, FC Southampton - FC Watford

Eintrittskarte Rück, FC Southampton - FC Watford

Projekt 52.2016.05: Tahereh Mafi – Shatter Me

Shatter Me ist eines der Bücher, die ich auf einer Liste auf Buzzfeed.com, „43 Books You Won’t Be Able To Stop Talking About“, gefunden habe. Neben Shatter Me waren das bisher die – noch nicht im Blog besprochenen – Bird Box von Josh Malerman und The Girl With All the Gifts von M.R. Carey, ebenfalls Autor der Felix Castor-Reihe, auf die ich dann nach The Girl With All the Gifts aufmerksam wurde. Dass die Liste auch Mark Z. Danielewskis House of Leaves enthielt, eines meiner Lieblingsbücher, sorgte immerhin schon mal in Vertrauen in die Auswahl und alles was ich bisher gelesen habe hat mich auch nicht enttäuscht. Shatter Me würde ich bisher allerdings als das schwächste Buch von der Liste einordnen. Das liegt weniger an der Sprache, die sehr bildhaft und angenehm zu lesen ist, auch nicht an der interessanten Typographie, bei der Gedanken der Protagonisten öfter durchgestrichen erscheinen, sondern eher daran, dass das Buch „young adults“ zur Zielgruppe hat und man die Ausrichtung am jugendlichen / jungen erwachsenen Leser, recht offensichtlich merkt, allein dadurch, dass alle Charaktere die vorkommen, nicht älter als 30 sind.

Trotz allem ist es eine interessante Geschichte: die zu Beginn namenlose Protagonistin befindet sich in Einzelhaft in einer Art Irrenanstalt, als plötzlich ein Junge in ihre Zelle verlegt wird. Juliette, so der Name der Protagonistin, kennt ihn von früher und es wird offenbar warum sie isoliert in einer Zelle gefangen gehalten wurde und jetzt panische Angst hat, ihren Mithäftling zu berühren: ihre Berührung kann töten. Adam, ein ehemaliger Klassenkamerad, sollte Juliette allerdings nur auf den Zahn fühlen, sie darf kurze Zeit später dann zwar ihre Zelle verlassen und wird Warner, der so eine Art Gouverneur ist, unterstellt. Warner, der für eine Bewegung namens „The Reestablishment“ arbeitet, will Juliette als Waffe benutzen, sie kann allerdings mit Adams Hilfe fliehen und gelangt zu einer Widerstandsbewegung, bei der sie weitere Menschen mit besonderen Fähigkeiten trifft.

Ich fand den Anfang recht vielversprechend, vor allem die Gedanken von Juliette in der Zelle, die Geschichte danach war nicht uninteressant, hat mich aber auch nicht wirklich angesprochen, Imperium gegen Rebellen und so. Mal sehen, vielleicht lese ich die zwei weiteren Bücher trotzdem noch, ebenso gibt es auch noch zwei Novellen, eine aus der Sicht von Adam, die andere aus der Sicht von Warner.

Projekt 52.2016.04: Charlie Huston – A Dangerous Man (Henry Thompson #3)

Mit A Dangerous Man, dem Abschluss von Charlie Hustons Henry Thompson-Trilogie, endet der Binge erst mal, wobei ich weitere Bücher von Charlie Huston schon in der Pipeline habe beziehungsweise das erste, The Shotgun Rule, zumindest schon mal angelesen habe. Der Mühen Lohn ist immerhin mal ein kleiner Puffer im Projekt 52 am Jahresanfang, mal sehen wie lange sich dieser hält. 😉

Wie es im dritten Band weiter geht wurde ja schon am Ende des zweiten Bades, Six Bad Things, offensichtlich: Henry arbeitet jetzt für einen der Russen, denen das ursprüngliche und mittlerweile verschwundene Geld gehört. Mit dieser Arbeit, quasi als Geheimwaffe für spezielle Einsätze, erhält er sich und auch seine Eltern am Leben. Sein eigenes Leben ist allerdings eher ein Dahinvegetieren im Medikamentenrausch, nach der überstürzten Gesichtsoperation hat Henry mit Schmerzen zu kämpfen, davon abgesehen ist auch seine Arbeit nicht unbedingt etwas, was man in wachem Zustand machen will. Am Ende verschlägt es Henry von Las Vegas wieder nach New York und die Geschichte treibt dem Höhepunkt entgegen. Leider kein Happy End, aber ein Ende mit dem man Leben kann, anderweitig wäre die Trilogie auch kaum ohne einen weiteren Band ausgekommen.

Projekt 52.2016.03: Charlie Huston – Six Bad Things (Henry Thompson #2)

Henry Thompson lebt nach den Ereignissen im ersten Band unauffällig in Mexiko und es hätte alles so schön weitergehen können, wenn nicht ein russischer Backpacker vorbei gekommen wäre, der ihn erpresste. Auf der Pyramide in Chichén Itzá erleidet dieser dann bei einem Ausflug mit Henry einen tragischen Unfall, was die Federales auf ihn aufmerksam macht und so muss er kurz danach Hals über Kopf fliehen. Er kann unerkannt ihn die USA einreisen und schafft es auch, bis zu seinen Eltern zu kommen, dann geht es aber wieder drunter und drüber. Endete der erste Band noch mit einem (temporären) Happy End, so steht Henry hier am Ende mit leeren Händen da, aber immerhin ist er am Leben und auch seinen Eltern wird erst mal nichts weiter geschehen, ein recht kleiner Preis, wenn man sich anschaut, wer sonst alles auf der Strecke geblieben ist.